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Coronakrise – Lieferservice

Liebe Leserinnen und Leser,

um sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, bleiben Sie am besten zu Hause. Doch was, wenn die Vorräte zur Neige gehen?
Wohl dem, der einen netten Nachbarn hat, der einem die benötigten Lebensmittel mitbringt und vor die Tür stellt.

Sie können auch die etablierten Lieferservices nutzen, die allerdings bereits an ihre Grenzen kommen. Trotzdem listen wir Ihnen nachfolgend einige auf, auf die uns unsere Mitglieder hingewiesen haben. Teilen Sie uns auch gerne Ihre Erfahrungen mit!

Falls Sie sich Lebensmittel liefern lassen, achten Sie bitte auf eine kontaktlose Lieferung. Dabei stellt der Fahrer Ihre Lieferung vor der Wohnungstür ab und nimmt nach dem Klingeln an Ihrer Tür den empfohlenen Abstand (1,5 m) ein. Sie können dann die Tüten ohne weiteren Kontakt entgegennehmen. Der Fahrer wird darüber hinaus auf Ihre Unterschrift zur Quittierung des Warenempfangs verzichten und auch kein Leergut (Pfandartikel) mehr entgegennehmen. Die Zahlung erfolgt in der Regel bargeldlos, z. B. über eine Abbuchung.

Wenn Sie die nachstehenden Angebote nutzen möchten, aber mit dem Internet nicht klarkommen, sagen Sie gern Bescheid, wir helfen Ihnen gern!
Alle Angaben ohne Gewähr!

Bofrost (Tiefkühlprodukte)
telefonische Bestellungen möglich, Tel. 03379 205 30
es gibt einen Katalog auf CD für blinde Kundinnen und Kunden
Lieferung berlinweit,
Lieferzeit: 2 bis 3 Tage; bei Neukunden 1 Woche
www.bofrost.de

Eismann (Tiefkühlprodukte)
telefonische Bestellungen möglich:
– Niederlassung Spandau (für die Region Nord-/Westberlin): Tel. 030 610 81 14 50
– Niederlassung Ahrensfelde (für die Region Ostberlin): Tel. 030 94 87 97 40
– Niederlassung Wildau (für die Region Südberlin): Tel. 03375 50 66 80
Mindestbestellwert: 30,00 Euro, versandkostenfrei ab 50,00 Euro
Lieferung berlinweit,
Lieferzeit: max. 7 Tage
www.eismann.de

Karstadt Hermannstraße (Lebensmittel)
Tel. 030 69 55 24 90
Lieferung in Kreuzberg und Neukölln
Lieferzeit: bei Bestellungen bis 12:30 Uhr, am selben Tag ab 16:00 Uhr
kostenpflichtig in Abhängigkeit vom Einkaufswert

REWE.de (Lebensmittel)
Es kann zu Lieferengpässen kommen, deshalb: Vor der Bestellung im Internet Lieferzeit prüfen.
Mindestbestellwert: 50,00 Euro
www.shop.rewe.de

Bringmeister.de (Lebensmittel, Lieferdienst von EDEKA)
Es kann zu Lieferengpässen kommen, deshalb: Vor der Bestellung im Internet Lieferzeit prüfen.
Mindestbestellwert: 40,00 Euro
Hinweis: Neukunden wird die Lieferpauschale erlassen, wenn sie sich für den Newsletter anmelden.
www.bringmeister.de

lieferando.de
Bei diesem Portal können Sie sich nach Eingabe Ihrer Postleitzahl alle Restaurants mit Lieferservice in Ihrer Umgebung auflisten lassen:
www.lieferando.de

Auch Läden, Restaurants und Cafés, die bisher nicht geliefert haben, beginnen mit dem Aufbau eines Abhol- und Lieferservices. Rufen Sie einfach einmal bei Ihrem Lieblingsrestaurant an, vielleicht hat die Umstellung dort ja schon geklappt.

Quelle: ABSV

Corona-Krise: Wer kann helfen?

Liebe Leserinnen und Leser,

unser Sozialdienst hat für Sie nützliche Hilfsangebote zusammengestellt, die Sie beispielsweise zur Unterstützung beim Einkaufen nutzen können.
Wenn Sie die Angebote annehmen möchten, aber auf den angegebenen Internetseiten nicht zurechtkommen oder wenn Sie darüber hinaus Unterstützung benötigen, melden Sie sich bitte bei den Kolleginnen und Kollegen in der Geschäftsstelle unter den bekannten Kontaktdaten oder über die Zentrale: Tel. 030 895 88-0, E-Mail: info@absv.de
Und bitte denken Sie auch immer an die Mitglieder in Ihren Gruppen, die keine E-Mail haben!

Hier können Sie um Hilfe bitten, z. B. beim Einkaufen:
Koordinierungsstellen in den Bezirken
Der Senat unterstützt den Aufbau bezirklicher Koordinierungsstellen für das bürgerschaftliche Engagement rund um die Corona-Pandemie.
In folgenden Bezirken bestehen solche lokalen Anlaufstellen bereits, weitere Bezirke werden in den nächsten Tagen folgen:

Charlottenburg-Wilmersdorf:
Tel. 030 90 29-149 70
E-Mail: nachbarschaftshilfe@willkommen-im-westend.de
www.nachbarschafft-ev.de

Marzahn-Hellersdorf:
Tel. 030 76 23 65 00
E-Mail: kontakt@fwa-mh.de
www.aller-ehren-wert.de

Pankow:
Tel. 030 25 09 10 01
E-Mail: info@ehrenamt-pankow.berlin
www.ehrenamt-pankow.berlin

VBB Bus & Bahnbegleitservice
Der Begleitservice bietet bis auf Weiteres keine persönliche Begleitung an, übernimmt jedoch Einkäufe von Lebensmitteln und Medikamenten. Der Service ist kostenfrei.Sie erreichen das Servicebüro montags bis freitags von 9:00 bis 16:00 Uhr unter Tel. 030 34 64 99 40

Berliner Mobilitätshilfedienste
Hilfen für behinderte Menschen und Seniorenkostenpflichtig
www.berliner-mobilitaetshilfedienste.de

Taxi-Service
Taxi Berlin erledigt zum Taxitarif auch Besorgungen. Sie können dem Taxifahrer Ihre Einkaufsliste übergeben bzw. durchsagen, er fährt für Sie einkaufen. Neben den Kosten für die Lebensmittel fallen lediglich die normalen Taxigebühren an. Natürlich können Sie das Taxi auch selbst nutzen, beispielsweise zu Arztbesuchen. Die Taxen werden besonders sorgfältig gereinigt, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren.
Tel. 030 20 20 20

nebenan.de
Das bundesweite Nachbarschaftsportal hat für Hilfe-Gesuche eine Hotline eingerichtet: Tel. 0800 866 55 44
www.nebenan.de

CoronaPort
bundesweites Bürgerportal rund um das Coronaviruskostenfrei, Registrierung erforderlich
www.coronaport.net

Quarantänehelden
bundesweites Hilfeportal zur Coronakrisekostenfrei, Registrierung erforderlich
www.quarantaenehelden.org

Einkaufshelden
eine Aktion der Jungen Union Deutschlands zum Schutze und zur Unterstützung von Risikogruppen vor dem Coronavirus
kostenfrei, Registrierung erforderlich
Hier können Sie sich anmelden, um Hilfe zu bekommen:
www.die-einkaufshelfer.de/registrierung/suchender/

JUHI – Jung hilft
Schülerinnen und Schüler sowie Studentinnen und Studenten helfen
kostenpflichtig, falls Sie einen Pflegegrad haben, können Sie den monatlichen Entlastungsbetrag in Höhe von 125,00 Euro dafür nutzen
Tel. 030 403 68 27 70, E-Mail: info@junghilft.de
www.junghilft.de

Corona-Virus: Informationsquellen, Hinweise zu Arbeit und Verhaltensregeln

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Corona-Virus und die damit verbundenen Maßnahmen stellen uns alle aktuell vor große Herausforderungen.
Der DBSV hat für uns alle Informationsquellen gesammelt und gibt uns Hinweise zu den Themen Arbeit und Verhaltensregeln.

Manche der empfohlenen Verhaltensregeln wie bspw. das Abstandhalten sind für blinde und sehbehinderte Menschen durch den spezifischen Assistenzbedarf schwer einzuhalten.
Behinderungsbedingt sind wir auch weiterhin mehr als andere auf Berührungen und Tasten angewiesen. Spezielle behördliche Hinweise für blinde und sehbehinderte Menschen gibt es nicht. Wir möchten Sie aber auf einige hilfreiche Informationsangebote hinweisen. Dabei ist zu beachten, dass sich die Lage täglich ändern kann und wir uns auf den Stand am 20.03.2020 beziehen:

Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Die BZgA stellt auf ihren Internetseiten aktuelle und fachlich gesicherte Informationen rund um das Coronavirus und die Erkrankung Covid-19 für Bürgerinnen und Bürger bereit. Sie finden hier außerdem wichtige Hygiene- und Verhaltensempfehlungen zur Vorbeugung von Infektionen. Oberstes Gebot: Möglichst viel zu Hause bleiben, sich nicht ins Gesicht fassen, gute Hygiene mit richtigem Händewaschen und richtigem Niesen und Husten sowie möglichst Abstand zu den Mitmenschen halten. Gerade blinden und sehbehinderten Menschen raten wir zu besonders gutem Händewaschen!

Obwohl schwere Verläufe auch bei Personen ohne Vorerkrankung auftreten können, haben die folgenden Personengruppen laut BZGA ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe:
- ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50 bis 60 Jahren)
- Raucher
- Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:
- des Herzens (z. B. koronare Herzerkrankung)
- der Lunge (z. B. Asthma, chronische Bronchitis)
- Patienten mit chronischen Lebererkrankungen
- Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Patienten mit einer Krebserkrankung
- Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison).

Die Internetseite der BZGA erreichen Sie unter:

https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/

Informationen des Robert-Koch-Institutes (RKI)
Die Webseite des RKI mit ausführlichen Informationen erreichen Sie unter:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

Barrierefreie Informationen zum Corona-Virus
Der Deutsche Behindertenrat (DBR) hat sich an das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gewandt und barrierefreie Informationsangebote angemahnt. Das BMG antwortete nun folgendes:
„Herrn Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist es ein großes Anliegen, die gesamte Bevölkerung über den aktuellen Stand zum Coronavirus laufend zu informieren.
Diese Informationen wollen wir für alle Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen zur Verfügung stellen und haben deshalb zu den bereits bestehenden Informationsmöglichkeiten über die Kanäle des BMG weitere Maßnahmen ergänzt:
- Thematische Erweiterungen des Beratungsservices für Gehörlose und Hörgeschädigte, Fax: 0 30 340 60 66 07, Mail: info.gehoerlos@bmg.bund.de; Gebärdentelefon: https://www.gebaerdentelefon.de/bmg/
- Informationen zum Coronavirus in leichter Sprache auf der BMG-Webseite https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus/coronavirus-leichte-sprache.html
- Erklärvideos zu häufigen Fragen rund um das Coronavirus mit Untertitelung auf dem BMG-YouTube-Kanal https://www.youtube.com/user/BMGesundheit
- Barrierefreie Informationsplakate in den Sprachen Deutsch, Englisch und Türkisch auf der BMG-Webseite https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html#c17529
- Videos in Gebärdensprache auf der BMG-Webseite und dem BMG-YouTube-Kanal https://www.youtube.com/playlist?list=PL6W8NUmiDIpzNgkqZ4Nw7ZmOCe2UnoL9w
- Handzettel mit Informationen zum Coronavirus in Brailleschrift (derzeit in Auftrag)“

Die Themenseite des BMG zum Corona-Virus erreichen Sie im Übrigen über den folgenden Link:

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

Hier gibt es aktuelle Informationen, weiterführende Links, wichtige Kontaktadressen und auch eine Podcast-Reihe.

Arbeitsrechtliche Fragestellungen
Hinweise für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer finden Sie u. a. auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) unter dem folgenden Link:

https://www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Informationen-Corona/informationen-corona.html

Hier geht es zum Beispiel um das Kurzarbeitergeld, Lohnfortzahlung bei Kinderbetreuung, arbeitsrechtliche Hinweise etc.

Die derzeitige Erkrankungswelle mit COVID-19 berechtigt Arbeitnehmer nicht automatisch, ihrer Arbeit fernzubleiben. Das gilt auch für blinde und sehbehinderte Menschen.
Wenn blinde und sehbehinderte Menschen aufgrund der behinderungsbedingten Schwierigkeiten (Erfordernis Gegenstände zu berühren, Schwierigkeiten bei der Reduktion von sozialen Kontakten wegen erforderlicher Assistenzleistungen) die Ansteckung fürchten, können sie versuchen, mit ihrem Arbeitgeber alternative Lösungen zu finden: Dazu gehören beispielsweise Homeoffice, kreative Arbeitszeitmodelle, Nutzung von Urlaub und Arbeitszeitkonten.
Auch wenn Homeoffice als eine Möglichkeit, soziale Kontakte zu minimieren, immer wieder empfohlen wird – ein gesetzlicher Anspruch darauf besteht derzeit nicht. Es ist im Einzelfall zu klären, ob es beim jeweiligen Arbeitgeber eine Betriebsvereinbarung zum Homeoffice gibt oder ein bestehender Tarifvertrag dazu Regelungen enthält.
Sollte jemand zu einer Risikogruppe gehören, sollte mit dem behandelnden Arzt Kontakt aufgenommen werden, um die Arbeitsfähigkeit abzuklären.

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