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Der Gebrauch des Gendersternchens

Liebe Bloggemeinde!

Das Gendersternchen soll eine diskriminierungsfreie Sprache gewährleisten. Die Gesellschaft für Sprache rät dennoch vom Gebrauch ab.
Leser*in, Besucher*in, Lehrer*in – das sind nur einige Beispiele für die Verwendung des Gendersternchens. Es wird eingesetzt, um eine gendergerechte Sprache zu gewährleisten. Doch die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) rät von der Nutzung des Gendersternchens ab.

Durch das Sternchen innerhalb des Wortes soll typografisch zum Ausdruck gebracht werden, dass bei Personenbezeichnungen sowohl die männliche als auch die weibliche Form mitgedacht werden, ohne dass es nötig ist, beide Formen zu nennen. Bestandteil der amtlichen Rechtschreibung ist der Gebrauch des Sternchens aber nicht.

Gendersternchen laut GfdS nicht mit deutscher Rechtschreibung vereinbar
Die GfdS befürworte zwar grundsätzlich eine diskriminierungsfreie Sprache, das sogenannte Gendersternchen stelle aber aus sprachlicher Sicht kein geeignetes Mittel dar, wie die Einrichtung am Donnerstag mitteilte. Weder das Gendersternchen noch vergleichbare Mittel wie der Unterstrich – auch Gender-Gap genannt – oder der Doppelpunkt seien mit den amtlichen Regeln deutscher Rechtschreibung vereinbar.
Die GfdS bemängelte etwa, dass die Verwendung unterschiedlicher genderneutraler Formen zu einer uneinheitlichen Rechtschreibung führe. Auch sei unklar, wie Worte wie „Leser*in“ ausgesprochen werden sollen. Für die Sprechenden und Zuhörer entstünden Unsicherheiten, hieß es. Auch würden bei der Verwendung grammatisch falsche Formen wie „Ärzt*in“ entstehen.

GfdS: Orthografie, korrekte Grammatik, Lesbarkeit und Verständlichkeit haben Priorität
Zudem betonte die GfdS, orthografische und grammatische Richtigkeit und Einheitlichkeit, Lesbarkeit die Verständlichkeit eines Texts stünden an erster Stelle. „Die GfdS rät daher ausdrücklich davon ab, das Gendersternchen und ähnlich problematische Formen zu verwenden“, erklärte sie.
Die Gesellschaft für deutsche Sprache ist eine vom Bund geförderte Einrichtung. Bekannt ist sie vor allem dadurch, dass sie jährlich im Herbst das „Wort des Jahres“ kürt und ebenfalls einmal im Jahr die beliebtesten Babynamen in Deutschland veröffentlicht. Welche Namen die beliebtesten Babynamen des Jahres 2019 waren, lesen Sie hier. Warum „Respektrente“ zum Wort des Jahres 2019 gekürt wurde, erfahren Sie hier. (jkali/AFP)

https://www.waz.de/panorama/gendersternchen-deutsche-gesellschaft-fuer-sprache-raet-davon-ab-id230161800.html?utm_term=Autofeed&utm_medium=Social&utm_source=Twitter#Echobox=1597328351

Suchmaschine zu Angeboten in Leichter Sprache

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Frauen,

ich hoffe, Sie haben angenehme freie Tage verlebt und sind gut im neuen Jahr, für das ich Ihnen/Euch alles Gute wünsche, angekommen.

Hier gleich eine Neuigkeit für Sie:
Angebote in Leichter Sprache erfreuen sich auch außerhalb der Zielgruppe immer größerer Beliebtheit.

Unter https://hwelt.de/de/ finden sich hunderte, sortierte Einträge zu Internetseiten in
Leichter Sprache und Einfacher Sprache. Jede/r kann Einträge vorschlagen, die dann von einer ehrenamtlichen Redaktion geprüft und freigeschaltet werden.

Außer Links zu Internetseiten finden sich im Verzeichnis auch zahlreiche Einträge zu Büchern in Leichter Sprache.

HWelt kann als Verzeichnis durchstöbert werden, kann aber auch als Suchmaschine fungieren und liefert anders als Google ausschließlich Treffer zu Seiten in Leichter Sprache. Das ist besonders wichtig für Menschen die auf Leichte Sprache angewiesen sind.

HWelt.de ist ein Projekt von Hep Hep Hurra e. V., dem gemeinnützigen Verein aus Freiburg. Neben dem bekannten und viel genutzten Hurraki – Wörterbuch für Leichte Sprache, ist der Verein auch verantwortlich für weitere Projekte in Leichter Sprache. Dazu gehören die Wörterbücher in Leichter Sprache in Englisch

und Spanisch, einem Blog mit Nachrichten in Leichter Sprache und einer Datenbank für Bilder in Leichter Sprache.

Freundliche Grüße

Rita Schroll

Leiterin des Hessischen Koordinationsbüros für Frauen mit Behinderung

Der PARITÄTISCHE Hessen
Auf der Körnerwiese 5, 60322 Frankfurt am Main
Tel.: 069 955262-36, Fax: 069 955262-38
E-Mail: hkfb@paritaet-hessen.org
www.hkfb.de

Informationen zur Europawahl in Leichter Sprache

Liebe Bloggemeinde,

der DBSV bietet blinden Menschen Informationen zur Europawahl in Leichter Sprache an. Die Broschüre “Berlin für Europa – ich wähle mit!” des Aktionsbündnisses “Das blaue Kamel” ist beim DBSV in Blindenvollschrift und Blindenkurzschrift erhältlich. In der Broschüre wird auf 44 Seiten unter anderem dargestellt, was die EU ist, wie sich das EU-Parlament zusammensetzt und wie gewählt wird. Einige Informationen beziehen sich auf Berlin, sind aber grundsätzlich auch deutschlandweit gültig.

Der DBSV hat den Text der Broschüre als Zeitschrift “taubblind extra” gedruckt. Bestellungen können per Mail an DBSV-Sozialreferent Reiner Delgado unter r.delgado@dbsv.org gerichtet werden, erforderlich sind Angaben zur Postadresse und zur gewünschten Schrift.

Die Braillefassung wird im Rahmen des DBSV-Projektes zur politischen Partizipation taubblinder Menschen mit Förderung des Partizipationsfonds der Bundesregierung bereitgestellt. Der DBSV dankt dem Blauen Kamel für die Erlaubnis, die Broschüre in Brailleschrift zu drucken.

Die Original-Broschüre steht zum Download bereit unter:
www.das-blaue-kamel.de/fileadmin/blauekamel/Dateien/Broschuere_zur_Europa-Wahl_2019_Leichte_Sprache.pdf

Regelbuch zur leichten Sprache

Liebe Bloggemeinde,

ein Regelbuch zur leichten Sprache ist erschienen
Das Regelbuch zur Leichten Sprache von der Forschungsstelle Leichte
Sprache der Uni Hildesheim steht im Internet kostenlos zur Verfügung.

Die Internetadresse lautet:

https://www.uni-hildesheim.de/media/fb3/uebersetzungswissenschaft/Leichte_Sprache_Seite/Publikationen/Regelbuch_komplett.pdf