Schlagwort-Archiv: Blind

Inklusion – PalaisPopulaire

Sehr geehrte Damen und Herren,

bis zum 11.03.2024 zeigen wir den zweiten Teil der Ausstellung „The Struggle of Memory“ mit Arbeiten aus der Sammlung Deutsche Bank, die von Künstler*innen aus Afrika oder mit afrikanischen Wurzeln stammen. Während der erste Teil der Ausstellung hinterfragt hat, welche Rolle die Erinnerung für die Ausbildung von Identität spielt, erforscht der zweite Teil, wie Erinnerungen sich in Landschaft einschreibt. Wie zu jeder Ausstellung laden wir Sie herzlich zu unseren inklusiven, kostenlosen Programmen ein.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Ihr PalaisPopulaire Team

Für diese Führungen muss man sich nicht anmelden.
Führung in Einfacher Sprache
Donnerstag, 16.11., 18-19 Uhr
Bei einem gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung und einem Gespräch in Einfacher Sprache werden ausgewählte Werke vorgestellt und erklärt. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, Ideen und Erfahrungen auszutauschen.

Führung für gehörlose und hörbeeinträchtigte Menschen in DGS
Sonntag, 19.11., 11:30-13 Uhr
Wir laden zu einem gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung und Gespräch mit der Künstlerin Veronika Kranzpiller in DGS (Deutsche Gebärdensprache) ein. Es werden ausgewählte Werke vorgestellt und Raum für einen intensiven Austausch geschaffen.

Führung für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen
Sonntag, 26.11., 11:30-13:30 Uhr
Herzlich möchten wir Sie zu einer Führung durch den zweiten Teil der Ausstellung „The Struggle of Memory“ einladen. Nach einer genauen Bildbeschreibung sprechen die Teilnehmer*innen über Hintergründe, Themen und Inhalte der Kunst. Die Führung wird von der Kunstvermittlerin Dr. Elisabeth Klotz geleitet, danach gibt es Möglichkeit zum Austausch.
Um verbindliche Anmeldung wird gebeten unter palais.populaire@db.com
oder (030) 20 20 93 15

Neben den regelmäßigen inklusiven Rundgängen gibt es die Möglichkeit, Ausstellungsinhalte auch in Audiodeskription und Braille Schrift, Einfacher Sprache sowie in Großschrift zu erfahren. Informationen zu den Räumen und Wegeführungen unterstützen bei der Orientierung. Bitte sprechen Sie dazu den Museumscounter an. Sie sind Ihnen gern behilflich.

PalaisPopulaire
Unter den Linden 5 | 10117 Berlin | Deutschland
Tel.: +49-30 2020 930 | E-Mail: palais.populaire@db.com | palaispopulaire.db.com

Englischkurse für Menschen mit Sehbehinderung

Liebe Leserinnen und Leser,

wollen Sie Ihre Englischkenntnisse auffrischen oder vertiefen? Die Volkshochschule Treptow-Köpenick hat als einzige der Berliner Volkshochschulen ein spezielles Kursangebot für blinde und sehbehinderte Menschen im Programm.

Es handelt sich um einen A1-Kurs für (Wieder-)Einsteiger und einen B1-Kurs für Fortgeschrittene. Der Unterricht findet überwiegend mündlich statt, schriftliches Material wird stark vergrößert auf einem elektrischen Whiteboard dargestellt.

Bei beiden Kursen erhalten Sie die Unterrichtsmaterialien ohne Aufpreis, zudem steht die Kursleiterin telefonisch und per E-Mail bei auftretenden Fragen (z. B. im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung) zur Verfügung.

Kursleiterin in beiden Kursen ist Cathrin Zahavi.
Fachliche Beratung zu den Kursen: Antje Schulze:
Tel. 030 902 97 40 72, E-Mail: antje.schulze@ba-tk.berlin.de

Die Kurse finden statt im VHS Lernzentrum, Baumschulenstraße 79-81, 12437 Berlin, Raum 107 (S-Bahnhof Baumschulenweg, von dort ca. 300 m zu Fuß oder Bus 166, 170, 265 bis Kiefholzstr./Baumschulenstr.)

Englisch A1 – Wiederholungskurs für blinde und sehbehinderte Menschen

Aus der Kursbeschreibung:
Der Schwerpunkt liegt in der Entwicklung des verstehenden Hörens und der Befähigung zum freien Sprechen.
Vorkenntnisse: “verschüttete” Englischkenntnisse

Mittwochs, 15. Februar bis 24. Mai, 15:45 bis 17:15 Uhr (12 Termine)
(außer 8. März sowie 5. und 12. April)

Kosten: 82,20 Euro / ermäßigt 43,80 Euro (Anspruch auf Kursermäßigung – siehe unten)
Zur Kursbuchung

Englisch B1 – Conversation for Blind and Visually Impaired People
(Freies Sprechen für blinde und sehbehinderte Menschen)

Aus der Kursbeschreibung:
Schwerpunkte sind die Entwicklung des verstehenden Hörens und das freie Sprechen.
Vorkenntnisse: “gefestigte” Englischkenntnisse

Mittwochs, 15. Februar bis 24. Mai, 14:00 bis 15:30 Uhr (12 Termine)
(außer 8. März sowie 5. und 12. April)

Kosten: 82,20 EUR / ermäßigt 43,80 Euro (Anspruch auf Kursermäßigung – siehe unten)
Zur Kursbuchung

Anspruch auf eine ermäßigte Kursgebühr haben Empfängerinnen und Empfänger von
Sozialgeld
Arbeitslosengeld
Wohngeld
Asylbewerberleistungen
Kinderzuschlag
Des Weiteren:
Schülerinnen und Schüler
Studierende
Wehr- und Bundesfreiwiligendienstleistende
Auszubildende
Schulabgängerinnen und -abgänger ohne Ausbildungs- oder Arbeitsplatz
Inhaberinnen und Inhaber vom BerlinPass
schulpflichtige Kinder in Eltern-Kind-Veranstaltungen

Martin Oswald
Öffentlichkeitsarbei

Weitere Informationen finden Sie unter www.absv.de

Allgemeiner Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin gegr. 1874 e. V.
älteste Selbsthilfeorganisation der Blinden und Sehbehinderten
Sitz: Auerbachstraße 7, 14193 Berlin
Sekretariat: 030 895 88-0, Fax: 030 895 88-99; www.absv.de

Lookout – Eine App von Google für blinde und sehbehinderte Android-Nutzer

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Arbeitskreis digitale Barrierefreiheit des BBSB informiert:
Lookout – Eine App von Google für blinde und sehbehinderte Android-Nutzer
versprochen ist die App seit 2020, nun hat Google die App auch für den deutschen Markt veröffentlicht. Diese App kann bei der Erkundung der Umgebung in Echtzeit unterstützen, Texte in realtime vorlesen und Geldscheine erkennen.

Die App erkennt auch ziemlich genau Produkte, die ihr vor die Linse gehalten werden und kann somit für den Einkauf oder auch für eine Lagerhaltung gut unterstützen.

Viele werden jetzt sagen, das können andere Apps ja bereits auch und auch schon länger. Dies stimmt selbstverständlich, jedoch hat uns die App
- bei der Geschwindigkeit der Erkennung,
- bei der relativen Genauigkeit bei Objekt-, Produkt- und Texterkennung und
- beim Preis (die App ist kostenlos)
deutlich überzeugt.

Machen Sie selbst gerne auch Ihre eigene Nutzererfahrung.
Unter

https://support.google.com/accessibility/android/answer/9031274?hl=de

findet sich eine Beschreibung,
hier geht es zum Download der App Lookout im Google Playstore.

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.google.android.apps.accessibility.reveal&hl=de&gl=US

Ihr BBSB-Inform

Das Redaktionsteam können sie folgendermaßen erreichen:

- Mail: bbsb-inform[at]bbsb.org
- Judith Faltl: Telefon 0 89 – 68 52 58
- Tobias Michl: Telefon 0 8236 – 958 19 12

“Sehbehindertensonntag” – bundesweiter Aktionsmonat startet am 1. Juni

Liebe Leserinnen und Leser,

am 1. Juni startet der “Sehbehindertensonntag”, ein gemeinsames Projekt von Kirchen und Sehbehindertenselbsthilfe. Bundesweit finden einen Monat lang neben zahlreichen thematischen Gottesdiensten vielfältige Aktionen statt – vom Selbsterfahrungsparcours bis zum inklusiven Picknick. Lesen Sie mehr dazu in der folgenden Pressemitteilung, die der DBSV heute zeitgleich mit den vier Kooperationspartnern von kirchlicher Seite versandt hat.

Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV), der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), des Dachverbandes der evangelischen Blinden- und Sehbehindertenseelsorge (DeBeSS) und des Deutschen Katholischen Blindenwerks (DKBW)

“Sehbehindertensonntag” – bundesweiter Aktionsmonat startet am 1. Juni

Gottesdienste und vielfältige Aktionen zum Thema Sehbehinderung

Berlin, 24. Mai 2022. Warum geht Frau Müller nicht mehr mit nach vorn zum Abendmahl und warum ignoriert Herr Lehmann, wenn ihm die Hand gereicht wird? Viele Menschen mit Sehbeeinträchtigung möchten ihre Behinderung nicht nach außen tragen. In Kirchengemeinden fehlt es deshalb oft an Bewusstsein für dieses Thema und sehbehinderte Menschen stoßen auf Probleme, die teilweise mit ganz einfachen Mitteln und einem klärenden Gespräch aus dem Weg zu räumen wären.

Hier setzt ein Bündnis aus Kirchen und Selbsthilfe mit dem Projekt “Sehbehindertensonntag” an. Vom 1. bis zum 30. Juni finden neben zahlreichen thematischen Gottesdiensten vielfältige Aktionen statt – vom Selbsterfahrungsparcours bis zum inklusiven Picknick. Auch in Gruppen für Kinder, Jugendliche und Senioren wird Sehbehinderung thematisiert. Im Dialog mit Betroffenen sollen Wege gefunden werden, wie Inklusion im Gemeindealltag gelebt werden kann. Die Aktionen werden mit kostenlosen Materialien wie Lesezeichenlupen und Brillen zur Simulation einer Sehbehinderung unterstützt. Die Bestellung der Aktionsmaterialien ist auch kurzfristig noch im Juni möglich (solange der Vorrat reicht).

Initiatoren des Aktionsmonats sind der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), die Deutsche Bischofskonferenz, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), der Dachverband der evangelischen Blinden- und Sehbehindertenseelsorge (DeBeSS) und das Deutsche Katholische Blindenwerk (DKBW). Der “Sehbehindertensonntag” wird gefördert durch die Aktion Mensch.

Weitere Informationen, den Erklärfilm “Sehbehinderung im Kirchenalltag” und eine Liste mit einer Auswahl öffentlicher Aktionen finden Sie unter:
www.sehbehindertensonntag.de

Bundesweiter Sehbehindertentag
Der “Sehbehindertensonntag” findet aus Anlass des Sehbehindertentages 2022 statt. Nach Hochrechnungen aus Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es mehr als eine Million sehbehinderte Menschen in Deutschland. Um auf die Bedürfnisse dieser Menschen aufmerksam zu machen, hat der DBSV im Jahr 1998 einen eigenen Aktionstag eingeführt: den Sehbehindertentag (www.sehbehindertentag.de). Er findet jedes Jahr um den 6. Juni herum zu einem bestimmten Thema statt.

Der 6. Juni 2022 fällt auf den Pfingstmontag. Für den “Sehbehindertensonntag” wird der gesamte Juni 2022 als Aktionszeitraum genutzt.

Redaktion:
Andreas Bethke (V.i.S.d.P.)
Volker Lenk

Anschrift:
Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)
Rungestr. 19, 10179 Berlin
Tel.: (030) 28 53 87-0, Fax: (030) 28 53 87-200
E-Mail: mailto:info@dbsv.org
www.dbsv.org

Mailingliste für hörsehbehinderte und taubblinde Mensche

Der DBSV hat eine Mailingliste für hörsehbehinderte und taubblinde Menschen gestartet. In der Mailingliste geht es um Computer, Smartphones und andere technische Hilfsmittel. Wie bedient man das iPhone mit einer Braillezeile? Wie verbindet man sein Hörgerät mit dem Computer oder Smartphone? Wie stellt man sein Gerät gut für Sehbehinderte ein? Und viele andere Themen. Mitglieder der Mailingliste können Fragen stellen und anderen Tipps geben.
Mitglied der Mailingliste werden kann man unter folgendem Link:

https://www.as-2.de/mailman/listinfo/tbltechnik

Oder Sie schreiben eine Mail ohne Betreff und Text an: tbltechnik-subscribe@as-2.de.

Plattdeutsches Theater für blinde Menschen

Liebe Bloggemeinde,

mit dem Stück “Dat Frollein Wunder” führt das Hamburger Ohnsorg-Theater sein Publikum in die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg:
Die Vorbereitung eines Anglo-German-Swing-Festival führt zu heiter-melancholischen Begegnungen und musikalischem Spaß mit Liedern der 30er- und 40er-Jahre.

Die Vorstellungen am 29. Mai um 16.00 Uhr und am 4. Juni 2022 um 20.00 Uhr werden Menschen mit Seheinschränkungen durch eine Live-Audiodeskription zugänglich.

Ticketreservierungen unter dem Stichwort Hörtheater:
Telefon: 040-35 08 03 21
E-Mail: kasse@ohnsorg.de
(Führhunde bitte anmelden).

NaviLens – digitale Zeichensprache für Smartphones

Liebe Bloggemeinde,

von Chris Welsch.
Als Marc Powell von einem neuen System hörte, das Menschen per Smartphone durch einen Bahnhof lotst, wagte er es kaum zu glauben.

Powell ist blind. Bei ihm zu Hause in England muss er jeden Bahnhof 10–15 Mal besuchen, bevor er sich zurechtfindet. Im spanischen Murcia lernte er das neue System kennen – und ist begeistert.

„Ich stand in einem Bahnhof im Ausland und bin auf Anhieb auf dem richtigen Gleis gelandet – ganz ohne Probleme“, staunt er.

Marc Powell hat NaviLens getestet, eine App, die per Smartphone-Kamera spezielle QR-Codes liest. Aus bis zu zwölf Metern Entfernung erkennt die App einen nur 20 Quadratzentimeter großen NaviLens-Code aus unterschiedlichen Winkeln. Geht man also mit dem Smartphone in der Hand durch einen Bahnhof, entziffert die App die QR-Codes, die neben den anderen Schildern angebracht sind. Über Sprachanweisungen in Echtzeit weist sie dann den Weg: wie weit man laufen muss, wo genau der Zug steht und nicht zuletzt, ob er pünktlich ist.

Unternehmen im Dienst der Gesellschaft
Das Unternehmen NaviLens aus dem spanischen Murcia hat dieses Jahr beim Wettbewerb für Soziale Innovation des EIB-Instituts in der allgemeinen Kategorie den ersten Platz belegt. In dem Wettbewerb werden Unternehmerinnen und Unternehmer ausgezeichnet, die Lösungen für gesellschaftliche Probleme bieten. Die Gewinner erhalten 50 000 Euro Preisgeld und dürfen an einem Business-Mentoring-Programm von Ernst & Young Transaction Advisory Services in Belgien teilnehmen.

„Wir konnten unser Glück kaum fassen“, erinnert sich NaviLens-Mitgründer Javier Pita an die Auszeichnung. „Seit 2012 arbeiten wir mit viel Energie und Geduld an unserem Traum, und jetzt sind wir ihm einen großen Schritt nähergekommen. Für uns ist das eine enorme Anerkennung und auch eine Chance, die Menschen stärker zu sensibilisieren.“

Wohin fährt dieser Zug? Probieren Sie NaviLens aus: Laden Sie die App herunter und richten Sie ihr Telefon auf den Code ©NaviLens

TMB, das U-Bahn- und Busunternehmen der Stadt Barcelona, war der erste große Kunde von NaviLens. 159 U-Bahn-Stationen und 2 400 Bushaltestellen sind hier mittlerweile mit NaviLens-Schildern ausgestattet. Auch die Stadt Murcia nutzt die Schilder im öffentlichen Nahverkehr. In New York testet Brooklyn das System in einer U-Bahn-Station, und Los Angeles hat die bunten Symbole im wichtigsten Bahnhof der Stadt, der Union Station, angebracht.

Digitale Zeichensprache – einfach und zuverlässig
Marc Powell lebt in der Nähe von Cambridge. Er ist beim Royal National Institute of Blind People für die strategische Barrierefreiheit verantwortlich. In Murcia erkundete er mit der NaviLens-Technologie die Stadt und besuchte sogar das archäologische Museum, wo NaviLens Menschen mit Sehbehinderung durch die Ausstellung leitet. „Ich war völlig baff“, erzählt Marc, dessen Institut über 50 Navigationstechnologien getestet und NaviLens für die beste befunden hat. „Das System ist unser klarer Favorit. Es ist leicht zu installieren, und es ist einfach und zuverlässig.“

Javier Pita hat Betriebswirtschaft und Informatik studiert und die meiste Zeit seines Berufslebens an Technologien für Blinde und Menschen mit Sehbehinderung gearbeitet – sein eigener Bruder ist sehbehindert.

Er wollte mit bereits vorhandenen Alltagstechnologien eine möglichst breit einsetzbare Lösung finden. 2012 begann er mit der Universität von Alicante zusammenzuarbeiten, die auch nach Möglichkeiten suchte, um Menschen mit Sehstörungen bei der Orientierung zu helfen.

Javier Pita. Der Mitgründer von NaviLens arbeitet schon lange an Technologien für blinde und sehbehinderte Menschen ©NaviLens

Pita und seine Kolleginnen und Kollegen von der Universität Alicante waren angetan von den QR-Codes, die es bereits seit Anfang der 1990er-Jahre gibt. Einziges Manko: Ein normaler QR-Code muss aus nächster Nähe frontal gescannt werden. Also musste eine neue Variante her, die sich auch von Weitem und aus unterschiedlichen Winkeln leicht ablesen lässt.

Nach fünf Jahren Entwicklungsarbeit war das neue System 2017 fertig: Bunte Codes, die per Smartphone-Kamera gescannt werden, verlinken zu Online-Inhalten. Die App erkennt die Codes sogar unfokussiert. In nur 0,03 Sekunden lädt sie alle Informationen herunter und gibt sie den Benutzern als Sprachanweisungen aus. Je größer der Code, desto größer auch die Entfernung, aus der er gescannt werden kann.

Die App ist kostenlos und funktioniert auf allen iPhones und Android-Geräten, auch auf älteren. Sie ist einfach zu bedienen und dürfte vielen Menschen das Leben erleichtern – ob mit oder ohne Sehbehinderung. Denn sie beherrscht 33 Sprachen und kann etwa in Tokio für den Touristen aus Murcia japanische Schilder und Wegbeschreibungen direkt ins Spanische übersetzen.

Doch auch für andere Bereiche ist die App geeignet. Der Cornflakes-Hersteller Kellogg’s testet NaviLens in einem Pilotprojekt in 60 englischen Supermärkten. Dank der QR-Codes auf seinen Coco Pops finden Menschen mit Sehstörung die Packung im Regal und können außerdem Informationen zu Inhaltsstoffen, Nährwerten oder Allergien abrufen.

Für seine Erfindung erhält NaviLens immer mehr Anerkennung. Das Start-up mit seinen 15 Beschäftigten hat auch in Spanien bereits Preise für soziale Innovation gewonnen und wurde im MIT Technology Review vorgestellt.

Jetzt möchte Javier Pita weitere Städte in Europa und auf anderen Kontinenten von NaviLens überzeugen. Damit sich die 39 Millionen blinden und 246 Millionen sehbehinderten Menschen in der Welt unabhängiger und freier bewegen können.

„Dafür arbeite ich mit viel Herzblut“, verrät er. „Wenn ich sehe, dass Technologie Menschen wirklich hilft, dann weiß ich: Ich tue das Richtige.“

Quelle: eib.org

REHADAT-Hilfsmittelfinder: Schnell zum passenden Hilfsmittel

Sehr geehrte Damen und Herren,

unter www.hilfsmittelfinder.de stellt REHADAT eine neue geführte Hilfsmittelsuche zur Verfügung. Lesen Sie hierzu eine Pressemitteilung von REHADAT:

Der Hilfsmittelfinder führt Nutzerinnen und Nutzer im Dialog mit der digitalen Suchassistentin Ariadne nach maximal vier Fragen zu Hilfsmitteln für unterschiedliche Aktivitäten. Fünf alltagsnahe Kategorien dienen als Einstieg: Arbeiten und Lernen, Sich fortbewegen, Kommunizieren, Körper pflegen sowie Wohnen und Freizeit gestalten. Mit der neuen Suchstrategie erhalten auch Personen ohne Fachkenntnisse einen schnellen Überblick über Hilfsmittel und einen leichteren Einstieg in die komplexe Hilfsmittelversorgung.

Hilfsmittel sind oft ein entscheidender Baustein, um die individuelle Teilhabe zu ermöglichen. Die große Bandbreite reicht von einfachen Alltagshilfen, Mobilitätshilfen, digitalen Kommunikationsmitteln, barrierefreien Wohneinrichtungen bis hin zu Geräten und Maschinen für die Arbeitsgestaltung.

Dazu Mareike Decker, Teamleiterin bei REHADAT: “Alltagsaktivitäten und individuelle Lebensumstände sollten bei der Auswahl der Produkte von Beginn an mitgedacht werden. Diese werden im Hilfsmittelfinder konkret abgefragt und führen zu passenden Produktvorschlägen. Wir bieten so eine Alternative zu bisherigen produktorientierten Suchmöglichkeiten.”

Der Hilfsmittelfinder ist ein Teil von REHADAT-Hilfsmittel, dem neutralen und leistungsträgerübergreifenden Informationsangebot zu Hilfsmitteln und technischen Arbeitshilfen in Deutschland. Alle Produkte sind detailliert beschrieben, bebildert und enthalten Verweise auf Hersteller und/oder Vertriebe.

Hier rufen Sie die Anwendung auf: www.hilfsmittelfinder.de.

Kontakt: Mareike Decker, Tel.: 0221 4981-806, E-Mail: rehadat-hilfsmittel@iwkoeln.de

Über REHADAT: REHADAT ist das zentrale, unabhängige Informationsangebot zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Die Informationen richten sich an Betroffene und alle, die sich für ihre berufliche Teilhabe einsetzen. Alle Angebote sind barrierefrei und kostenlos zugänglich.

REHADAT ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e. V., gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aus dem Ausgleichsfonds.

Quelle: Pressemitteilung REHADAT vom 24.03.2022
BBSB-Inform

BR-Hörfilme: Aktuelle Terminliste bis Anfang April 2022

Liebe Hörfilmfreunde,

anbei die Filme mit Audiodeskription bis Anfang April. Als Premieren warten am kommenden Sonntag der Faschingstatort „Kehraus“ aus München, ein neuer Tatort-Fall aus Wien und weitere Einsätze von „Hubert ohne Staller“. Außerdem gibt es ab 4.3. in der BR Mediathek (und ARD Mediathek) die dreiteilige Doku „Die Nürnberg-Saga“ als Hörfilm, die an Weihnachten noch ohne AD lief. An Ostern gibt es die Hörfassung dann auch im Fernsehen zu erleben.

Hier die Hörfilmliste als .docx

Wegen des russischen Überfalls auf die Ukraine sind Programmänderungen im Ersten und im BR Fernsehen in den nächsten Tagen jederzeit möglich und wahrscheinlich, daher sind alle Termine nicht verbindlich.

Mit besten Grüßen
Bernd Benecke, Elmar Dosch, Diana Urban und Haide Völz

BR Fernsehen

DVBS-Ratgeber – Antrag auf …

Liebe Leserinnen und Leser,

sehr gern machen wir Sie auf das nützliche Nachschlagewerk “Antrag auf … Praktische Hilfen für blinde und sehbehinderte Menschen” aufmerksam, das in aktualisierter Form vom Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e. V. (DVBS) erschienen ist.

Dr. Michael Richter von der “Rechte behinderter Menschen gGmbH” (rbm) und der DVBS haben den Ratgeber auf den neuesten Stand gebracht. In der nunmehr vierten Auflage bietet “Antrag auf …” Informationen u. a. zu den Themen Schwerbehindertenausweis, Steuerfreibetrag, Rundfunkbeitrag, Mobilität, Blindengeld und Blindenhilfe, Hilfsmittel und Krankenkassen, subsidiäre Eingliederungshilfe, berufliche (Wieder-)Eingliederung, Antragsverfahren und -texte.

Wann steht mir Blindengeld zu? Was ist eigentlich Blindenhilfe? Welche Unterstützung gibt es bei der beruflichen (Wieder-)Eingliederung? Was muss ich bei der Antragstellung beachten? Wo kann ich mich beraten lassen? Diese und viele weitere Fragen werden in dem Ratgeber “Antrag auf …” beantwortet. Praxistipps, wie beispielsweise Textbausteine zur Antragstellung, runden das Angebot ab.

Den Ratgeber erhalten Interessierte kostenfrei als Broschüre – eine Hörfassung ist in Arbeit – in der Geschäftsstelle des DVBS:
Tel. 06421 94 88 80, E-Mail: info@dvbs-online.de

Außerdem wird der Ratgeber auf der DVBS-Website zum Download als barrierefreie PDF-Datei angeboten: Antrag auf …

Hinweis: Falls Sie Konkretisierungen in Bezug auf Ihre Antragstellung in Berlin benötigen, wenden Sie sich gerne an die Beraterinnen des ABSV:
- Mit Terminvereinbarung: Tel. 030 895 88-85, E-Mail: sozialberatung@absv.de
- Ohne Terminvereinbarung: An jedem ersten Mittwoch im Monat ist von 15:00 bis 18:00 Uhr ab­wechselnd eine Beraterin in der Ge­schäftsstelle, die ohne Termin­vereinbarung besucht werden kann.

Quelle: ABSV