Für Physiotherapeuten – Berufliche Fort- und Weiterbildung barrierefrei per Webinar

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit Oktober 2018 bietet die Heilpraktiker- und Therapeutenschule Isolde Richter in Kenzingen mit Unterstützung des Projekts iBoB (inklusive berufliche Bildung ohne Barrieren) blinden und sehbehinderten Menschen die Möglichkeit, an einigen ihrer Aus- und Fortbildungen barrierefrei teilzunehmen. Das Besondere: Es handelt sich um Webinare – eine umständliche Anreise entfällt also, stattdessen kann man von Zuhause aus am Computer teilnehmen.

Angeboten werden derzeit folgende Webinare:
Aromapraxis, Atemberater, Ayurveda, Bachblütenberater, Beraterpraxis,
Bioenergetisches Austesten und der Emotionscode, Die Chakren, Energetische Arbeit,
Entspannungspädagoge, Ernährungs- und Gesundheitsberater, Fastenleiter,
HPP-Ausbildungskurs (Heilpraktiker für Psychotherapie), s.a. HP-Erlaubnis und HPP-Erlaubnis für Blinde, Intuition schärfen, Karma, Meditationslehrer,
Psychologischer Berater, Säure-Basen-Regulation, Schamanische Reisen (Energetische Arbeit), Schönheit von Innen, Trauerbegleiter, Wasser – Wasseraufbereitung.

Alle weiteren Informationen entnehmen Sie bitte der barrierefreien Webseite:
https://www.isolde-richter.de/onlinekurse-fuer-blinde-und-sehbehinderte-menschen-inklusion/

Für Rückfragen können Sie sich direkt an die Schule wenden unter:
E-Mail: info@isolde-richter.de
Telefon: 07644 9278830

Dreikönigstreffen 2019 – für Hörsehbehinderte und Taubblinde

Sehr geehrte Damen und Herren,

der BBSB und das KBSW veranstalten zum Jahresbeginn 2019 wieder gemeinsam das traditionelle Dreikönigstreffen der Taubblinden/Hörsehbehinderten in Bayern.

Bitte beachten – der Veranstaltungsort ist diesmal in Nürnberg und befindet sich ca. 10 Gehminuten vom Hauptbahnhof!

Treffpunkt ist im Restaurant Literaturhaus in der Nürnberger Luitpoldstraße 6 . Der Saal im 1. Stock ist für sie reserviert. Eine Wegbeschreibung dorthin kann bei Peter Bleymaier angefordert werden.

Beginn am Samstag den 05. Januar 2019 um 11.00 Uhr.
Anmeldungen hierzu bis spätestens
am Mittwoch den 02.01.2019 schriftlich oder telefonisch bei Peter Bleymaier.
Dort feiern sie einen ökumenischen Gottesdienst, den dankenswerterweise der Behindertenseelsorger vom Bistum Eichstätt, Pfarrer Alfred Grimm und der evangelische Blinden- und Sehbehindertenseelsorger von Bayern, Kirchenrat Gerald Kick, zusammen gestalten.

Danach werden sie und ihre Begleitung vom Katholischen Blinden- und Sehbehindertenwerk Bayern zum Essen und einem Getränk ins Restaurant im Erdgeschoß eingeladen.

Anschließend lädt der BBSB zu einer gemütlichen Unterhaltung bei Kaffee/Tee und einen Kuchen ein.
Weitere Getränke sind bitte selbst zu bezahlen.

Etwa gegen 16.30 Uhr endet dieser Begegnungstag.

Wer möchte kann sich für die Fahrt nach Nürnberg bei Peter Bleymaier und seiner Frau anschließen?
Sie fahren vom Augsburger Hbf mit dem zuschlagsfreien Zug um 09.32 Uhr bei Gleis 5 Nord los.

Die Kontaktdaten für die Anmeldung und Rückfragen lauten:
Referat Hör-/Sehbehinderung Dezember 2018
Peter Bleymaier
Fraunhoferstr.27d
86167 Augsburg
Tel. 0821 650 588 66
Fax 0821 650 588 68
Mobil 0172 91 00 421
E-Mail: Peter.Bleymaier@bbsb.org

Tour de sens – Reisen 2019

Liebe Bloggemeinde,

wieder einiges interessantes was ich Euch heute wieder mitteilen möchte.
- Tour de sens: Reisen 2019 -
Auf den Kultur- und Wanderreisen von tour de sens sind Menschen mit und ohne Sehbehinderung gemeinsam unterwegs. Dadurch sollen alle Gäste von einem exklusiven Programm für alle Sinne und den Wahrnehmungen der Teilnehmer profitieren können. Das Reiseprogramm 2019 enthält neben zahlreichen Zielen in Europa auch Fernreisen, etwa nach Indien oder in die Mongolei. Es ist ab sofort – auch zum Hören – im Internet oder als Daisy-CD erhältlich.
Internet: www.tourdesens.de
Telefon 0711 88875530
Email: info@tourdesens.de.

BR-Hörfilme – Aktuelle Terminliste bis Ende Januar

Liebe Hörfilmfreunde,

anbei unsere Hörfilmtermine bis zum 1. Februar, wieder voll mit tollen Premieren: Allen voran der Klassiker „Spiel mir das Lied vom Tod”, erstmals mit Audiodeskription am 11.1. im BR. Außerdem ermittelt jetzt „Hubert ohne Staller”, wie das gehen soll, gibt es ab 9.1. im Ersten zu erleben. Auch neu: Die Brenner-Verfilmungen „Komm süßer Tod” und „Das ewige Leben”, neue Tatorte aus Frankfurt und Wien sowie ein Tatort-Klassiker aus München. Und die Live-AD vom bayerischen Fasching geht auch wieder los…

Hier die Hörfilmliste als .doc

Ein frohes Fest, einen guten Rutsch und viel Spaß mit unseren Hörfilmen wünschen

Bernd Benecke, Elmar Dosch und Haide Völz
Ressort Wissen und Bildung
Barrierefreie Angebote: Hörfilm/Audiodeskription
Telefon +49 89 5900-26027

Bundesweiter Vorlesetag 2018

Liebe Bloggemeinde,

am Freitag den 16.11.2018 bin ich mit meiner Kurzgeschichte “Wie die Brailleschrift mein Leben veränderte” (auch auf Youtube) und einigen Hilfsmitteln im Gepäck zur S-Bahn Station Prenzlauer Allee gefahren. Von dort wurde ich dann von zwei Schülern der Wilhelm-von-Humboldt-Gemeinschaftsschule herzlich empfangen und zur Schule gebracht. Im Schulportal übernahmen zwei andere Schülerinnen die Begleitung und brachten mich dann zu den Lerngruppen “Drachen, Mammuts und Elben” der 5. Klassen.
Dort war schon alles für mich vorbereitet. Die Lehrerin zeigte mir meinen Sitzplatz und ungefähr 20 Schüler und Schülerinnen der 5. Klassen saßen dann gespannt und super leise vor mir. Sodass man eine Nadel hätte fallen hören können.
Nachdem ich die Kurzgeschichte “Wie die Brailleschrift mein Leben veränderte!” vorgelesen hatte, kamen wir in ein lockeres Gespräch. Die Kinder stellten mir viele Fragen und waren sehr an meinen mitgebrachten Utensilien interessiert. Einige unter Ihnen berichteten auch, das Ihre Großeltern mit Menschen mit Behinderungen zu tun haben. z. b. Eierbecher usw. anmalen. … Darunter wären auch einige die wenig sehen können und wie toll sie dass machen Eierbecher bunt an zu malen. Ich war total erstaunt und Begeistert, wie vertrauenswürdig sie mir entgegen traten und mir konzentriert zuhörten und wie groß Ihr Interesse an diesem Thema war.
Es hat mir sehr gut gefallen und ich denke, dass Ihnen der Einblick in mein Leben dazu verholfen hat, das Sie mehr zum Nachdenken animiert sind – und anders darauf schauend, angeregt werden.
Ein empfehlenswertes Buch zum Thema blind: Wie Mama mit der Nase sieht.
Gerne komme ich wieder an die Schule!

E-Autos, Fakten und Forderungen

Liebe Bloggemeinde

da in letzter Zeit teilweise unrichtige oder nur halb richtige Informationen in Umlauf sind, hier Fakten und Verbesserungsvorschläge kurz zusammen gefasst:

Das Warngeräusch AVAS (Acoustic Vehicle Alerting System) wird in Artikel 8 und Anhang 8 der EU Verordnung 540/2014 sowie in der UN Regulation Nr. 138 der UNECE geregelt.

1. EU Verordnung 540/2014:
- Artikel 8 regelt, dass für neue Typen von E- und Hybridfahrzeugen (also für neu entwickelte Modelle) ab 01.07.2019 und für alle neuen E- und Hybridfahrzeuge ab 01.07.2021 ein AVAS eingebaut werden muss.
Verbesserungsvorschlag: Eine Nachrüstung mit AVAS bzw. ein früheres in Kraft treten wäre sehr wichtig für die Verkehrssicherheit blinder Menschen!

- Anhang 8:
Abschnitt III gilt für neue Fahrzeugtypen ab 01.07.2019 und für neu
zugelassene E-Fahrzeuge ab 01.07.2021.
Hier wird wegen des Gesamtschallpegels auf die UNECE Regelung Nr. 138 Absatz
6.2.8 verwiesen.

Zitat aus Anhang 8:
II.2 Betriebsbedingungen
(a) Schallerzeugungsverfahren
Das AVAS muss mindestens im Geschwindigkeitsbereich zwischen dem Anfahren und einer Geschwindigkeit von etwa 20 km/h sowie beim Rückwärtsfahren automatisch ein Schallzeichen erzeugen….

Verbesserungsvorschlag:
Ganz wichtig für die Verkehrssicherheit blinder Menschen wäre, dass auch für höhere Geschwindigkeiten als 20km/h ein AVAS verpflichtend ist. In den USA gibt es ein Warngeräusch bis 30kmh. Optimal wäre es bis 50kmh, da das die
Höchstgeschwindigkeit im Ortsgebiet ist. Das Reifengeräusch ist bei 21km/h noch viel zu leise um die Hörbarkeit
sicher zu stellen.

2. UNECE Regelung Nr. 138
In der UN Regelung Nr. 138 ist der Absatz 6.2. wichtig. Auf verschiedenste
Unterpunkte wird im Anhang 8 der EU Verordnung 540/2014 verwiesen.
6.2. Acoustics characteristics
Dort findet sich unter 6.2.8 die vorgeschriebene Mindestlautstärke für das
AVAS, die aus unserer Sicht wesentlich zu gering ist!
Sie beträgt
bei 10kmh 50dB(A) gemessen aus 2m Entfernung = 41dB(A) aus 7,5m Entfernung
bei 20kmh 56dB(A) gemessen aus 2m Entfernung = 47dB(A) aus 7,5m Entfernung
Die erlaubte Obergrenze für andere KFZ beträgt 75dB(A) aus 7,5m Entfernung,
also 34dB(A) bzw. 28dB(A) mehr als das Mindestgeräusch.
30dB(A) Unterschied bedeuten 8mal so laut! Man hört daher das AVAS kaum, wenn daneben 8mal so laute Autos fahren.

Verbesserungsvorschlag:
Lauteres Mindestgeräusch!

Unter 6.2.4 heißt es: The vehicle may emit a sound when stationary.
Das Fahrzeug kann einen Sound machen, wenn es steht.

Verbesserungsvorschlag:
Aus unserer Sicht sollte ein Standgeräusch verpflichtend sein, damit man merkt, dass das Auto startet und sich demnächst bewegen wird.
Quelle: Mehrwert

Europäisches Barrierefreiheitsgesetz – Politische Einigung bleibt hinter den Erwartungen zurück

Liebe Bloggemeinde,

auf europäischer Ebene bewegt sich derzeit viel. Nachdem die Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste neu gefasst wurde, haben sich die Institutionen der EU nun auf ein Barrierefreiheitsgesetz geeinigt. Lesen Sie mehr dazu in einer Pressemitteilung des DBSV von heute:

Berlin, 14. November 2018. Durchbruch in Brüssel! Die Institutionen der Europäischen Union haben sich auf ein Europäisches Barrierefreiheitsgesetz, den European Accessibility Act (EAA), geeinigt. Nach dreijährigen Verhandlungen soll der EAA noch vor den Europawahlen im kommenden Jahr verabschiedet werden. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) hat seit zehn Jahren für das Gesetz gekämpft. Der Verband begrüßt die Einigung, bedauert aber, dass der EAA die in ihn gesteckten Erwartungen nur teilweise erfüllt.

“Der EU ist ein sehr gutes Gesetz zur digitalen Barrierefreiheit gelungen, das blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland zugutekommen wird”, kommentiert Andreas Bethke, Geschäftsführer des DBSV. “Aber leider bleibt der EAA blass in der analogen Barrierefreiheit. Es ist mehr als ärgerlich, dass sich das Europäische Parlament hier nicht durchsetzen konnte.”

Der EAA formuliert konkrete Anforderungen zur Barrierefreiheit für Güter und Dienstleistungen aus der Privatwirtschaft. In den nächsten Jahren müssen unter anderem Fernseher, Telefonanlagen, Bankautomaten und Lesegeräte für E-Books sowie mobile Bezahlsysteme und alle Internetseiten des Online-Handels barrierefrei werden. Ausschreibungen und Förderprogramme für diese Produkte müssen ebenfalls auf Barrierefreiheit ausgerichtet sein. Allerdings enthält der EAA keine Anforderungen an die bauliche Umwelt, den öffentlichen Nahverkehr oder den Tourismus.

Der EAA ist eine Richtlinie, die nach der formalen Verabschiedung durch die EU von der Bundesregierung umgesetzt werden muss. Der DBSV wird diese nationale Umsetzung in den kommenden Jahren intensiv begleiten und sich gemeinsam mit der Europäischen Blindenunion (EBU) für eine blindenfreundliche Ausgestaltung der Anforderungen einsetzen.
Quelle: dbsv

Umfrage zu Erfahrungen behinderter Menschen bei der Beantragung von Leistungen

Liebe Bloggemeinde,

die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen führt eine Umfrage zu Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen und ihren Angehörigen bei der Beantragung von Leistungen durch.

Eine Teilnahme ist noch bis zum 30. November möglich. Die Ergebnisse werden voraussichtlich im Januar 2019 veröffentlicht.

Zur Umfrage :´www.soscisurvey.de/umfrage_erfahrungen_behoerden/