Archiv für den Monat: September 2014

Das Filmprojekt

Liebe Blogleser/innen,

heute habe ich eine Info, ein Anliegen “in eigener Sache”.

Wir drehen einen Film!Willst Du mitmachen?

Es wird ein gesellschaftskritischer Film (ca. 20-30 Minuten), bei dem der Humor nicht zu kurz kommt.
Wir haben die Themen Konsum sowie menschliches Verhalten in der Gesellschaft.
Es geht in diesem Film nicht um mich und es wird sicher kein Behinderten- oder Blindenfilm.

Dafür brauchen wir natürlich Menschen die dabei mitwirken möchten und uns unterstützen.
Trau Dich und wirke bei dem Film mit!

Bitte gebt diese Info weiter.

    Liebe Grüße und Dank im Voraus
         Silja

Begleitperson auch bei Fernbuslinien

Liebe Bloggemeinde,

heute habe ich mal wieder eine wichtige Info für Euch. Sie könnte für den Einen oder Anderen sehr nützlich sein.

Hier die Info:
Die Bundesregierung informiert mit BT-Drucksache 18/742, S.12 auf Anfrage von Abgeordneten der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen über die Unentgeltliche Mitnahme einer Begleitperson durch einen schwerbehinderten Menschen mit Merkzeichen “B” im Fernbuslinienverkehr: “… Anders als der schwerbehinderte Mensch kann die Begleitperson auch im Fernverkehr unentgeltlich befördert werden. Dieser Anspruch besteht auch bei den Fernbuslinien. § 147 Absatz 2 SGB IX definiert den Begriff Fernverkehr im Hinblick auf die Verpflichtung zur unentgeltlichen Beförderung von Begleitpersonen. Danach ist Fernverkehr der öffentliche Personenverkehr mit Kraftfahrzeugen im Linienverkehr nach § 42 PBefG. … Linienverkehr ist eine zwischen bestimmten Ausgangs- und Endpunkten eingerichtete regelmäßige Verkehrsverbindung, auf der Fahrgäste an bestimmten Haltestellen ein- und aussteigen können. Damit gehört auch der Verkehr mit Fernbussen zum Linienverkehr. Die unentgeltliche Mitnahme einer Begleitperson für schwerbehinderte Menschen ist daher auch in Fernbuslinien möglich.”

Denkt an die Umwelt

Hallo liebe Bloggemeinde,

hier mal eine Anregung….
Wenn der Eine oder Andere seine Schränke ausmistet, wohin er sich wenden könnte, um sie abzugeben oder anderweitig an den Mann/Frau zu bringen.
Ich selbst finde das echt wichtig, sich mal im Klaren darüber zu werden oder zu sein, die Kleidungsstücke nicht so einfach auf den Müll zu werfen.
Wäre doch schön, wenn man dann noch jemanden damit glücklich machen kann und auch selbst noch was davon haben kann.
Kleidung, Accessoires und Kosmetik tauschen, verkaufen oder kaufen auf:
www.kleiderkreisel.de

   Gruß
     Silja

Rentenanspruch für Mütter

Liebe Bloggemeinde,

heute mal wieder eine super Info, die die Eine oder Andere interessieren wird.
  Gruß
    Silja

Hier die Info:
Mütter mit mehreren Kindern können jetzt erstmals zu einem Rentenanspruch kommen.

Die für eine Regelaltersrente notwendigen fünf Jahre mit Beitragszeiten, zu denen auch Zeiten der Kindererziehung zählen, lassen sich jetzt leichter erreichen. Grund: Für vor 1992 geborene Kinder gibt es jetzt nicht nur ein, sondern zwei Erziehungsjahre pro Kind.

Beispiel: Einer 66-jährigen Mutter mit drei Kindern, die vor 1992 geboren wurden, werden seit dem 1. Juli 2014 nicht nur drei, sondern sechs Jahre Kindererziehungszeit angerechnet. Damit sind die erforderlichen fünf Jahre erfüllt. Wenn sie bis zum 31. Oktober 2014 einen Rentenantrag stellt, erhält sie rückwirkend zum 1. Juli 2014 ihre Regelaltersrente.

Fehlen trotz verlängerter Kindererziehungszeiten noch einige Monate für die fünf Jahre, zum Beispiel bei nur zwei vor 1992 geborenen Kindern, kann es sinnvoll sein, freiwillige Beiträge zu zahlen. Der Mindestbeitrag beträgt derzeit 85,05 Euro pro Monat.
Die Deutsche Rentenversicherung empfiehlt den Betroffenen, sich beraten zu lassen. Wer bereits am 30. Juni 2014 eine Rente bezogen hat, erhält die höhere Mütterrente automatisch, ein Antrag ist nicht erforderlich.

Mehr Informationen zur Mütterrente und zum Rentenpaket erhält man in allen Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung und im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung.de.

IVOM Behandlung

Liebe Bloggemeinde,

Krankenhäuser dürfen Augenspritzen nicht mehr abrechnen.
Hier zu lest bitte die Info, die ich heute über den BBSB erfahren habe.
Das ist absolut herbe!
Für Augenpatienten, die Injektionen in den Augapfel (IVOM) in einem
Krankenhaus erhalten, kann es ab dem 1. Oktober problematisch werden. Das geht aus einer Pressemitteilung des DBSV hervor:

Die Injektion in den Augapfel ist nach der Katarakt-OP die zweithäufigste Augenoperation in Deutschland. Sie wird mehr als 500.000 Mal jährlich durchgeführt, unter anderem zur Therapie der sogenannten Altersblindheit -der feuchten altersabhängigen Makula-Degeneration.

Jetzt hat die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) vor einem
drohenden “dramatischen Versorgungsengpass” bei der Spritzentherapie
gewarnt. Auf Bitte des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) erläutert Privatdozent Dr. Joachim Wachtlin vom Berliner Sankt Gertrauden Krankenhaus das Problem und die Folgen für die Augenpatienten:
“Bei der Injektion von Medikamenten in den Augapfel, der sogenannten IVOM Behandlung, handelt es sich um die beste und wirkungsvollste Therapiemöglichkeit bei der feuchten altersbedingten (AMD) und anderen Makula-Erkrankungen. Durch wiederholte Injektionen kann bei den allermeisten Patienten gewährleistet werden, dass die Sehkraft erhalten oder bei einem Teil sogar gebessert werden kann. Ab dem 1.10. kann diese IVOM Behandlung über die Krankenkassenkarte direkt abgerechnet werden. Dies ist aber den Krankenhäusern und Kliniken nicht gestattet und so können diese nach dem jetzigen Stand die meisten ihrer Patienten ab dem 1.10. nicht behandeln oder weiter behandeln. Es muss jetzt sehr kurzfristig eine Möglichkeit für die Krankenhäuser geschaffen werden, diese dringend erforderlichen Behandlungen weiter durchzuführen. Sonst muss man davon ausgehen, dass sehr viele Patienten ab dem 1. Oktober ihre notwendige Behandlung nicht erhalten können, was zu starken und unwiderruflichen Sehverschlechterungen führen wird.”

Um die Versorgung der Patienten in ausreichendem Umfang sicherzustellen, fordert DBSV-Präsidentin Renate Reymann eine pragmatische Lösung: “Es ist einfach inakzeptabel, dass hier aufgrund eines Abrechnungsproblems der Verlust von Sehkraft droht. Wir brauchen deshalb eine effektive Sofortmaßnahme, die den Krankenhäusern ermöglicht, die Therapie ab dem 1. Oktober fortzuführen.” Den Augenpatienten, die ab dem 1. Oktober Injektionen in einem Krankenhaus erhalten sollen, rät der DBSV dringend, sich im Krankenhaus und bei ihrer Krankenkasse zu erkundigen, ob vor Ort bereits eine Lösung gefunden wurde.

Nachtrag vom 2.10.2014
“Die Universitätskliniken müssen und werden intravitreale Injektionen jetzt und auch in der Zukunft im Sinne unserer Patienten und der Wissenschaft durchführen”, stellt Prof. Dr. Johann Roider gegenüber dbsv-direkt fest. Dieser Konsens aller deutschen Universitäts-Augenkliniken sei in der vergangenen Woche erreicht worden, so der amtierende DOG-Präsident. Der DBSV rät allen Patienten, die bisher in einem Krankenhaus IVOM-Behandlungen erhalten haben, es zunächst an gewohnter Stelle zu versuchen. Wer an einen anderen Arzt verwiesen wird, muss es nicht hinnehmen, falls dies mit weiten Wegen oder einer Verzögerung der Behandlung verbunden ist. Das gilt insbesondere für die Verschiebung einer Injektion oder Untersuchung um mehr als zwei Wochen. Vor allem Erstinjektionen sind zeitkritisch und dulden keinen Aufschub. Patienten, die ihren gewohnten Arzt wechseln müssen und dabei auf die oben genannten Probleme stoßen, können sich an Blickpunkt Auge wenden, das Beratungsangebot des DBSV für Augenpatienten (per E-Mail an info@blickpunkt-auge.de oder unter Tel. 030/28 53 87-287).

Knochenleitkopfhörer

Hallo liebe Bloggemeinde,

eine Info die interessant ist.
Insbesondere dürfte sie für Sehbehinderte mit Hörproblemen
aber auch für die Nutzer von Fußgänger-navigationssystemen
interessant sein.

Jeder Mensch hat an den Ohren einen Knochen der “Akustik leitet”.
Von diesem Knochen ausgehend bewerten auch Hals-Nasen-Ohrenärzte und
Hörgeräteakustiker die Hörfähigkeit.
Nun gibt es Kopfhörer, die ebenfalls diesen Knochen nutzen.
Sie heißen Knochenleitkopfhörer.
Somit kann derjenige unterwegs zum Beispiel Musik hören oder seinem
Navigationssystem oder was auch immer noch lauschen und so trotzdem hören, was um ihm herum geschieht, da die Ohren frei und dadurch auch noch aufnahmefähig sind.

Ich finde es mehr als bedenklich, wenn ihr Eure Ohren mit Kopfhörern “verstopft”, um Musik, ein Hörbuch oder sonstwas zu hören. Das kann ganz schön gefährlich werden.
A, bekommt man weniger “Umgebungsinfos”
und B, die Schallquelle, der Lautsprecher des Kopfhörers und der damit verbundene Schalldruck ist nahe dem Trommelfell und kann sehr leicht Haarrisse im Trommelfell verursachen, was mit der Lautstärke wenig zu tun hat (Die Bassbooter sind besonders klasse). Die “Haarrisse” verheilen natürlich wieder. Es bleiben jedoch Narben, welche die “Schwingungseigenschaften” der Trommelfelle mehr oder minder beeinflussen.
Mehr Narben = schlechter hören.
Erfühle eine Narbe auf der Haut. Etwas taub fühlt sich das an?
So ist das auch im übertragenen Sinn auch beim Trommelfell.

Liebe Grüße
    Eure
      Silja

Punktschrift und Computerkurse

Liebe Bloggemeinde,

heute habe ich wieder etwas sehr interessantes für den Einen oder Anderen.
Sagt es bitte weiter. Es gibt mal wieder einen Computerkurs für die, die sich an solch ein DING noch nicht herangewagt haben oder konnten, da es für sie kein entsprechendes Angebot gab.
Ich kann mir heute gar nicht mehr vorstellen ohne meinen PC zu sein. Er hat mein Leben total bereichert. Auch ich habe darüber nicht immer so gedacht. Technik ist für mich etwas, was mir manchmal auch ein wenig Angst macht. Denn wir sind so vernetzt durch den PC und das Smartphone, dass ich es damals irgendwie erschreckend fand, mich mit einem solchen Ding zu befassen.
Nun nutze ich es für Kontakte nach Außen und zum informieren, was sich so in der Welt ereignet. Ich kann nun mich so informieren, wie es mir beliebt, muß nicht immer auf jemanden warten, der mich dabei unterstützt und natürlich auch Zeit und Lust dafür hat… So setze ich mich an meinem PC und gebe das entsprechende Wort im Suchfeld der Suchmaschine ein und ja habe dann die Info parat. Das möchte ich nicht mehr missen; auf keinen Fall. Hätte mein Mann mich damals nicht daran geführt, indem er mir über die Goetheseite nette Mailfreundschaften vermittelte, dann wäre ich wohl immer noch nicht unter den PC-Nutzern. Er wußte nämlich, das ich gerne Brieffreundschaften pflege.

Auf Seite 7 und 8 äußert man sich zu den Kosten.

http://www.bsvmv.org/cms/images/downloads/Programm2015.pdf

* Erläuterungen zu Angeboten, Preisen und zur Unterbringung
– bitte unbedingt beachten!

Hier die überarbeite Info von “ATZ Holzminden”:
Punktschrift und Computer: Kurse in Boltenhagen
Im Aurahotel “Ostseeperlen” in Boltenhagen kann man auch 2015 wieder die Punktschrift erlernen. Einstieg ist ein Vollschrift-Kurs im Januar. In weiteren vier Kurswochen, im Verlauf des Jahres können Interessierte die Kurzschrift bis zur “Zertifikatsreife” erlernen. Am gleichen Ort bietet der Blinden- und Sehbehindertenverein Mecklenburg-Vorpommern auch wieder Computerkurse an: Vom Zehn-Finger-Schreiben bis zur Windows-Bedienung mit der JAWS Software. Über alle Themen und Termine informiert das Hotel unter Telefon 038825 3700, E-Mail: ostseeperlen@t-online.de.

Klangkunstfest Berlin 2014 – Mein Preisausschreiben – Gewinne ein Bild

Beim Klangkunstfest (17.09 -02.10) 2014 werde ich eine
Hör- Fühlskulptur
im Mitte-Museum, 1.OG, Pankstr.47, 13357 Berlin ausstellen.

Weitere Infos zum Klangkunstfest auf meiner Seite

Die Teilnahmebedingungen zu “Gewinne ein Bild” sind hier hier zu lesen

Viel Spaß beim mitmachen und besucht das Klangkunstfest zahlreich.

Liebe Grüße
    Silja

Ausstellung bei Martinski Fine Arts

Liebe Bloggemeinde,

Aquarium Silja Korndie Ausstellungseröffnung in der Galerie Martinski Fine Arts
am Samstag den 6. September war der vollste Erfolg. Es sind viele Gäste erschienen die sich die Werke von den AWO-Malern anzuschauen. Jeder AWO Maler hat die Möglichkeit erhalten, ein Werk von seinen aktuellen Arbeiten dort auszustellen. In diesem Jahr hatten wir uns für ein gemeinsames Thema entschieden. Ein Aquarium war die Grundlage und in dem Aquarium konnte jeder seine Fantasie so walten lassen wie es beliebte. Meine Arbeit hat die Nr. 8 in der Ausstellung.
Die Ausstellung geht noch bis zum 10.10.2014. So könnt Ihr Euch die Werke noch ganz in Ruhe ansehen. Ich finde, es lohnt sich auf jeden Fall dort hin zu gehen!
Ganz liebe Grüße
  Eure
     Silja

Mehr für Fußgänger unternehmen

Liebe Bloggemeinde,

wir müssen wirklich mehr für uns Fußgänger unternehmen. In unserem Fall noch mehr, damit wir noch sicher auf den Straßen unterwegs sein können. Die Autos und Fahrdinge werden immer mehr und schneller und auch für unsereins ziemlich gefährlich, weil wir sie oft erst ziemlich spät bemerken, wenn sie vor uns zum Stehen kommen. Manchmal kann dies auch schief gehen und daher gibt es nun ein Kongress wo dies näher beleuchtet werden wird.
Macht alle mit damit wir nicht irgendwann da stehen und ja, was nun …?
Dieser Kongress richtet sich erst einmal an die Stadtplaner usw. …
Doch macht auch Eure Ohren Augen auf und denkt an andere, die sich nicht so gut wehren können. Wir können vieles nur Gemeinsam verändern. Auch schon indem wir auf solche Dinge aufmerksam machen.
Hier zu die Info die ich heute erhielt.
Das wurde mir von BBSB.org übermittelt.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wozu sind die Straßen da? Zum marschieren in die weite, weite Welt sangen sie. In einem Film der 50er Jahre. Es ging nicht um die Fortbewegung im strammen Gleichschritt, sondern um die Nutzung des Straßenraums im Sinne der selbstbewussten aufrechten Fortbewegung der Gattung Mensch in freier Natur. Was ist 60 Jahre später davon geblieben? Die Straße wird zwar noch von der aufrecht gehenden Gattung Mensch beherrscht, wenn auch längst bequem und sicher sitzend, Gas gebend und Abgas verbreitend, oder an den Rand gedrängt und allenfalls im Gänsemarsch und stets auf der Hut vor drohender Gefahr. Selbst auf Gehwegen wird inzwischen gefahren, geparkt und Ware feilgeboten. Der Fußgänger ist nicht nur der langsamste Verkehrsteilnehmer, er ist auch allen anderen gegenüber besonderen Unfallgefahren, gesundheitsgefährdenden Einflüssen durch Abgase, Feinstaub und Lärm ausgesetzt. Nicht nur der Kraftverkehr, sondern jetzt auch die auf der Umweltschutzwelle elektrisch vorbei flitzenden Radler drängen ihn mehr und mehr an den Rand. Es geht in der Tat nicht an, dass die Radler allenthalben kreuzungsfreie Radwege von 4 bis 5 m Breite fordern, um schneller in die Zentren der Städte zu kommen. Es muss also etwas geschehen. Kriterien müssen erarbeitet werden, um die Qualität des Fußverkehrs zu bestimmen und Strategieen für den Fußverkehr braucht es. Der Stellenwert des Fußverkehrs
ist in Gefahr und die Barrieren, die auf Straßen und Plätzen und die in den Köpfen müssen weg, damit auch wir ohne zu sehen gehen können. Es braucht endlich einen Ersten Deutschen Fußverkehrskongress und es wird ihn am 15. und 16. September in Wuppertal geben.

Die Intention ist, die Bedeutung und den Stellenwert des Fußverkehrs in der mobilen Gesellschaft herauszustellen und aktuelle Lösungen zu diskutieren, die ein gutes, qualitätsvolles, barrierefreies, sicheres und unkritisches zu Fuß Gehen bei allen Gelegenheiten ermöglichen. Der zweitägige Kongress richtet sich vorrangig an Entscheiderinnen und Entscheider sowie Planerinnen und Planer aus den Bereichen des Ingenieurwesens, der Raum- und Stadtplanung, der Architektur und aus verwandten Bereichen.
Das Programm bietet in Plenarsitzungen und in zwei parallelen Foren Einblicke in die Themenbereiche Mobilitätswünsche und Anforderungen, objektive und subjektive Sicherheit im Fußverkehr (Unfallentwicklung, Unfallvermeidung), Fußverkehrsstrategien (Good Practices), Barrierefreiheit und bedarfsgerechte Dimensionierung. Die Vorträge befassen sich u.a. mit Fußverkehrsstrategien für Großstädte, für den ländlichen Raum, mit den gesundheitlichen Aspekten des zu Fuß Gehens, mit planerischen und technischen Hilfen und mit zukünftigen Anforderungen an die Mobilitätssicherung – Mobilität beginnt nun mal zu Fuß! Wir sind dabei. Der gemeinsame Fachausschuss für Umwelt und Verkehr der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe wird für unsere Forderungen den langen weißen Stock schwingen und den Leuchtdichtekontrast anmahnen und deutlich machen, was freier und ungehinderter Fußverkehr für eine inklusive Gesellschaft bedeutet.

Karl Valentin, der große Münchner Verkehrsexperte, hatte vor vielen
Jahrzehnten, also lange vor Walk 21, schon eine Vision, deren sinngemäße Umsetzung mittelfristig nicht viel kosten würde und dennoch geeignet wäre, den Fußgängern den Straßenraum weitgehend zurückzugeben. Wie wäre es, wenn montags nur Lieferwagen, am Dienstag nur Taxen, am Mittwoch die Feuerwehr, am Donnerstag die Polizei und am Freitag nur Krankenwagen fahren dürften? Langfristig sollte der Straßenraum in den Zentren der Städte aber gänzlich neu gestaltet werden. Das muss auch etwas kosten dürfen. Die Gehwege könnten aus Richtungsfahrsteigen mit je einem Streifen mit einer Geschwindigkeit von 3 km/h und einem Überholstreifen mit 6 km/h ausgebaut werden, die an den Kreuzungen zum Richtungswechsel unterbrochen werden müssten. Rechnet man die Fußgängergeschwindigkeit von 4 km/h hinzu, würde das die Fußgängerströme auf bis zu 10 km/h erheblich beschleunigen. Kein Ladengeschäft würde mehr Kleiderständer oder Werbeträger auf den Gehweg stellen Die Fußspuren sollten vor Regen und Schnee durch ein virtuelles Dach geschützt werden, das aber Sonne und Wind nicht behindern dürfte. Den verbleibenden Straßenraum können sich auf getrennten Spuren Fahrzeuge und Radler teilen. Auf Lichtsignalanlagen ist zu verzichten. Die Fußgänger haben überall das Recht, die Fahrbahnen zu queren. Ihre Sicherheit wird dadurch gewährleistet, dass die moderne Fahrzeugelektronik angesichts eines stehenden Fußgängers am Fahrbahnrand das Fahrzeug stoppt. Ein elektronischer Abstandshalter verhindert das Auffahren des folgenden Fahrzeugs usw. .
Das wären doch wirklich innovative Anreize für Ingenieure und Planer auf dem Kongress. Die nötigen Forschungsmittel sind kein Problem, weil die Bundesrepublik schließlich Weltmeister in der Forschung werden will. Wenn da kein Ruck durch Deutschland geht ist zu befürchten, dass Fußverkehrskongresse allenfalls dicke Kongressberichte produzieren, wie das halt so Art der Kongresse ist.
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.fussverkehrskongress.de