FES-Einladung: 5. Forum Inklusion am 11. Juni 2016

Liebe Bloggemeinde,

Einladung zum 5. Forum Inklusion, das gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Bildung, konzipiert wurde. Im Zentrum stehen die Sicht und der Umgang von Eltern mit Inklusion im Schulalltag.
Wir würden uns freuen, wenn sich besonders viele Mütter und Väter von unserer Einladung angesprochen fühlen. Wir möchten Sie im voraus bitten, uns Ihre Beispiele gelungener oder weniger gelungener Inklusion mitzuteilen, damit diese in die Debatten einfließen können.
Und wir würden gerne wissen, in welcher Funktion Sie zu uns kommen: als Mutter, Vater, Vertreter der Zivilgesellschaft oder aus einem verwandten Gremium, Lehrer_in?
In jedem Fall freuen wir uns über Ihre Rückmeldung unter forum.hk@fes.de. Das 5. Forum Inklusion findet in der Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 17 in 10785 Berlin statt. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir keine Anmeldebestätigung versenden.
Das Programm mit allen Informationen entnehmen Sie bitte dem Anhang. Gerne können Sie die Einladung an Interessierte weiterleiten. Am Tag der Veranstaltung bieten wir zudem eine Kinderbetreuung an. Sollten Sie diese in Anspruch nehmen wollen, geben Sie uns bitte Bescheid, mit wie vielen Kindern Sie zu uns kommen.

Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin e.V.
Hiroshimastr. 17
10785 Berlin
Tel.: 030/26935-7303
Fax: 030/26935-9240
Email: forum.hk@fes.de

BR-Hörfilme – Aktuelle Terminliste bis 24. Juni

Liebe Bloggemeinde,

anbei die aktuellen BR-Hörfilmtermine bis Ende Juni. Viel Neues ist nicht dabei, neben “Hubert und Staller” warten u.a. der zweite Frankentatort und Tobias Moretti in “Hirngespinster”.

Dafür kommt am 2. Juni eine besondere BR-Koproduktion ins Kino: “Vor der Morgenröte” von Maria Schrader schildert die Exiljahre von Stefan Zweig und wartet für die Audiodeskription mit einer besonderen Herausforderung auf: Es wird zu gefühlt 80 Prozent Französisch, Spanisch, Portugiesisch oder Englisch gesprochen, für die Sehenden bedeutet dies einen Berg von Untertiteln. In der Audiodeskription wird das Voice-Over dieser Untertitel (insgesamt 60 Rollen!) von 10 Sprechern übernommen plus natürlich die Sprecherin der Beschreibung. Das klingt verrückt, hört sich aber wie wir finden tatsächlich ziemlich gut an. Trotzdem bleibt das ein Experiment, zu dem wir gerne das Feedback möglichst vieler Nutzer hätten. Die Audiodeskription wird über Greta zugänglich sein – also ins Kino gehen, genießen und uns anschließend sagen, wie es war…
Weitere Infos in der PDF

Viel Spaß mit den Hörfilmen

Bayerischer Rundfunk; Rundfunkplatz 1; 80335 München, Telefon: +49 89 590001
E-Mail: info@BR.de, Website: http://www.BR.de

Schutz vor Zecken

Liebe Bloggemeinde,

die Zeckenplage wird durch die klimatischen Bedingungen auch in den nördlicheren Bundesländern immer schlimmer. Deshalb übernimmt die BKK24 (und sicherlich auch jede andere gesetzliche Kasse) die Kosten für den Impfschutz gegen die von den Blutsaugern übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Die Impfung kann zwar vor den schlimmsten Erregern schützen, nicht jedoch vor der auch außerhalb der so genannten Risikogebiete übertragenen Borreliose. Die Infektion führt zu auffälligen Entzündungen an der Einstichstelle und kann später Gelenke, Muskeln unhd Nerven befallen.
Etwa jede fünfte Zecke in Deutschland kann Borreliose übertragen. Gezielt vorbeugen können Sie am besten, indem Sie Zeckenstiche vermeiden:

Die fünf wichtigsten Experten-Tipps:

1. Meiden Sie bestimmte Orte
Zecken halten sich in der Vegetation bis maximal 1,5 Meter Höhe auf. Sie benötigen mindestens 80 Prozent Luftfeuchtigkeit. Daher sind sie in der Krautschicht des Waldes oder in Gewässernähe besonders häufig zu finden. Achten Sie darauf, dass Sie beispielsweise beim Joggen oder Wandern nicht an hohen Gräsern oder Kräutern vorbeistreifen.

2. Tragen Sie lange Kleidung
Zecken wird dadurch das Auffinden einer geeigneten Stichstelle zumindest erschwert. Bevorzugen Sie geschlossene Schuhe. Stecken Sie die Hose zudem in die Strümpfe. Auch das erschwert den Parasiten den Zugang zur nackten Haut.

3. Tragen Sie ein Zeckenschutzmittel auf
Kleidung allein hält die Parasiten nicht sicher ab. Denn auf der Suche nach einer geeigneten Stichstelle krabbeln die Plagegeister oft stundenlang umher – und geraten so auch unter die Kleidung. Daher sollten zumindest Arme und Beine zusätzlich mit einem wirksamen Zeckenschutzmittel eingerieben werden, auch unter den Kleidern. Als zuverlässiger Wirkstoff, Zecken die Lust auf ihren Lebenssaft zu verderben, hat sich Icaridin erwiesen, der beispielsweise in Autan enthalten ist.

4. Suchen Sie den Körper nach Zecken ab
Vergessen Sie dabei nicht den Kopf, die Ohren und den Rücken. Noch nicht festgesogene Zecken abnehmen und töten. Zudem sollten Sie die Kleidung sorgfältig ausschütteln oder in den Wäschetrockner stecken. In der Kleidung versteckte Zecken werden durch trockene Hitze abgetötet.

5. Entfernen Sie festgesogene Zecken
Festgesogene Zecken müssen richtig und möglichst schnell entfernt werden. Denn je länger die Zecke saugt, desto höher ist das Risiko, an einer Borreliose zu erkranken. Beim Herausziehen muss ein Quetschen auf jeden Fall verhindert werden. Borrelien reichern sich im Darm der Zecke an. Werden die Tiere beim Entfernen gequetscht, wird der Darminhalt samt Bakterien in den Stichkanal injiziert. Zeckenzangen sind oftmals zu grob. Besser geeignet sind feine Pinzetten oder Zeckenschlingen aus der Apotheke.

6. Helfen Sie den Kindern
Wenn sich Ihr Kind viel im Garten oder in der freien Natur aufhält, sollten Sie es jeden Abend nach Zecken absuchen. Achten Sie besonders auf verdeckte Stellen, wie zum Beispiel unter den Achselhöhlen!

Borreliose: Noch keine Impfung möglich
Borreliose ist die häufigste in Europa durch Zecken übertragene Erkrankung. Bis zu 100.000 Menschen erkranken hierzulande jedes Jahr neu. Die oft als “Zeckenimpfung” bezeichnete Spritze beugt der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) vor, schützt aber nicht vor Borreliose. Forschungen für die Entwicklung einer Impfung gegen Borreliose laufen jedoch bereits auf Hochtouren. Die Impfung, für die Ihre BKK24 die Kosten erstattet, ersetzt also nicht die eigene Vorsorge durch umsichtiges Verhalten.

Zecken überleben auch harte Winter. Zecken verbringen die kalte Jahreszeit verborgen in der Laubstreuschicht des Bodens. Klettern die Temperaturen im Frühjahr, kommen die Parasiten sofort wieder hervor und lauern auf ihre Opfer. Etwa jede fünfte Zecke in ganz Deutschland ist mit Borrelien infiziert.

Zecken lauern auch im Garten. Gefahr durch Zecken lauert nicht nur in Wald und Wiese. Wie eine Studie unter Beteiligung des Robert Koch-Institutes in Berlin zeigte, stellt der direkte Kontakt mit Büschen in Gärten ein bisher unterschätztes Risiko dar, über Zeckenstiche an Lyme-Borreliose zu erkranken. Denn der gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) kommt leider nicht nur in der freien Natur, sondern auch im heimischen Garten oder öffentlichen Grünanlagen vor. Insbesondere Gärten in Waldrandnähe können von Zecken befallen sein.

So testen Sie Ihre Grünflächen.
Wer wissen möchte, ob sein Garten zeckendurchseucht ist, kann den Handtuch-Test machen. Dieser Test macht sich die Verhaltensweise der Spinnentiere zu Nutze, die meist an exponierten Stellen sitzen, beispielsweise an Grashalmspitzen oder anderen Pflanzenteilen, die aus der Vegetation herausragen. Dort lauert der Holzbock auf Opfer, wobei das erste Beinpaar mit Klauen ausgestreckt wird. Mit diesen Krallen bleiben Zecken an vorbeigehenden Wirten hängen, sie werden also abgestreift.

Und so geht’s:
Ein großes weißes Tuch oder Handtuch wird wie eine Fahne an einem Stock befestigt. Das gesamte Tuch wird nun über die Vegetation gezogen. Zecken kommen an Pflanzen bis in einer Höhe von maximal 1,5 Meter vor. Auf den Pflanzen lauernde Zecken verfangen sich mit ihren Krallen in dem Stoff. Da er weiß ist, erkennt man die unterschiedlichen und zum Teil winzigen Stadien der Zecken relativ gut und muss sie nur noch mit Hilfe einer Pinzette vom Tuch absammeln. Haben Sie bei Ihrer Untersuchung Zecken im Garten entdeckt, sollten Sie es den Parasiten so ungemütlich machen, dass sie sich lieber verziehen. Zecken bevorzugen schattige Stellen und brauchen zum Überleben unbedingt feuchten Boden, wohin sie sich regelmäßig zurückziehen. Sorgen Sie durch Gehölzschnitt für mehr trocknenden Sonneneinfall. Beseitigen Sie Laub, Mull und Moos und halten Sie das Gras kurz. Rasenflächen sollten so wenig wie möglich gesprengt werden.

Falls Sie Ihren Garten nicht mit solchen Maßnahmen “drangsalieren” möchten,
sollten Sie sich und andere Gartennutzer vor Zeckenstichen schützen. Dazu gehört das Tragen von langer Kleidung, das Auftragen wirksamer Zeckenschutzmittel, wie beispielsweise Autan – zumindest bei der Gartenarbeit – und das regelmäßige Absuchen des Körpers nach Zecken.

Quelle: verbrauchernews.de (mg/dgk)

Greta&Starks – Mai 2016

Liebe Bloggemeinde,

weiterhin im Kino verfügbar mit Greta: BAD NEIGHBORS 2, EIN HOLOGRAMM FÜR DEN KÖNIG, RICO, OSKAR UND DER DIEBSTAHLSTEIN, THE BOSS, THE HUNTSMAN AND THE ICE QUEEN, EDDIE THE EAGLE, RAUM, GRÜSSE AUS FUKUSHIMA, DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK, MUSTANG, DER GEILSTE TAG, DIE WILDEN KERLE 6, u.v.m.

Demnächst im Kino: ENTE GUT! MÄDCHEN ALLEIN ZU HAUS, WARCRAFT: THE BEGINNING, THE OTHER SIDE OF THE DOOR, SMARAGDGRÜN, STADTLANDLIEBE, LIEBE HALAL, u.v.m.

Remainder – ab 12. Mai im Kino
REMAINDER ist der erste Spielfilm des weltweit renommierten Videokünstlers Omer Fast, nach dem internationalen Bestseller von Tom McCarthy (deutscher Romantitel: 8 1/2 MILLIONEN). Die Hauptrolle spielt Tom Sturridge (BEING JULIA, RADIO ROCK REVOLUTION, ON THE ROAD), zum Team gehörten der Emmy-prämierte Kameramann Lukas Strebel, Andrew Bird (u.a. Deutscher Filmpreis: Bester Schnitt für Fatih Akins AUF DER ANDEREN SEITE) und der mehrfache BAFTA-Preisträger Adrian Smith (Szenenbild).

Mängelexemplar – ab 12. Mai im Kino.
Karo hat kein Problem. Karo ist das Problem: Für ihre Chefin, ihren Freund und für einen Baumarktmitarbeiter, der Karo nach einem sonderbaren Wutausbruch in Gewahrsam nehmen muss. Und es stimmt, mit Karo stimmt was nicht. Sie ist ungeduldig, viel zu emotional und hat sich selbst nicht unter Kontrolle. Als Karo deswegen ihren Job verliert und selbst ihre beste Freundin nichts mehr von ihr wissen will, wird ihr klar, dass sich etwas ändern muss…

GRETA & STARKS
Ansprechpartnerin: Seneit Debese
Schönhauser Allee 141 B
10437 Berlin Telefon: +49 (0) 30 68 91 97 44
Telefax: +49 (0) 30 68 91 97 50
E-Mail: info@gretaundstarks.de
www.gretaundstarks.de

Zielsicher von Tür zu Tür – Forschungsprojekt m4guide zieht Bilanz

Liebe Leserinnen und Leser,

es fing an mit einer Fachtagung des DBSV. Im Jahr 2007 trafen sich Programmierer und Entwickler mit Vertretern der Selbsthilfe und der Industrie, um gemeinsam darüber nachzudenken, wie blinde Menschen von Tür zu Tür kommen – ohne Begleitung und in fremder Umgebung. Gesucht für diesen Zweck wurde ein Gerät, das unter freiem Himmel wie auch in Gebäuden möglichst präzise navigiert und die Info-Systeme des ÖPNV “anzapft”. Dies war der erste Schritt auf dem Weg zum “mobile multi-modal mobility guide” – kurz: m4guide.

Morgen (28.04.2016) werden im Berliner Roten Rathaus die Ergebnisse des Forschungsprojektes m4guide präsentiert, das aus der Fachtagung entstand. DBSV-Präsidentin Renate Reymann würdigt die gute Zusammenarbeit der Beteiligten: “Bei m4guide haben blinde, sehbehinderte und sehende Menschen daran mitgewirkt, ein neues Puzzleteil für eine barrierefreie Gesamtlösung zu schaffen.”

Auch Gerhard Renzel zieht eine positive Bilanz. “Die Ziele wurden erreicht”, stellt der Leiter des Gemeinsamen Fachausschusses für Umwelt und Verkehr beim DBSV fest. Renzel hat m4guide von Anfang an begleitet. Das Erfolgsrezept aus seiner Sicht? “m4guide ist keine Blinden-App, die Module werden in bestehende Anwendungen integriert. So kann sich Barrierefreiheit quasi wie ein Virus verbreiten!”

Blinde und sehende Berliner, die mit der App des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg unterwegs sind, werden voraussichtlich schon in naher Zukunft von m4guide profitieren. Die VBB-App soll dann beispielsweise in der Lage sein, einen nahenden Bus zu orten und während der Fahrt die kommenden Haltestellen zu nennen. “Und wenn ich schließlich aussteigen möchte, teile ich dem Fahrer meinen Haltewunsch mit, ohne den Knopf dafür zu suchen – einfach per Smartphone”, wünscht sich Renzel.

Ein Mitschnitt der Veranstaltung im Roten Rathaus wird ab dem 12. Mai unter www.m4guide.dbsv.org zum Download zur Verfügung stehen.

Neue Publikation zum Vertrag von Marrakesch

Liebe Bloggemeinde,

beim Deutschen Institut für Menschenrechte ist von Dr. Valentin Aichele, dem Leiter der Monitoring-Stelle der UN-Behindertenrechtskonvention, eine neue Publikation unter dem Titel “Mehr barrierefreie Bücher – Warum der Vertrag von Marrakesch endlich umgesetzt werden muss” erschienen.

Der Vertrag von Marrakesch erleichtert den Zugang zu veröffentlichten Werken für blinde und sehbehinderte Personen. Die Publikation der Monitoring-Stelle befasst sich mit den erforderlichen Schritten der Bundesregierung, den Vertrag von Marrakesch in Deutschland umzusetzen und damit den Zugang von Menschen mit Behinderungen zu Büchern zu verbessern. Weitere Informationen sind erhältlich unter
www.institut-fuer-menschenrechte.de/publikationen.

Greta&Starks – April 2016

Liebe Leser,

demnächst im Kino: BAD NEIGHBORS 2, MÄNGELEXEMPLAR, ENTE GUT! MÄDCHEN ALLEIN ZU HAUS, WARCRAFT: THE BEGINNING, THE OTHER SIDE OF THE DOOR, SMARAGDGRÜN, STADTLANDLIEBE, SMARAGDGRÜN, LIEBE HALAL, JEM AND THE HOLOGRAMS, u.v.m.

EIN HOLOGRAMM FÜR DEN KÖNIG – ab 28. April im Kino!
Alan Clay, Alter 54, Opfer der Bankenkrise, hat eine letzte Chance. Er soll innovative Hologramm-Kommunikationstechnologie an den Mann, besser gesagt den König bringen: König Abdullah von Saudi-Arabien lässt mitten in der arabischen Wüste eine strahlende Wirtschaftsmetropole errichten. Doch der König kommt nicht.

RICO, OSKAR UND DER DIEBSTAHLSTEIN – ab 28. April im Kino!
Der tiefbegabte Rico (Anton Petzold) und der hochbegabte Oskar (Juri Winkler) sind in ihrem letzten Abenteuer Steindieben auf der Spur, welche sie sogar bis an die Ostsee führt.

Gut zu wissen – Aktivieren Sie jetzt die Push-Benachrichtung Ihrer GretaApp – einfach in der Einstellung Ihres Smartphones! Verpassen Sie keinen Filmstart mehr. Durch die Push-Benachrichtigung erhalten Sie immer die neusten Infomationen. Außerdem werden Sie immer aktuell über unsere Gewinnspiele informiert.

Freundliche Grüße, Ihr Greta & Starks Team

Telefon: +49 (0) 30 68 91 97 44, Telefax: +49 (0) 30 68 91 97 50
E-Mail: info@gretaundstarks.de, www.gretaundstarks.de

Studie zu sexualisierter Gewalt an Schulen (Hessen)

Liebe Leser,

Jugendliche mit Behinderungen werden nicht befragt. Hessisches Kultusministerium schließt Förderschüler_innen aus. Frauen mit Behinderung werden in Kindheit und Jugend zwei- bis dreimal häufiger Opfer von sexualisierter Gewalt. Das geht aus einer Studie hervor, die das Bundesfamilienministerium im Jahr 2013 veröffentlicht hat. Trotz dieser alarmierenden Zahlen schließt das Hessische Kultusministerium jetzt gerade diese besonders gefährdete Gruppe von einer Studie zum Thema sexualisierte Gewalt an Schulen aus. Bei einer repräsentativen Befragung im laufenden Schulhalbjahr sollen Förderschüler_innen außen vor bleiben.
Durchgeführt wird die Erhebung nur in den Jahrgangsstufen 8 bis 10 an Regelschulen. Dies kritisiert der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hessen scharf.
„Dies ist nicht verantwortbar und widerspricht ganz klar der UN-Behindertenrechtskonvention. Sie schreibt in Artikel 16 vor, dass sicherzustellen ist, dass Fälle von Gewalt und Missbrauch gegenüber behinderten Menschen erkannt und untersucht werden“, sagt Günter Woltering, Landesgeschäftsführer des PARITÄTISCHEN Hessen.

Bereits im vorigen Herbst hatte der PARITÄTISCHE Hessen dem Kultusministerium seine Bedenken am Zuschnitt der Studie in einem Schreiben mitgeteilt. In seiner Antwort begründete das Land Hessen den Ausschluss von Jugendlichen mit Behinderungen mit „inhaltlichen, methodischen und finanziellen Erwägungen“. Auch das Hessische Koordinationsbüro für Frauen mit Behinderung (HKFB), das in Trägerschaft des PARITÄTISCHEN Hessen ist, hatte sich im Vorfeld der Studie an das Kultusministerium gewandt und ihm seine Unterstützung angeboten, um die Befragung auch für Schüler_innen mit Behinderungen zugänglich zu machen. „Es existieren bereits Erhebungsmethoden, die speziell die Belange von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen berücksichtigen“, betont Rita Schroll, Leiterin des Hessischen Koordinationsbüros für Frauen mit Behinderung. „Auch komplexe Fragestellungen können in Leichte Sprache übersetzt werden.“
Der PARITÄTISCHE Hessen fordert das Land Hessen auf, in die Befragung zu sexualisierter Gewalt auch Jugendliche mit Behinderungen einzubeziehen und die Studie auf Förderschulen auszuweiten, und zwar ungeachtet der zusätzlichen Kosten für eine barrierefreie Erhebung. „Inklusion darf auch an diesem Punkt nicht am Geld scheitern“, so Landesgeschäftsführer Günter Woltering: „Nur auf Basis von belastbaren Daten über das Ausmaß sexualisierter Gewalt an Förderschulen kann das Land überhaupt erkennen, wo und wie es präventiv tätig werden muss.“

Ansprechpartnerin: Rita Schroll
Auf der Körnerwiese 5, 60322 Frankfurt am Main
Tel.: 069-955 262 – 36, Fax: 069-955 262 38
E-Mail: hkfb@paritaet-hessen

Inklusionslauf – 2016 in Berlin

Liebe Bloggemeinde,

am 18. Juni 2016 ab 12.00 Uhr veranstalten der Sozialverband Deutschland, der DBSV und der Berliner Leichtathletikverband in Berlin auf dem Tempelhofer Feld den dritten Inklusionslauf.

Das Event soll allen Lauffans mit und ohne Behinderung die Möglichkeit zum Laufen geben: Über 10 km, 5 km und 400 m sowie in einer 4 x 400 m Staffel. Sport kann Menschen verbinden, ob sie ein Handicap haben oder nicht. Daher beteiligt sich der DBSV an dieser Laufveranstaltung. Sie soll auch blinden und sehbehinderten Menschen Spaß am Laufen vermitteln und sehende als Begleitläufer gewinnen.
Für blinde und sehbehinderte Teilnehmende können Begleitläufer vermittelt werden; bei Bedarf schreiben Sie eine Mail an mail@Lauftandem.de.
Zur Anmeldung zum Inklusionslauf und für alle wichtigen Informationen:
www.inklusionslauf.de
Anmeldungen sind auch per E-Mail oder Telefon möglich:
info@Inklusionslauf.de, 030 – 72 62 22 173