Schlagwort-Archiv: Blind

Bundesweiter Vorlesetag 2018

Liebe Bloggemeinde,

am Freitag den 16.11.2018 bin ich mit meiner Kurzgeschichte “Wie die Brailleschrift mein Leben veränderte” (auch auf Youtube) und einigen Hilfsmitteln im Gepäck zur S-Bahn Station Prenzlauer Allee gefahren. Von dort wurde ich dann von zwei Schülern der Wilhelm-von-Humboldt-Gemeinschaftsschule herzlich empfangen und zur Schule gebracht. Im Schulportal übernahmen zwei andere Schülerinnen die Begleitung und brachten mich dann zu den Lerngruppen “Drachen, Mammuts und Elben” der 5. Klassen.
Dort war schon alles für mich vorbereitet. Die Lehrerin zeigte mir meinen Sitzplatz und ungefähr 20 Schüler und Schülerinnen der 5. Klassen saßen dann gespannt und super leise vor mir. Sodass man eine Nadel hätte fallen hören können.
Nachdem ich die Kurzgeschichte “Wie die Brailleschrift mein Leben veränderte!” vorgelesen hatte, kamen wir in ein lockeres Gespräch. Die Kinder stellten mir viele Fragen und waren sehr an meinen mitgebrachten Utensilien interessiert. Einige unter Ihnen berichteten auch, das Ihre Großeltern mit Menschen mit Behinderungen zu tun haben. z. b. Eierbecher usw. anmalen. … Darunter wären auch einige die wenig sehen können und wie toll sie dass machen Eierbecher bunt an zu malen. Ich war total erstaunt und Begeistert, wie vertrauenswürdig sie mir entgegen traten und mir konzentriert zuhörten und wie groß Ihr Interesse an diesem Thema war.
Es hat mir sehr gut gefallen und ich denke, dass Ihnen der Einblick in mein Leben dazu verholfen hat, das Sie mehr zum Nachdenken animiert sind – und anders darauf schauend, angeregt werden.
Ein empfehlenswertes Buch zum Thema blind: Wie Mama mit der Nase sieht.
Gerne komme ich wieder an die Schule!

Europäisches Barrierefreiheitsgesetz – Politische Einigung bleibt hinter den Erwartungen zurück

Liebe Bloggemeinde,

auf europäischer Ebene bewegt sich derzeit viel. Nachdem die Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste neu gefasst wurde, haben sich die Institutionen der EU nun auf ein Barrierefreiheitsgesetz geeinigt. Lesen Sie mehr dazu in einer Pressemitteilung des DBSV von heute:

Berlin, 14. November 2018. Durchbruch in Brüssel! Die Institutionen der Europäischen Union haben sich auf ein Europäisches Barrierefreiheitsgesetz, den European Accessibility Act (EAA), geeinigt. Nach dreijährigen Verhandlungen soll der EAA noch vor den Europawahlen im kommenden Jahr verabschiedet werden. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) hat seit zehn Jahren für das Gesetz gekämpft. Der Verband begrüßt die Einigung, bedauert aber, dass der EAA die in ihn gesteckten Erwartungen nur teilweise erfüllt.

“Der EU ist ein sehr gutes Gesetz zur digitalen Barrierefreiheit gelungen, das blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland zugutekommen wird”, kommentiert Andreas Bethke, Geschäftsführer des DBSV. “Aber leider bleibt der EAA blass in der analogen Barrierefreiheit. Es ist mehr als ärgerlich, dass sich das Europäische Parlament hier nicht durchsetzen konnte.”

Der EAA formuliert konkrete Anforderungen zur Barrierefreiheit für Güter und Dienstleistungen aus der Privatwirtschaft. In den nächsten Jahren müssen unter anderem Fernseher, Telefonanlagen, Bankautomaten und Lesegeräte für E-Books sowie mobile Bezahlsysteme und alle Internetseiten des Online-Handels barrierefrei werden. Ausschreibungen und Förderprogramme für diese Produkte müssen ebenfalls auf Barrierefreiheit ausgerichtet sein. Allerdings enthält der EAA keine Anforderungen an die bauliche Umwelt, den öffentlichen Nahverkehr oder den Tourismus.

Der EAA ist eine Richtlinie, die nach der formalen Verabschiedung durch die EU von der Bundesregierung umgesetzt werden muss. Der DBSV wird diese nationale Umsetzung in den kommenden Jahren intensiv begleiten und sich gemeinsam mit der Europäischen Blindenunion (EBU) für eine blindenfreundliche Ausgestaltung der Anforderungen einsetzen.
Quelle: dbsv

2019 kommt das Acoustic Vehicle Alerting System für Elektroautos

Liebe Bloggemeinde,

Ein Vorteil von Elektroautos ist ihr nahezu geräuschloser Betrieb in der Stadt. Für Blinde Menschen ist genau dies ein großer Nachteil. Während sie konventionelle Fahrzeuge am Motorengeräusch erkennen können, ist dies bei E-Fahrzeugen bei bestimmten Geschwindigkeiten nicht möglich. Dies soll sich nun ändern.

Erst bei Geschwindigkeiten von knapp 30 km/h ist das Abrollgeräusch der Reifen so laut, dass blinde Menschen Elektroautos wahrnehmen können. Nach Ansicht von Verkehrsexperten stellt dies nicht nur für blinde Menschen ein Problem dar. Es gibt eine Untersuchung der US-amerikanischen Verkehrsbehörde NHTSA, die besagt, dass Elektrofahrzeuge 37 Prozent häufiger in Unfälle mit Fußgängern verwickelt sind als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.

Die Einführung künstlicher Fahrgeräusche soll Abhilfe schaffen. Ab dem 1. Juli 2019 ist in Europa für neue Elektroauto-Modelle ein sogenanntes Acoustic Vehicle Alerting System (AVAS) vorgeschrieben, welches einen Warnsound bis zu einer Geschwindigkeit von 20 km/h erzeugen soll. Im Sommer des folgenden Jahres sollen dann alle neu zugelassenen Plug-in- und E-Fahrzeuge, ebenso Brennstoffzellenfahrzeuge, über ein solches System verfügen.

Wie der Spiegel schreibt, sollen Verbrennern nachempfundene Geräusche erzeugt werden. Zuletzt hieß es, dass die Autohersteller relativ viel Freiheiten haben bei der Entwicklung eines Sounddesigns. Einige Elektroautos fahren bereits mit künstlichen Sounds, es gibt zudem verschiedene Vorschläge für Elektroauto-Warngeräusche, bspw. von der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen oder von Nissan. Die TUM betreibt sogar ein eigenes Forschungsprojekt für künstliche Sounds für Elektroautos.

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) begrüßt die Einführung eines Warntons, hätte diesen aber gerne wie in den USA bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h verpflichtend gemacht.

Ouelle: e-iserlohn.de

Audiodeskription am Schauspiel Leipzig

Sehr geehrte Damen und Herren,

Im November haben Sie zum letzten Mal die Gelegenheit Claudia Bauers Inszenierung von „König Ubu/Ubus Prozess” mit Audiodeskription zu erleben.

“König Ubu/ Ubus Prozess” von Alfred Jarry / Simon Stephens, Regie: Claudia Bauer
Durch ein Massaker an der Königsfamilie erklimmen der primitive und gefräßige Vater Ubu und seine Frau, Mutter Ubu den Thron. Ganz unverhohlen verfolgen sie postwendend ihre eigenen, grausamen Ziele…
28.11.2018, 19:30 Uhr Stückbeginn
18:00 Uhr blindengerechte Bühnen- und Stückeinführung (inkl. Stoffproben der Kostüme)

Auch der Advent lässt nicht mehr lange auf sich warten…
In diesem Jahr bietet das Schauspiel Leipzig Andersen Kunstmärchen „Die Nachtigall” mit Audiodeskription an:
“Die Nachtigall” (Uraufführung) von Hans Christian Andersen
Regie: Stephan Beer
Der Kaiser von China erfäht, dass in seinem Reich ein Vogel lebt, der so außergewöhnlich schön singt, dass sogar der Kaiser von Japan vor Neid erblasst. Er lässt die Nachtigall suchen und hält sie fortan in seinem Palast fest. Doch die Nachtigall verstummt — in Gefangenschaft, ohne ihre Freiheit kann sie ihren wunderschönen Gesang nicht entfalten.
So 09.12.2018, 15:00 Uhr
13:30 Uhr blindengerechte Bühnen- und Stückeinführung (inkl. Stoffproben der Kostüme)
Mi 12.12.2018, 10:00 Uhr
Do 13.12.2018, 10:00 Uhr
So 23.12.2018, 15:00 Uhr
13:30 Uhr blindengerechte Bühnen- und Stückeinführung (inkl. Stoffproben der Kostüme)

Da die Märchen-Vorstellungen sehr begehrt sind, ist es uns nicht möglich das Spezialkontingent für die Audiodeskriptionsgäste bis zum Tag der Vorstellung zu halten. Ich empfehle Ihnen, sich mit Kartenwünschen zeitnah an den Besucherservice zu wenden:
Reservieren Sie sich jetzt Ihre Karten unter 0341 – 1268 168 oder besucherservice@schauspiel-leipzig.de
Alle weiteren Vorstellungstermine mit Audiodeskription in dieser Spielzeit finden Sie hier.
https://www.schauspiel-leipzig.de/service/audiodeskription/
Wir würden uns freuen, Sie als unsere Gäste begrüßen zu dürfen.

Ihre Maila Giesder-Pempelforth

Maila Giesder-Pempelforth
Mitarbeiterin Audiodeskription
Schauspiel Leipzig
Bosestr. 1
04109 Leipzig
Tel.: 0341-1268 143 (Do 9-15 Uhr)
Fax.: 0341 – 1268 179
Mail: audiodeskription@schauspiel-leipzig.de
www.schauspiel-leipzig.de

DBSV verabschiedet auf seiner Verwaltungsratssitzung zwei Resolutionen

Liebe Leserinnen und Leser,

der DBSV-Verwaltungsrat hat heute zwei Resolutionen verabschiedet.

Erstens geht es dabei um digitale Barrierefreiheit: Die Website der Kita, der Terminservice beim Bürgeramt, die App der Uni – digitale Angebote, egal ob sie von öffentlichen oder von privaten Anbietern bereitgestellt werden, müssen barrierefrei zugänglich sein. Dafür müssen endlich alle Bundesländer ihrer Pflicht nachkommen und die seit dem 23.09.2018 geltenden europarechtlichen Regelungen zur Barrierefreiheit von Websites und mobilen Apps öffentlicher Stellen in Landesrecht überführen. Um dieser Forderung an die Länder und Kommunen Nachdruck zu verleihen, hat der Verwaltungsrat des DBSV heute die Resolution “Digitale Barrierefreiheit rechtssicher und umfassend voranbringen – Europarechtliche Rahmenbedingungen im Sinne einer inklusiven Gesellschaft nutzen!” verabschiedet. Die Resolution im Wortlaut finden Sie unter:

https://www.dbsv.org/resolution/vwr-2018-res-digi-barr.html

Zweitens stand das Blindengeld auf dem Programm: Mit seiner Resolution “Blindengeld sichern und weiterentwickeln” weist der DBSV darauf hin, dass das Blindengeld jetzt und in der Zukunft ein unverzichtbarer Nachteilsausgleich für eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist. Es ist überfällig, für blinde, hochgradig sehbehinderte und taubblinde Menschen bundesweit einheitliche Lebensbedingungen herzustellen. Ziel bleibt daher die Schaffung einer bundeseinheitlichen gerechten einkommens- und vermögensunabhängigen Geldleistung zum Ausgleich der behinderungsbedingten Nachteile und Mehraufwendungen blinder, hochgradig sehbehinderter und taubblinder Menschen. Die Resolutionen finden Sie unter:

https://www.dbsv.org/resolution/vwr-2018-res-digi-barr.html

https://www.dbsv.org/resolution/vwr-2018-res-blindengeld.html

Der Verwaltungsrat nutzte den Besuch des Staatssekretärs Dr. Wolfgang Dippel aus dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, um ihm beide Resolutionen zu überreichen.

Redaktion:
Andreas Bethke (V.i.S.d.P.)
Volker Lenk

Anschrift:
Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)
Rungestraße 19, 10179 Berlin
Tel.: (030) 28 53 87-0, Fax: (030) 28 53 87-200
E-Mail: mailto:info@dbsv.org
www.dbsv.org

Workshop im Palais Populaire

Liebe Bloggemeinde,

es gibt wieder einen Kunst Workshop

im
PalaisPopulaire
Unter den Linden 5, 10117 Berlin

Workshop Populaire
Rundgang und Workshop für Blinde und Sehbehinderte, mit Tastmodellen
Sonntag, 2.12.2018, 11-13.30 Uhr

Mit der Bitte um zahlreiches Erscheinen!

Wir laden zu einem gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung The World on Paper ein. Nach einem Gespräch mit der Kunstvermittlerin Michaela Englert, in dem einzelne Werke mit Tastmodellen vorgestellt und diskutiert werden, wird anschließend das Erfahrene in einem Kreativworkshop mit der blinden Künstlerin Silja Korn praktisch vertieft.

Hier die Wegbeschreibungen zum Palais Populaire (mp3):

U-6, Friedrichstr. zum Palais Populaire

S-Friedrichstr. zum Palais Populaire

Bus Friedrichstr. /Unter den Linden zum Palais Populaire

Ersatzhaltestelle, Bus Friedrichstr. /Unter den Linden zum Palais Populaire,

Weitere Infos

Augenerkrankungen vermeiden – Welttag des Sehens 2018

Liebe Bloggemeinde,

am 11. Oktober 2018 ist der Welttag des Sehens. Er wird weltweit am zweiten Donnerstag im Oktober gefeiert, um Aufmerksamkeit für Augengesundheit, Blindheit und Sehbehinderung zu schaffen. Rund 217 Millionen Menschen haben eine Sehbehinderung, circa 36 Millionen Menschen sind blind. “75 Prozent aller Erblindungen und Sehbehinderungen können verhindert oder behandelt werden”, stellt die Weltblindenunion (WBU) in einer Erklärung zum Welttag des Sehens fest.

Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet ihre 174 Unterzeichnerstaaten, einen bestmöglichen Zugang zum Gesundheitswesen herzustellen. Dazu gehören auch gemeindenahe und zugängliche Augenbehandlungen. Es gibt jedoch in den meisten Teilen der Welt zu wenig Augenärzte wie auch Optiker und ihre Dienstleistungen sind für viele betroffene Menschen zu teuer oder zu weit entfernt.

Daher fordert die WBU zum Welttag des Sehens, dass auf der ganzen Welt Gelder bereitgestellt werden, um Augenuntersuchungen in Schulen und ländlichen Gegenden voranzutreiben, um angemessenes augenmedizinischen Gerät in Krankenhäusern und Gesundheitszentren anzuschaffen und um mehr Augenärzte und Optiker auszubilden. “Es ist wichtig, dass alle Kinder und Erwachsenen einmal im Jahr eine Augenuntersuchung machen können, um vermeidbare Erblindungen und Sehbehinderungen zu verhindern”, unterstreicht die WBU.

Die WBU fordert außerdem breitgefächerte Öffentlichkeitskampagnen, um ein Bewusstsein für Augenerkrankungen und Augenbehandlungen zu schaffen. Dies ist auch ein Schwerpunkt der Arbeit des DBSV in der Woche des Sehens, die heute startet und bis zum 15. Oktober läuft.

BR-Hörfilme – Aktuelle Terminliste bis Ende Oktober 2018

Liebe Hörfilmfreunde,

bis zum 26.10. wartet ein dickes Paket von Hörfilmpremieren: Im Ersten z.B. die sechsteilige Miniserie „Hindafing” – ein bayerisches „Breaking Bad”, der neue Münchner Tatort „KI”, in dem Batic und Leitmayr mit einer künstlichen Intelligenz konfrontiert werden, Hannelore Elsner und Thomas Schmauser als Mutter und Sohn Mooshammer in „Der große Rudolph”, der Kinofilm „Die Kinder des Fechters” sowie (im Auftrag des HR) das Kammerspiel „Toulouse” und der Finanzthriller „Lehman – Gier frisst Herz”. Außerdem der neue ORF-Tatort „Her mit der Marie” und die TV-Premiere der Doku „Ganz große Oper”.

Im Kino startet am 20.9. unsere AD für den Film „Wackersdorf” über den Widerstand gegen die WAA in den Achtzigern – ob die AD auch über Greta angeboten wird, bitte zum Filmstart prüfen…

Viel Spaß mit den Hörfilmen

Bernd Benecke, Elmar Dosch und Haide Völz
Ressort Wissen und Bildung
Barrierefreie Angebote: Hörfilm/Audiodeskription
Telefon +49 89 5900-26027

Spezielle angebote für blinde und sehbehinderte Wiesenbesucher

Liebe Bloggemeinde,

wer gerne auf die Wiesen gehen möchte, hier ne Info:

Vom 22. September bis zum 7. Oktober ist es wieder soweit: Das Münchner Oktoberfest öffnet die Pforten. Eine barrierefreie Wiesn wird es wohl auf absehbare Zeit nicht geben, doch ein paar Ansätze sind erkennbar. Hier eine Liste der Angebote, die einen Schritt in Richtung „Inklusion“ gehen. Eine Garantie auf eine barrierefreie Durchführung können wir natürlich nicht geben, doch wer es ausprobiert oder andere positive gelungene Inklusions-Erlebnisse erfährt, kann sich gerne bei uns melden und berichten.

Special für blinde Wiesn-Gäste

Fahrgeschäfte mit Begleitung durch das Personal
Fahrt zur Hölle (Straße E, Nr. 4)
Dschungelcamp (Straße 2)

Speisenkarten in Brailleschrift
Ammer Hühner- und Entenbraterei (Wirtsbudenstraße / Straße 2)
Biergarten des Familienplatzls (Straße 3 Ost)
Café Schiebl (Wirtsbudenstraße / Straße 1 West)
Festzelt Fischer Vroni (Wirtsbudenstraße / Straße 1)
Fisch-Bäda (Straße 4 Ost)
Glöckle Wirt (Wirtsbudenstraße / Straße 4 West)
Hühner- und Entenbraterei Heimer (Straße 2)
Goldener Hahn (Wirtsbudenstraße / Straße 2 West)
Wurst- und Hühnerbraterei Heinz (Wirtsbudenstraße / Straße 4 West)
Poschner‘s Hühner- und Entenbraterei. (Wirtsbudenstraße / Straße 3 West)

Imbissstände mit Speisen- und Getränkekarten in Brailleschrift
Brotzeitalm (Straße 3 Ost, Nr. 6)
Wurstbraterei „Zum Gaumenschmaus“ (Wirtsbudenstraße 2)
Halbenmeter-Bratwurststand (Matthias-Pschorr-Straße 3.

Feinkoststände mit Sortimentsliste in Brailleschrift
Angie’s Herzlhütt’n (Matthias-Pschorr-Straße 40), hier kann man die Herzen auch in Braille beschriften lassen
Süßwaren-Standl Zimmermann-Weber (Straße 3, Nr. 17)

Das Redaktionsteam können sie folgendermaßen erreichen:
Mail: bbsb-inform@bbsb.org
Judith Faltl: Telefon 0 89 – 68 52 58
Christian Schöpplein: christian.schoepplein@bbsb.org

Blaues Licht von Smartphones führt zu schweren Augenschäden

Liebe Bloggemeinde,

fast jede/r hat so ein Teil. Voll praktisch … jedoch …

Warum schadet das blaue Licht von Smartphones den Augen?
Smartphones verwenden sogenanntes blaues Licht. Forscher fanden jetzt heraus, dass dieses blaue Licht unseren Augen Schäden zufügen kann. Die Frage ist nur: Wie stark schadet das blaue Licht von Smartphones unseren Augen?

Die Wissenschaftler der University of Toledo in Ohio stellten bei ihrer aktuellen Untersuchung fest, dass das blaue Licht von Smartphones schädlich für die Augen ist. Die Experten untersuchten zudem, wie stark das blaue Licht unseren Augen schadet. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der englischsprachigen Fachzeitschrift “Scientific Reports”. Wie wirkt sich das blaue Licht von Smartphones auf die Augen aus? Das blaue Licht aus Smartphones wird laut Aussage der Forscher durch lebenswichtige Moleküle in unserer Netzhaut absorbiert und löst die Produktion einer giftigen Chemikalie aus, die dann die Zellen abtötet. Dieser Schaden könne zu großen blinden Flecken in unserer Sicht führen, welche das Kennzeichen der sogenannten Makuladegeneration sind, einer Krankheit, die zur Erblindung führt, erklären die Experten.
Smartphones nicht im Dunkeln nutzen!
Die Wissenschaftler erklärten, dass Menschen ihre Smartphones möglichst nicht im Dunkeln benutzen sollten, weil dieses die Pupillen erweitern und dazu führen kann, dass noch mehr schädliches blaues Licht in unsere Augen gelangt. Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist nach Angaben des National Eye Institute die Hauptursache für Sehkraftverlust für Personen über 50 Jahre. Der Zustand tritt auf, wenn die sogenannte Makula beschädigt wird, ein ovaler Bereich nahe der Mitte der Netzhaut, welcher ein scharfes Sehen ermöglicht.
Welche Formen der Behandlung gibt es?
Die Betroffenen werden unter einer verschwommenen Sicht leiden oder sogar blinde Flecken in ihrer zentralen Sicht entwickeln, welche mit dem Absterben der Netzhaut größer werden können, erläutern die Experten. Zu den möglichen Arten der Behandlung gehören Medikamente, welche die Bildung neuer Blutgefäße im Auge verhindern, sowie Lasertherapien, die abnormale Blutgefäße zerstören. Millionen von Menschen sind von AMD betroffen.
Laut der American Academy of Ophthalmology haben etwa 9,1 Millionen Amerikaner eine frühe AMD und 2,1 Millionen im Alter über 50 Jahren eine späte AMD, die ein Stadium mit schwerem Sehverlust darstellt. Diese Zahl wird voraussichtlich steigen, da der Anteil der US-Bevölkerung im Alter von 65 Jahren oder älter weiterhin zunimmt.
Studie konzentrierte sich besonders auf die Netzhaut. Für die aktuelle Studie entschied das Team, sich besonders auf die Netzhaut und eine Form von Vitamin A zu konzentrieren, welche in der Netzhaut vorkommt und das Licht in metabolische Energie umwandelt. Photorezeptorzellen verwenden die Netzhaut, um Licht in Signale umzuwandeln, die dann an das Gehirn weitergesendet werden, erklären die Mediziner. Das menschliche Auge reflektiere sehr gut UV-Licht (beispielsweise von der Sonne), aber es lässt blaues Licht durch und die Netzhaut kann dieses blaue Licht gut absorbieren, sagt Studienautor Dr. Ajith Karunarathne von der University of Toledo.
Sauerstoffzellen werden in toxische Moleküle umgewandelt.
Die Netzhaut, die blaues Licht absorbiert, löst Reaktionen aus, die Sauerstoffzellen in ein toxisches Molekül umwandeln, welches Photorezeptorzellen tötet. Die Forscher testeten, wie schädlich die Netzhautzellen sind, welche blaues Licht absorbiert haben. Wenn Netzhautzellen in andere Zellen wie Krebszellen und Herzzellen injiziert wurden, führte dies dazu, dass diese Zellen ebenfalls absterben. Andere helle Farben beeinträchtigten die Netzhaut nicht
Es gab keine Aktivität, wenn die Netzhaut anderen hellen Farben wie grün, rot oder gelb ausgesetzt war, erläutert Dr. Karunarathne. Das Team fand ein Molekül, ein Vitamin-E-Derivat, bekannt als Alpha-Tocopherol, welches die Zellen am Absterben hindern kann. Wenn die Photorezeptorzellen jedoch einmal beschädigt sind, werden sie für immer geschädigt sein, so dass das Vitamin-E-Derivat derzeit nur Schäden mildert. Wir suchen daher nach weiteren Molekülen, um zu sehen, ob diese die schädliche Reaktion rückgängig machen können, sagt Dr. Karunarathne.
Wie kann ich mich vor blauem Licht schützen?
Wenn wir älter werden, wird die Fähigkeit, Angriffe auf die Netzhaut zu verhindern, schwächer und es wird mehr blaues Licht absorbiert, was zu einer Makuladegeneration führen kann. Es gibt aber einige Möglichkeiten, wie Menschen sich selbst schützen können. Tragen Sie beispielsweise eine Sonnenbrille, welche sowohl UV- als auch blaues Licht filtern kann. Nutzen Sie Blaulichtfilter auf Ihrem Handy und verwenden Sie Smartphones und Tablets nicht im Dunkeln. Das Betrachten von Handys im Dunkeln kann sehr schädlich sein, weil die Pupillen erweitert sind, so dass mehr blaues Licht eindringen und Schaden verursachen kann, fügt Dr. Karunarathne hinzu.
“Heilpraxisnetz”