Schauspiel Leipzig Newsletter Januar 2022

Liebe Freundinnen und Freunde des Schauspiels,

ein frohes und hoffentlich allseits gesundes Jahr 2022 wünscht das Team Audiodeskription des Schauspiel Leipzig. Wir freuen uns, im Februar wieder eines unserer Stücke mit Audiodeskription zeigen zu können. Für gute Unterhaltung sorgt die Komödie „Der Gott des Gemetzels“ von Yasmina Reza am Abend des 04. Februar um 19:30 Uhr.

Bereits um 18.20 Uhr wird es an diesem Abend eine Stück-Einführung mit Bühnenbegehung geben.

Kurzüberblick: Zwei Paare wollen nur kurz reden, über ihre Jungs. Zwischen den Kindern ist etwas passiert, nichts Schlimmes irgendwie, das kann man mit wenigen Worten zwischen Eltern aus der Welt schaffen. Doch es kommt ganz anders.
„Hinreißend, diese Tulpen!“: Aus diesem vermeintlich harmlosen Satz entwickelt Yasmina Reza in „Der Gott des Gemetzels“ Schritt für Schritt eine Zimmerschlacht, die nicht nur ein ausgesucht geschmackvolles Wohnzimmer in Trümmer legt. Selten zuvor hat jemand ein Aufeinandertreffen zweier Elternpaare so sensationell komisch beschrieben: Dass der Lack der Zivilisation manchmal dünn ist, ist bekannt — aber wie Yasmina Reza diesen Lack Schicht für Schicht quasi in unser aller Nachbarschaft abplatzen lässt, ist maximal unterhaltsam.

Weitere Informationen unter: https://www.schauspiel-leipzig.de/spielplan/monatsplan/der-gott-des-gemetzels/1856/ Der Gott des Gemetzels, von Yasmina Reza Deutsch von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel – 07.10.2021, 20:00 — 21:15 | Schauspiel Leipzig
www.schauspiel-leipzig.de
Der Gott des Gemetzels, von Yasmina Reza Deutsch von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel, Regie: Enrico Lübbe, Besetzung: Annette Reille: Anne Cathrin Buhtz, Alain Reille: Dirk Lange, Michel Houillé: Michael Pempelforth, Véronique Houillé: Bettina Schmidt, Regie: Enrico Lübbe, Bühne: Etienne Pluss, Kostüme: Bianca Deigner, Dramaturgie: Torsten Buß, Audiodeskription: Florian Eib, Maila Giesder-Pempelforth, Renate Lehmann, Beatrix Hermens, Theaterpädagogische Betreuung: Amelie Gohla

Wir freuen uns sehr, Sie und Euch wieder begrüßen zu dürfen und wir freuen uns auch über eine Weiterleitung dieser Information an andere mögliche Interessierte.

Tickets können per Telefon unter 0341 12 68 168
oder per Mail an: besucherservice@schauspiel-leipzig.de
bestellt werden. Bei Rückfragen freue ich mich auch über ein persönliches Gespräch.

Herzliche Grüße und eine gute Restwoche,
Florian Eib
Mitarbeiter Audiodeskription

E-Mail: audiodeskription@schauspiel-leipzig.de
Tel.: 0173/3133822

SCHAUSPIEL LEIPZIG
Bosestr. 1
04109 Leipzig
Website: www.schauspiel-leipzig.de
Facebook: schauspielleipzig@facebook

Telefon der Blinden- und Sehbehindertenseelsorge

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute veröffentlichen wir für sie zwei Veranstaltungen am Telefon der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.
Wenn sie zukünftig direkt informiert werden möchten, lassen sie sich doch bitte in deren Verteiler aufnehmen.
die Kontaktdaten finden sie am Ende dieses Beitrags.

Spanische Stunde via Telefonkonferenz
Jeden ersten Montag des Monats von 10:00 -11:00 Uhr plaudern wir über selbst gemachte Erfahrungen, Erlebnisse und Interessantes aus der Welt.
Jeder wie er kann und will.
Zum Abschluss der Stunde wird das „Vater unser“ auf Spanisch vorgelesen.
Die Nummer der Telefonkonferenz erhalten Sie gerne als Email, Großdruck oder Punktschrift.
Rufen Sie uns an unter der
Telefonnummer: 09 11 8 100 54 55
oder schreiben Sie eine E-Mail an
info@bss-bayern.de
Stichwort: spanische Stunde

Lesestunde via Telefonkonferenz
Jeden Mittwoch um 14:00 Uhr liest Frau Rosemarie Walter am Telefon eine knappe Stunde Gedichte und Geschichten aller Art, sehr lebendig und unterhaltsam vor.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit sich über das Gehörte auszutauschen. Das ist ganz freiwillig und entwickelt sich jeden Mittwoch unterschiedlich.
Die Nummer der Telefonkonferenz erhalten Sie gerne als Email, Großdruck oder Punktschrift.
Rufen Sie uns an unter der
Telefonnummer: 09 11 8 100 54 55
oder schreiben Sie eine E-Mail an
info@bss-bayern.de
Stichwort: Lesestunde

Kontaktdaten
Blinden- und Sehbehindertenseelsorge in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Georgstr. 10
90439 Nürnberg
Telefon: 09 11 8 100 54 55
E-Mail: info@bss-bayern.de
Internet: www.bss-bayern.de

Quelle: BSB-Inform

Greta&Starks Januar 2022

Liebe Kinoheld*innen,

diese Woche startet mit einem tollen Filmfestival, dem Max Ophüls Preis. Er findet vom 16. bis 26. Januar 2022 in Saarbrücken statt. Wir freuen uns, euch heute gleich vier Filme aus dem Wettbewerb zu präsentieren.
Im Kino wünschen wir euch ganz viel Freude mit dem Film “Niemand ist bei den Kälbern”. Die hochsommerliche Geschichte spielt in der Mecklenburgischen Provinz. Genau das Richtige im trüben und kalten Winter.

EVENT: Max Ophüls Preis (16.-26.01.2022)
Wir freuen uns, euch insgesamt vier Filme des 43. Filmfestivals Max Ophüls Preis in der App bereitstellen zu können. Die Premieren finden in allen neun Partnerkinos statt.
Mehr zu: Die Kunst der Stille (Dokumentation, ab 1)
Mehr zu: Anima – Die Kleider meines Vaters (Dokumentation, ab 1)
Mehr zu: Sweet Disaster (Tragigkomödie, ab 0)
Mehr zu: Everything Will Change (Drama, ab 6)

KINO: Niemand ist bei den Kälbern – 20.01.2022 (D)
Hochsommer in der Mecklenburgischen Provinz. Fünf Häuser, eine Bushaltestelle, Kühe und ringsum nichts als Felder. Christin, 24, (Saskia Rosendahl) lebt auf dem Bauernhof ihres lang- jährigen Freundes Jan, 25 (Rick Okon). Die Aufbruchsstimmung der Nachwendejahre, die ihre Kindheit prägten, ist längst dahin und auch in ihrer Beziehung gibt es schon lange keine Liebe mehr. Ihr Vater säuft. Den Kirsch hat auch Christin immer griffbereit unterm Autositz. Unter der flirrenden Hitze des Sommers scheint die Zeit stillzustehen.

Weiterhin im Kino: Spencer, The King’s Man, Lauras Stern, West Side Story, House of Gucci, Encanto, Mein Sohn, Große Freiheit, Die Rettung der uns bekannten Welt, Happy Family 2, Ron läuft schief, Contra, The French Dispatch, James Bond 007 – Keine Zeit zu sterben u.v.m.

Wir wünschen viel Spaß und Freude! Passt gut auf euch auf und bleibt gesund!
Ganz liebe Grüße
Euer Greta & Starks Team

GRETA & STARKS APPS GmbH
Geschäftsführerin: Seneit Debese
Richard-Ermisch-Straße 13
D – 10247 Berlin
Tel: +49 (0) 30 68 91 97 44
E-Mail: info@gretaundstarks.de

Look to Speak

Liebe Leser und Leserinnen,

Look to Speak ist eine Android-App von ‘Experiments with Google’, mit der Menschen mit ihren Augen Texte auswählen; und das Handy liest den Text vor.

Seit November 2021 ist die Sprachausgabe-App “Look to speak” auch auf Deutsch nutzbar.

Weiteres auf:
https://experiments.withgoogle.com/looktospeak

Zur APP:
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.androidexperiments.looktospeak

Anspruch auf Arbeitsassistenz auch im Rentenalter

Liebe Leserinnen und Leser,

in Deutschland arbeiten immer mehr Menschen über das Rentenalter hinaus. Menschen, die für ihre Tätigkeit eine Arbeitsassistenz benötigen, blieb diese Option vom Kostenträger bisher verwehrt. “Ein klarer Fall von Diskriminierung”, findet ABSV-Geschäftsführerin Dr. Verena Staats. So sieht das offenbar auch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, das in zwei Fällen zugunsten der blinden Kläger entschieden hat.

Lesen Sie dazu, was der DBSV in seinem aktuellen DBSV-Newsletter [dbsv-direkt] Nr. 03-22 schreibt:

Eine gute Nachricht für viele behinderte Menschen kommt heute vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig: Der Anspruch auf Arbeitsassistenz endet nicht automatisch, nur weil man das Rentenalter erreicht hat! Ein blinder Mensch, selbstständig tätig, hatte geklagt, weil sein Kostenträger die Arbeitsassistenz nicht über das Renteneintrittsalter hinaus finanzieren wollte. Ihm wurde nun recht gegeben. Auch in einem zweiten, ähnlich gelagerten Fall, entschied das Gericht im Sinne des blinden Klägers.

Dr. Michael Richter von der rbm gGmbH, der Rechtsberatungsgesellschaft des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes e.V. (DBSV), hat beide Kläger vor dem Bundesverwaltungsgericht vertreten. Aus seiner Sicht sind die Entscheidungen Meilensteine für die gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben und eine selbstbestimmte Lebensplanung: “Wenn behinderte Menschen sich bewusst für eine längere Erwerbstätigkeit entscheiden, dann muss ihnen auch die dafür nötige Arbeitsassistenz weiter gewährt werden.”

Zu den beiden Verfahren:

In einem Fall (BVerwG, Urteil vom 12.01.2022 Az.: 5 c 6.20) klagte ein blinder Selbstständiger, der als Lehrer, Berater und Gewerbetreibender tätig ist. Nachdem die beiden hessischen Vorinstanzen einen Anspruch auf Arbeitsassistenz ablehnten, hob das Bundesverwaltungsgericht das Urteil auf und verwies die Sache zur Klärung noch offener Fragen und erneuten Verhandlung zurück an die Vorinstanz.

In einer Pressemitteilung des Bundesverwaltungsgerichts heißt es dazu, in der einschlägigen gesetzlichen Regelung in § 185 Abs. 5 SGB IX sei eine Altersgrenze weder ausdrücklich geregelt, noch im Wege der Auslegung zu begründen. Der Anspruch setze zum einen für eine Einordnung als Hilfe im Arbeitsleben nach Wortlaut, Systematik und Sinn und Zweck der Regelung nur voraus, dass der schwerbehinderte Mensch einer nachhaltig betriebenen Erwerbstätigkeit nachgehe, die geeignet sei, dem Aufbau bzw. der Sicherung einer wirtschaftlichen Lebensgrundlage zu dienen. Zum anderen sei erforderlich, dass tatsächlich Arbeitsassistenzleistungen erbracht werden, die unter Berücksichtigung der konkreten Arbeitsumstände zum Ausgleich behinderungsbedingter Nachteile notwendig seien.

Im zweiten Fall hatte ein blinder Rechtsanwalt geklagt. Die Vorinstanzen in Mecklenburg-Vorpommern hatten dem Kläger die Leistung zugesprochen (OVG Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 24.11.2020 Az.: 1 LB 611/18 OVG). Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte diese Entscheidung und wies die Revision der Beklagten zurück (BVerwG, Urteil vom 12.01.2022 Az.: 5 C 2.21).

Quelle: ABSV

Erinnerung an Louis Braille

Liebe Bloggemeinde,

am 4. Januar ist der Geburtstag von Louis Braille, der 1825 im Alter von 16 Jahren die Brailleschrift erfunden hat. Die auf sechs Punkten basierende und nach ihrem Erfinder benannte Schrift hat blinden Menschen auf der ganzen Welt den Zugang zur Bildung ermöglicht. Die Weltblindenunion (WBU) hat 2001 den 4. Januar zu Ehren von Louis Braille zum Welt-Braille-Tag erklärt.

Die Brailleschrift ist nach wie vor aktuell. Selbst für die Arbeit am Computer konnte sie adaptiert werden. Eine Auswahl moderner Braillezeilen haben wir auf unserer letzten Hilfsmittelausstellung vorgestellt.

Wir unterstützen unsere Mitglieder sowie Institutionen mit der Erstellung von Brailledrucken und haben Hilfsmittel für alle, die die Brailleschrift lernen möchten. Für Kinder und Familien haben wir in unserer Bibliothek ein großes Angebot an Büchern mit Braille­schrift und tastbaren Bildern.

Möchten Sie blinden- und sehbehindertengerechte Kinderbücher oder Spiele kostenfrei ausleihen? Kontaktieren Sie bitte Julia Naujokat.
Tel. 030 895 88-193, E-Mail: bibliothek@absv.de
Quelle: ABSV
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Sind technische Hilfsmittel ein Ersatz für die Blindenschrift?
Louis Braille (1809-1852) gilt als Erfinder der Blindenschrift. Heutzutage behelfen sich blinde und sehbehinderte Menschen mit Apps und Vorlesefunktionen, die das Leben erleichtern. Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund e.V. (BBSB) beschäftigt sich unter anderem damit, Dokumente, Texte und Zeichnungen in barrierefreie, blinden- und sehbehindertengerechte Formate umzusetzen.

Als Jugendlicher beschäftigte Braille sich damit, ein System mit Hilfe von sechs Punkten zu entwickeln, um das ganze Alphabet darzustellen. Eine großartige Erfindung, die blinde Menschen geschriebenes ertasten lässt. Die Technik ist über die Zeit weit vorangeschritten, und so gibt es Apps, die den Alltag von blinden und sehbehinderten Menschen vereinfachen. Beispielsweise kann beim Lebensmitteleinkauf ein Handy den QR-Code eines Produktes scannen, und dem Einkaufenden Auskunft über die Inhaltsstoffe geben. Da es so gut wie keine Produktkennzeichnung in Braille gibt, ist dies eine große Erleichterung. Aber es gibt Bereiche, in denen die Brailleschrift nach wie vor ihre Berechtigung hat. Berufstätigen blinden Menschen wird die Möglichkeit eröffnet, am PC mithilfe eines tastbaren Braille-Displays zu arbeiten.
Auf die Frage, ob Künstliche Intelligenz die Brailleschrift ersetzen kann, äußert sich Dr. Aleksander Pavkovic, Mitglied des siebenköpfigen Brailleschriftkomitees der deutschsprachigen Länder: “Nein, ganz im Gegenteil. Blinde Menschen können mithilfe des Braille Displays am Computer arbeiten. Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung Inklusion am Arbeitsplatz”, erklärt Aleksander Pavkovic. “Eine Vorlese- oder Diktierfunktion alleine kann das nicht leisten.” Pavkovic ist seit Geburt an blind und ist beim BBSB auch als Berater für digitale Barrierefreiheit tätig.
Erfahrungsgemäß erlernen Kinder die Brailleschrift leichter als Erwachsene. “Aus diesem Grund ist es für die Entwicklung der blinden und sehbehinderten Kinder immens wichtig, dass sie von Kindesbeinen an Braille lernen. Nur so kann ihre Zukunft gesichert werden, um Teilhabe am Leben zu erfahren”, erklärt Steffen Erzgraber, Landesgeschäftsführer beim BBSB e.V. Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass Lesen die Rechtschreibung fördert. Flüssiges Lesen ist die Voraussetzung für ein gutes Textverständnis. Wer zügig und schnell lesen kann, versteht besser was er liest, da das Gehirn nicht mit Lesen beschäftigt ist. Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund e.V. unterstützt blinde und sehbehinderte Menschen in vielen Belangen des Lebens und setzt sich für Inklusion ein. Neben vielen Beratungsangeboten für Betroffene bietet der BBSB über 1.500 Veröffentlichungen in Blindenschrift, als Großdruck oder Hörbuch, Fortsetzungsromane, Zeitschriften und Fachliteratur. Informationen unter bit-bestellservice@bbsb.org .

Pressekontakt
Gundhild Heigl
Leitung Öffentlichkeitsarbeit & Fundraising
E-Mail: gundhild.heigl@bbsb.org
Telefon: 0 89 55 9 88 424

Quelle: BBSB-Inform

Sehbehindertensonntag 2022

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Sommer nächsten Jahres wird es einen ganzen Monat lang um das Thema “Kirche und Sehbehinderung” gehen. Erfahren Sie mehr über den “Sehbehindertensonntag 2022″ in der folgenden Pressemitteilung, die der DBSV Ende November zeitgleich mit vier Partnern von kirchlicher Seite versandt hat.

“Sehbehindertensonntag”
Bündnis aus Kirchen und Selbsthilfe ruft zu Aktionen im Juni 2022 auf

Berlin, 22. November 2021. “Sehbehindertensonntag” ist der Name eines bundesweiten Aktionsmonats vom 1. bis zum 30. Juni 2022.
Initiatoren sind der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), die Deutsche Bischofskonferenz, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), der Dachverband der evangelischen Blinden- und Sehbehindertenseelsorge (DeBeSS) und das Deutsche Katholische Blindenwerk (DKBW).

Der “Sehbehindertensonntag” findet aus Anlass des Sehbehindertentages 2022 statt. Ziel ist, dass auf verschiedenen Ebenen der kirchlichen Arbeit – vom Kindergarten bis zur Seniorenarbeit – Aktionen rund um das Thema Sehbehinderung durchgeführt werden. Kirchengemeinden, kirchliche Gruppen, die Selbsthilfe und alle Interessierten sind eingeladen, sich zu beteiligen. Neben der Sensibilisierung für die Belange sehbehinderter Menschen soll mit dem Projekt ein Impuls mit nachhaltiger Wirkung für mehr Barrierefreiheit und Inklusion gegeben werden.

Die Aktionen werden mit kostenlosen Materialien wie Lesezeichenlupen und Brillen zur Simulation einer Sehbehinderung unterstützt. Derzeit entsteht eine ausführliche Aktionsbroschüre, die im Januar 2022 als Internetangebot, als gedruckte DIN-A4-Broschüre und als barrierefreies PDF-Dokument veröffentlicht wird. Die Vorbestellung ist ab sofort möglich. Neben Bausteinen für einen Gottesdienst werden darin beispielsweise auch Gesprächsabende in den Kirchengemeinden und als Projekt für Jugendliche die Entwicklung eines Audiokirchenführers angeregt.

Informationen zum “Sehbehindertensonntag” und Vorbestellung der kostenlosen Aktionsbroschüre unter www.sehbehindertensonntag.de.
Der “Sehbehindertensonntag” wird gefördert durch die Aktion Mensch.

Kontakt zum “Sehbehindertensonntag”:
Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)
Pia Nömer, Projektkoordination “Sehbehindertensonntag”
Telefon: 0 30 28 53 87 171 (Mo-Do, 9-13 Uhr), E-Mail: p.noemer@dbsv.org

Informationen zum Bundesweiten Sehbehindertentag am 6.6.
Nach Hochrechnungen aus Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es mehr als eine Million sehbehinderte Menschen in Deutschland. Um auf die Bedürfnisse dieser Menschen aufmerksam zu machen, hat der DBSV im Jahr 1998 einen eigenen Aktionstag eingeführt: den Sehbehindertentag (www.sehbehindertentag.de). Er findet jedes Jahr um den 6. Juni herum zu einem bestimmten Thema statt.
Der 6. Juni 2022 fällt auf den Pfingstmontag. Für den “Sehbehindertensonntag” wird der gesamte Juni 2022 als Aktionszeitraum genutzt.

Quelle: BBSB-Inform

Gesetzgeber muss bei pandemiebedingter Triage Vorkehrungen zum Schutz von Menschen mit Behinderung vor Benachteiligungen treffen

Liebe Bloggemeinde,

Rheinland/Köln, 28. Dezember 2021. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) begrüßt die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes, dass der Gesetzgeber für den Fall pandemiebedingter Triage Vorkehrungen zum Schutz von Menschen mit Behinderung vor Benachteiligungen treffen muss. Der LVR als größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen in Deutschland hatte bereits im April 2020 gefordert, dass erkrankte Menschen mit Behinderung in der Corona-Krise nicht medizinisch benachteiligt werden dürfen ( siehe LVR-Pressemitteilung vom 14. April 2020 ).
LVR-Direktorin Ulrike Lubek betont dazu: „Aus Sicht des LVR muss eine Triage unbedingt diskriminierungsfrei gestaltet werden. Keinesfalls dürfen körperliche, geistige und psychische Beeinträchtigungen als besondere Risiken oder ‚Gebrechlichkeiten‘ interpretiert werden, die per se gegen eine Behandlung sprechen könnten. Insofern begrüße ich sehr, dass das Bundesverfassungsgericht der Verfassungsbeschwerde mehrerer Menschen mit Behinderung stattgegeben hat.“ Der rheinische Kommunalverband hatte mit großer Aufmerksamkeit die Situation betrachtet, dass nicht für alle Patient*innen die erforderlichen Behandlungsplätze zur Verfügung stehen könnten. Eine Auswahl von Menschen zu treffen, die angesichts knapper Ressourcen bevorzugt behandelt werden sollen, ist eine ethische Extremsituation, die unmittelbar Artikel 1, Satz 1 des Grundgesetzes berührt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“
Der LVR ist mit dem LVR-Verbund Heilpädagogischer Hilfen und der Sozialen Rehabilitation im LVR-Klinikverbund selbst auch Träger von Angeboten zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und chronischen psychischen Erkrankungen im Rheinland. Ihm begegnen in diesen Zeiten also auch unmittelbar sorgenvolle Fragen von Kund*innen, Angehörigen sowie anderen Bezugspersonen.

Quelle: LVR

Die neuen Gesetze und Regeln 2022

Liebe Bloggemeinde,

das Leben ist einem ständigen Wandel unterzogen – und das hat auch damit zu tun, dass sich Gesetze und Regeln permanent ändern, sich an neue Zeiten und Gegebenheiten anpassen. Auch in Deutschland wird sich im kommenden Jahr einiges tun – nur was? Keine Sorge, wir haben die Wichtigsten Änderungen und Neuerungen mal zusammengefasst, daher hier

Impfpflicht, Briefporto, Plastiktüten: Das ändert sich 2022 in Deutschland

In Anbetracht des Umstandes, dass sich die neue Regierung gerade erst gebildet hat, ist anzunehmen, dass in den kommenden Monaten auch noch weitere Gesetze verabschiedet, zumindest aber auf den Weg gebracht werden. Wir erheben daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

1. Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich
Erst am 10. Dezember wurde eine Neuerung des „Gesetzes zur Stärkung der Impfprävention gegen Covid-19“ verabschiedet. Wer bis zum 15. März keine Corona-Impfung oder ein ärztliches Attest, das von einer Impfung abrät, vorlegen kann, darf ab dem 16. März nicht mehr seinen Beruf im Gesundheits- und Pflegebereich ausüben. Die Nachweispflichten gelten insbesondere in Krankenhäusern, Arztpraxen, Geburtshäusern, Pflegeheimen und im Rettungsdienst. Durch diese Maßnahme sollen Patient*innen und Pflegebedürftige besser geschützt werden. Die ersten Demonstrationen dagegen haben bereits stattgefunden, und das Ganze dürfte in den nächsten Wochen und Monaten noch für einige Dispute sorgen. Manch einer rechnet damit, dass die Impfpflicht zeitnah auch auf weitere Teile der Bevölkerung ausgeweitet wird.

2. Porto wird teurer
Die Deutsche Post zieht mal wieder die Preise an. So werden die meisten Dienste um 5 bis 15 Cent teurer. Der Standardbrief kostet ab Neujahr nicht mehr 80, sondern 85 Cent, die Postkarte nicht mehr 60, sondern 70 Cent. Die Preise gelten fürs erste bis Ende 2024. Bereits erworbene Marken können auch 2022 noch weiterhin benutzt werden.

3. Keine Plastiktüten mehr?
Nachdem Mitte dieses Jahres bereits das Aus für Einweggeschirr, Plastikstrohhalme und Rührstäbchen durchgesetzt wurde, folgt ab dem 1. Januar auch das Verbot von Plastiktüten – zumindest für die herkömmlichen mit einer Wandstärke von 15 bis 50 Mikrometern. Die dürfen natürlich noch verwendet, aber nicht mehr neu in Umlauf gebracht werden. Lediglich die sogenannten Hemdchenbeutel, die man beispielsweise am Obst- und Gemüsestand erhält und viel dünner sind, sind weiterhin erlaubt.

4. Verträge kündigen wird einfacher
Bisher galt für viele Laufzeitverträge, dass sie drei Monate vor Ablauf der Vertragslaufzeit gekündigt werden müssen – ansonsten verlängern sie sich automatisch um ein weiteres Jahr. Ab dem 1. März 2022 dürfen Verträge nur noch eine Kündigungsfrist von einem Monat haben. Und wenn die Kündigungsfrist verpasst wird, verlängern sich die Verträge nur noch auf unbestimmte Zeit, sprich: sie können dann jederzeit, mit einer Frist von einem Monat, gekündigt werden. Auch Kündigungsbuttons auf Websites müssen einfacher zu finden sein.

Die Würfel sind gefallen – das Jahr 2022 bringt einige neue Regeln mit sich

5. Neue Pfandregel
Momentan gibt es auf einige Kunststoffflaschen Pfand, auf andere nicht – das ändert sich nun. Ab dem 1. Januar wird die Pfandpflicht auf alle Einwegplastikflaschen bis 3 Liter sowie Getränkedosen eingeführt – und zwar einheitlich mit 25 Cent. Dadurch soll mehr Abfall vermieden werden. Bereits im Umlauf befindliche Getränkeverpackungen dürfen bis zum 1. Juli allerdings noch pfandfrei verkauft werden, dann nicht mehr. Ausnahme: Milch- und Milchmischgetränke. Dort kommt die Pfandpflicht erst 2024 Jahre später.

6. Küken schreddern verboten
Weil männliche Küken keine Eier legen und für die Fleischproduktion ungeeignet sind, wurden sie bisher immer getötet. Allein in Deutschland waren das jedes Jahr rund 45 Millionen (!) Küken. Das ist ab dem neuen Jahr untersagt. Entweder muss das Geschlecht bereits im Ei bestimmt oder die Küken müssen gemästet und dann gegessen werden. Letzteres klingt irgendwie auch nicht nach einer Verbesserung.

7. E-Rezepte für verschreibungspflichtige Medikamente
Im neuen Jahr wird es für verschreibungspflichtige Medikamente keine Papierrezepte mehr beim Arzt geben, sondern elektronische Rezepte. Das funktioniert über eine offizielle Rezepte-App oder die elektronische Gesundheitskarte mit PIN-Nummer. Das soll die Behandlung mir Arzneimitteln sicherer machen, Abläufe in Arztpraxen vereinfachen und zum Ende der Zettelwirtschaft im Gesundheitswesen führen. Wer kein Smartphone hat, kann sich das E-Rezept mit Rezeptcode in der Arztpraxis ausdrucken lassen.

8. Der CO2-Preis steigt – und damit wird Autofahren teurer
Der CO2-Preis für klimaschädliche fossile Brennstoffe soll ab dem 1. Januar stufenweise steigen. Es beginnt mit (leider lächerlichen) 30 Euro pro Tonne CO2; Kosten, die Unternehmen natürlich auf die Verbraucher umleiten. Das heißt: Erdgas und Benzin wird teurer. Konkret heißt das: Der Preis für Benzin steigt um etwa 1,5 Cent pro Liter. Ob das die Menschen tatsächlich dazu bringt, im Straßenverkehr klimafreundliche Alternativen zu nutzen, ist mehr als fraglich.

9. Der Mindestlohn steigt
2022 steigt der Mindestlohn – und das sogar zweimal. Ab dem 1. Januar müssen 9,82 Euro pro Stunde gezahlt werden, ab dem 1. Juli 10,45 Euro. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil verspricht sogar eine weitere Erhöhung auf 12 Euro, ebenfalls noch in diesem Jahr. Das ist aber noch keineswegs beschlossene Sache.

10. Kein Fahrkartenverkauf in der Bahn
Bisher konnte man auch ohne Fahrkarte in einen Zug steigen und sich dann beim Kontrolleur ein Ticket kaufen. Das ist im neuen Jahr nicht mehr möglich. Wer binnen 10 Minuten nach Abfahrt nicht selbst ein Ticket am Smartphone oder Laptop erworben hat, gilt als Schwarzfahrer und muss die entsprechende Strafe zahlen.

Quelle: lowvision2

https://www.esquire.de/news/gesellschaft/neue-gesetze-regeln-2022

Sprach- und Orientierungskurs für blinde und sehbehinderte Migrant*innen

Sehr geehrte Damen und Herren,

kennen Sie Menschen mit Migrationshintergrund, die blind bzw. sehbehindert sind und gerne einen Sprachkurs (A1 – B2) absolvieren möchten?
Meist ist diesen Personen die Teilnahme an den Kursen ihres Wohnortes nicht möglich, da die dortigen Angebote nicht an den speziellen Bedürfnissen blinder bzw. sehbehinderter Menschen ausgerichtet sind.
Das Berufsförderungswerk Würzburg und auch dessen Regional-Center München bieten derartige Kurse schon mehrere Jahre an. Die ersten Migrant*innen haben bereits ihren beruflichen Neustart geschafft.

Anfang 2022 kann nun wieder ein Sprach- und Orientierungskurs für blinde und sehbehinderte Migrant*innen und geflüchtete Menschen im BFW Regional-Center München beginnen. Wenn Sie also Menschen kennen, die an derartigen Angeboten interessiert sind, oder auch Kontakte zu Helferkreisen für geflüchtete Menschen haben, sind wir dankbar, wenn Sie die nachfolgenden Informationen weitergeben.

Der Kurs richtet sich ganz speziell an sehgeschädigte geflüchtete Menschen und Migrant*innen mit Berechtigungsschein. Der erfolgreiche Abschluss ist ein erster wichtiger Schritt in Richtung Einbürgerung.
Blinde und sehbehinderte Migrant*innen und Geflüchtete haben in diesem Kurs die Möglichkeit, unter fachgerechter Anleitung und mit optimal angepassten Hilfsmitteln das Zertifikat Integrationskurs (A2 – B1) zu erwerben, bestehend aus
• Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ)
• Test „Leben in Deutschland“.

Der Kurs dient vor allem einer ersten Orientierung in Deutschland und richtet sich an den Bedürfnissen der Teilnehmer*innen aus. Folgende Themengebiete werden in dem modular aufgebauten Kurs behandelt:
• Leben/Wohnen/Arbeiten in Deutschland
• Einkaufen
• Gesundheit/Medizinische Versorgung
• Kindergarten/Schule
• Mediennutzung in Deutschland
• Orientierung vor Ort/Verkehr/Mobilität
• Sitten, Gebräuche und Werte in Deutschland.

Anschlussqualifizierungen wie ein Berufssprachkurs, Berufsorientierungslehrgänge bis hin zur Reha-Maßnahme sind in Würzburg möglich.

Kosten:
Nach Vorlage eines Berechtigungsscheins von JobCenter/AfA/Ausländerbehörde ist die Übernahme der Kosten durch das BAMF möglich.

Das Wichtigste in Kürze:
Dauer: 1.000 Std. Sprachkurs + Orientierungskurs
Beginn: Termine auf Anfrage
Unterrichtszeiten: Montag bis Freitag 9:00-13:00 Uhr (25 UE/Woche)
Unterrichtsform: Kleingruppe (5-9 Personen)
Ort: Regional-Center München des BFW Berufsförderungswerk Würzburg gGmbH
Lothstraße 62
80335 München
Telefon: 089 12 73 93 55
Ihr Ansprechpartner: Robert Rosenhahn
Telefon: 09 31 900 18 64
Fax: 09 31 900 11 05
Mobil: 01 70 5 22 25 66
E-Mail: robert.rosenhahn@bfw-wuerzburg.de

Quelle: BBSB-Inform