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Umfrage, Gebrauch und Barrierefreiheit -Touch-Screen

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie werden gebeten, an einem Forschungsprojekt über die Erfahrungen, die Menschen mit Sehverlust mit Smartphones und Tablet Computern gemacht haben, teilzunehmen. Bevor Sie der Teilnahme an diesem Projekt zustimmen, nehmen Sie sich bitte Zeit und lesen Sie sorgfältig die folgenden Informationen. Diese Einverständniserklärung erklärt das Ziel der Studie, das Verfahren, die Vorteile, Risiken und Unannehmlichkeiten, sowie die Personen, die Sie für mehr Informationen kontaktieren können. Wir laden Sie dazu ein jede Frage zu stellen, die Sie an die genannten Forscher bei diesem Projekt haben.

Wovon handelt die Studie?
Das Ziel der Studie ist zu untersuchen, welche Mainstream Touch-Screen Geräte und installierbare Apps von blinden, taub-blinden Personen und Menschen mit Sehbehinderung benutzt werden, und ob diese Mainstream Geräte die Rolle von konventionellen Hilfsgeräten ersetzen können.

Gesucht werden Menschen die 18 Jahre oder älter sind, eine Sehbeeinträchtigung haben und ein Smartphone oder einen Tablet Computer seit mindestens drei Monaten benutzen. Um teilzunehmen sollten Sie Englisch, Französisch oder Deutsch verstehen, da die Umfrage in diesen Sprachen verfügbar ist.

Die Teilnahme an dieser Studie besteht aus einer online Umfrage.

Sie finden sie unter folgendem Link

Die Umfrage enthält bis zu 52 Fragen (die exakte Anzahl von Fragen hängt von Ihren Antworten ab). Es handelt sich um Multiple-Choice-Fragen oder offene Fragen (kleine Antworten). Das Ausfüllen der Umfrage wird zwischen 30 und 45 Minuten dauern. Die Umfrage ist vollständig zugänglich für Blinde und Menschen mit Sehverlust.

Die Umfrage enthält Fragen über Ihre demographischen Daten, Ihre Sehbeeinträchtigung, Ihr Touch-Screen Gerät, die Zugänglichkeitsmerkmale und Apps die Sie benutzen, sowie Fragen um besser festzustellen, wie diese Geräte benutzt werden.
Obwohl Sie nicht persönlich davon profitieren an dieser Studie teilzunehmen, werden Sie einen Beitrag zum Gebiet der Rehabilitation des Sehens leisten, um uns ein besseres Verständnis über die Eingabehilfen und Vorteile von Smartphones und Tablet Computer für Menschen mit Blindheit oder Sehbeeinträchtigung geben.

Am Ende der Studie haben Sie die Möglichkeit an einer Lotterie teilzunehmen, wo Sie einen Gutschein über $ 100 für iTunes (Apple) oder Google Play Store (Android) gewinnen können.

Die Ergebnisse werden bei Publikationen in akademischen Journalen im Gebiet von Sehbeeinträchtigungen und Hilfstechnologien eingereicht (wie das Journal of Visual Impairment and Blindness) und werden in lokalen, nationalen und internationalen Konferenzen im Gebiet von Sehbeeinträchtigungen vorgestellt werden. Diese Ergebnisse werden vor Medizinern von Rehabilitationszentren des Sehens präsentiert werden, die mit dem Centre de recherché interdisciplinaire en réadaptation (CRIR) de Montréal métropolitain verbunden sind. Dadurch können sie die Situationen, in welchen Mainstream- und adaptive Technologien verwendet werden können, Benutzererfahrungen mit diesen Geräten und wie auf diese Informationen in der klinischen Praxis Rücksicht genommen werden kann, besser begreifen. Außerdem können Sie eine Zusammenfassung der Resultate bei dem Forschungsteam anfordern, sobald die Studie beendet wurde.

Projekt
Gebrauch und Barrierefreiheit von Touch-Screen Geräten bei Menschen mit Sehverlust

Projektleiter
Natalie Martiniello, M.Sc (PhD Student)
Universität in Montréal – Optometrieschule
3744 Jean-Brilliant
Montreal QC H3T 1P1
Email: natalina.martiniello@umontreal.ca

Betreuer
Walter Wittich, PhD, FAAO, CLVT
Universität in Montréal – Optometrieschule
3744 Jean-Brilliant, Bureau 260-7
Montreal QC H3T 1P1
Telefon: 05 14 – 3 43 79 62
Fax: 05 14) – 3 43 23 83
Email: walter.wittich@umontreal.ca

Mitwirkende Forscher
Aaron Johnson, PhD
Concordia Universität – Fakultät für Psychologie
Richard J. Renaud Science Complex,
7141 Sherbrooke W., Bureau L-SP 245-5
H4B 1R6
Telefon: 05 14 – 8 48 24 24 ext. 2241
Email: aaron.johnson@concordia.ca

Christine Lehane
Universität von Kopenhagen, Dänemark – Fakultät für Psychologie
Øster Farimagsgade 2A, 1353 København K, CSS, Building: 10-1-27
Telefon: 0 45 35 – 33 16 27
Email: christine.lehane@psy.ku.dk

Magdalena Bittner
Hochschule München
Abteilung für Augenoptik und Optometrie
Email: bittner@hm.edu

Betreuer
Werner Eisenbarth, PhD
Hochschule München
Abteilung für Augenoptik und Optometrie
Email: werner.eisenbarth@hm.edu

Dieses Forschungsprojekt wurde nicht gefördert.

Fachtagung Teilhabeforschung

Liebe Leserinnen und Leser,

am 10. November, findet in Berlin eine Fachtagung des Aktionsbündnisses Teilhabeforschung statt. Wissenschaftler, Menschen mit Behinderungen und Vertreter von Fachgesellschaften, Fach- und Wohlfahrtsverbänden und weiteren Zusammenschlüssen diskutieren den zweiten Teilhabebericht der Bundesregierung und dessen Konsequenzen für die Teilhabeforschung.

Wer einen Einblick in das Thema bekommen und die Diskussion verfolgen möchte, kann per Live-Stream dabei sein. Klicken Sie hierzu auf folgenden Link: https://abthf2017.livecdn.de. Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr und endet gegen 15.30 Uhr.

“Menschen mit Behinderungen müssen sich in die Forschung über Menschen mit Behinderungen einmischen”, sagt DBSV-Geschäftsführer Andreas Bethke, der für den Deutschen Behindertenrat in der Koordinationsgruppe des Aktionsbündnisses Teilhabeforschung mitwirkt und zur Nutzung des Live-Streams herzlich einlädt.

Der Teilhabebericht der Bundesregierung wird seit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention alle vier Jahre erstellt. Er beschreibt unter anderem, wie Menschen mit Behinderungen in Deutschland leben, wie es um ihre Teilhabechancen in verschiedenen Lebensbereichen bestellt ist und in welchen Bereichen Barrieren abzubauen sind. Der aktuelle Bericht mit fast 600 Seiten führt die Untersuchungen des Teilhabeberichts 2013 fort und beschreibt Entwicklungen der Teilhabe im Zeitraum von 2005 bis 2014. Insgesamt wird deutlich, dass die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen in vielerlei Hinsicht immer noch eingeschränkt ist. Hierbei gilt häufig: Je schwerer die Beeinträchtigung, desto geringer die Teilhabechancen.

Das bundesweite Aktionsbündnis Teilhabeforschung wurde im Juni 2015 gegründet. Rund 140 Organisationen und Einzelmitglieder sind derzeit zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist es, die Forschungsaktivitäten zu den Lebenslagen von Menschen mit Behinderungen zu stärken. Eine interdisziplinäre Teilhabeforschung soll deutlicher als bisher das Augenmerk auf die Verwirklichung von Selbstbestimmung, Teilhabe und Partizipation von Menschen mit Behinderungen richten und damit zu einer Neuorientierung der Forschungslandschaft führen.

Mehr Infos zum Aktionsbündnis unter www.teilhabeforschung.org

Junge Braille-Leserinnen und –Leser gesucht

Liebe Bloggemeinde,

Pädagogen des Forschungsprojektes „ZuBra – Zukunft der Brailleschrift” suchen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 11 bis 22 Jahren, die eine hochgradige Sehbehinderung haben oder blind sind und Brailleschrift gelernt haben. In einer Befragung sollen deren Kompetenzen in Lesen, Hören und Schreiben erfasst und analysiert werden. Diese Lese- und Schreibaufgaben nehmen etwa zwei Stunden in Anspruch und können zu Hause, in der Schule, am Ausbildungs- oder Arbeitsort mit den persönlichen Hilfsmitteln erfolgen. Alle erhobenen Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt und anonymisiert ausgewertet. Das Projekt leiten die Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik Zürich und die Pädagogische Hochschule Heidelberg.

Für die Teilnahmeanmeldung sowie für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte per E-Mail an Martina Schweizer – martina.schweizer@hfh.ch
Weitere Informationen zum Forschungsprojekt ZuBra sind über folgende Links abrufbar:
www.hfh.ch und www.ph-heidelberg.de

Wer forscht zu Rehabilitation und Teilhabe?

Liebe Bloggemeinde,

Interessierte können im umfassend aktualisierten Verzeichnis der Rehabilitationswissenschaftlerinnen und Rehabilitationswissenschaftler 2017 nachschlagen, wer zu welchen Themen im Bereich der Rehabilitation und Teilhabe in Deutschland forscht.

Die Forschungsthemen spiegeln aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen wider. So greifen die Rehabilitationswissenschaftlerinnen und Rehabilitationswissenschaftler u. a. Begrifflichkeiten aus der Behindertenpolitik wie Inklusion, partizipative Forschung und Barrierefreiheit auf sowie Leitthemen aus der UN-Behindertenrechtskonvention und aus aktuellen Gesetzesreformen wie dem Bundesteilhabe- und dem Behindertengleichstellungsgesetz.

Die Ausgabe 2017 verzeichnet aktuell 258 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Fachdisziplinen mit ihren Kontaktdaten und Forschungsschwerpunkten. Außerdem ist angegeben, ob die Person mit der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) arbeitet.

In der 25. Auflage des Verzeichnisses hat REHADAT diese und weitere Informationen jetzt veröffentlicht. Die neue Ausgabe kann im Internet im Portal REHADAT-Forschung (http://www.rehadat-forschung.de/de/rehawissenschaftler) kostenlos als PDF-Datei heruntergeladen werden. Dort ist auch der Meldebogen für Forschende aus allen Fachdisziplinen zur Neuaufnahme in das Verzeichnis aufrufbar.

Das Verzeichnis erscheint jährlich im März zu den Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquien. Herausgeber sind REHADAT, die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation, die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation und die Deutsche Rentenversicherung Bund. REHADAT ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und wird gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Quelle: BBSB-Inform

Assistenz – Datenbrille mit ADAMAAS

Liebe Bloggemeinde,

Forscher der Universität Bielefeld wollen ein mobiles Assistenzsystem in Form einer Datenbrille entwickeln, das spezifische Eigenheiten des Anwenders kennt und auf ihn zugeschnittene Hilfe leistet.

Ein Forschungsprojekt der Universität Bielefeld will eine Datenbrille
entwickeln, die selbstständig erkennt, welche Unterstützung der Anwender gerade benötigt, ohne dass er spezialisierte Apps aufrufen müsste. Das ADAMAAS (Adaptive and Mobile Action Assistance in Daily Living Activities) getaufte Projekt soll in Kooperation mit externen Partnern Techniken aus unterschiedlichen Wissensbereichen kombinieren und wird mit 1,2 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Die geplante intelligente Brille soll sich auf Erkenntnisse der
Neuroinformatik stützen, Eye-Tracking-Methoden integrieren, Vitalparameter wie Blutdruck oder Herzfrequenz erfassen sowie Objekte und Aktionen des Brillenträgers erkennen. Auf der Basis der erfassten Daten soll eine Augmented-Reality-Anwendung Handlungsanweisungen in Form von Texten, Bildern oder virtuellen Assistenten in die Brille einblenden – abhängig von der Situation und der jeweiligen Person.

Individuelle Hilfe
Nach einer initialen Anpassung an die kognitiven und körperlichen
Fähigkeiten des Brillentägers soll das AR-System erkennen, wenn er Probleme beim Ausführen einer Handlung hat und ihm auf ihn zugeschnittene Unterstützung zukommen lassen. Das kann je nach Bedarf ein eingeblendeter Text, eine Grafik, ein Video oder ein Avatar sein.

Geplant ist außerdem, dass ADAMAAS kontinuierlich dazu lernt. Die erfassten Daten sollen über eine sichere Verbindung auf einen lokalen Host-Rechner übertragen und dort gespeichert werden. Eine Möglichkeit, das System unter realen Bedingungen zu testen, wollen die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel bieten, deren Schwerpunkt in der Pflege alter und behinderter Menschen liegt. (ka)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Intelligente-Brille-als-individuelles-Assistenzsystem-2735053.html?wt_mc=rss.ho.beitrag.atom