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Greta & Starks – Juni 2017

Liebe(r) Greta- AnwenderIn,

nachdem der Film Loving schon auf dem Filmfestival in Cannes groß gefeiert wurde, kannst du ab Donnerstag diesen berührenden Film selbst erleben. Loving zeigt die wahre Geschichte um ein Paar aus den Südstaaten, das die Rechtmäßigkeit seiner Ehe vor Gericht erstreiten muss, weil er weiß und sie schwarz ist. Wir wünschen viel Spaß im Kino und sind gespannt auf dein Feedback zu dem Film.

Aktuell im Kino: Loving, Die Mumie, Die Migrantigen (A), In Zeiten des abnehmenden Lichts, Pirates of the Caribbean: Salazars Rache, Hanni & Nanni – Mehr als beste Freunde, Beuys, Ein Tag wie kein anderer, Get Out, Einsamkeit und Sex und Mitleid, Ich. Du. Inklusion, Happy Burnout, Guardians of the Galaxy Vol. 2, Connie & Co. 2, Queen of Katwe, Fast and Furious 8, u.v.m.

Demnächst im Kino: Sommerfest, Ich – Einfach unverbesserlich 3, Bullyparade, Helle Nächte, Cars 3, High Society, Happy End, THOR: Tag der Entscheidung, Coco, Star Wars: The Last Jedi, Hot Dog, u.v.m.

Wie teste ich Greta zuhause?
Greta funktioniert nur, wenn die App den passenden Filmton “hören” kann. Das heißt, auch zuhause klappt die Synchronisation nur, wenn du den Film dazu über DVD, Blu-ray oder VoD abspielst. Damit du vor dem Kinobesuch auch zuhause testen kannst, wie die Synchronisation mit Greta funktioniert, haben wir für dich eine Test-Datei entwickelt. Benutze einfach die Suchfunktion und suche nach Test – Greta & Starks. Folge den Anweisungen und lass Greta zu unserem Kino-Trailer synchronisieren. Damit kann beim nächsten Kinobesuch nichts mehr schiefgehen.

Tipps für Zuhause
Die Kinoversionen die in der App Greta zur Verfügung stehen, funktionieren auch mit der Blu-ray und HD Version der Filme z.B. bei iTunes, Netflix, Maxdome, Amazon, etc. Falls es kleine Abweichungen gibt, kannst du entweder für deinen Streamingdienst die DVD-Version nutzen oder du kannst Greta jederzeit manuell nachsynchronisieren. Perfekter Filmspaß für Zuhause!

Nichts mehr verpassen: Die neuesten Informationen rund um Greta und die aktuellen Filme findest du auch bei Facebook, Twitter oder auf unserer Homepage.

Hast du noch weitere Fragen oder Anregungen? Kontaktiere uns gleich, wir helfen dir gerne weiter! Erzähle uns gerne von deinem Lieblingskinomoment mit oder ohne Greta.

Loving – ab dem 15. Juni im Kino (D-A-CH)
Der berührende Film LOVING erzählt die außergewöhnliche Liebesgeschichte von Richard (Joel Edgerton) und Mildred Loving (Ruth Negga). Er feiert den Mut eines Paares, dessen Leidenschaft stärker ist als das Gesetz, und das damit zu einer Inspiration für Paare auf der ganzen Welt geworden ist.

iebe Grüße,
Dein Greta & Starks Team
Ansprechpartnerin: Seneit Debese

Schönhauser Allee 141 B
10437 Berlin
Telefon: +49 (0) 30 68 91 97 44
Telefax: +49 (0) 30 68 91 97 50
E-Mail: info@gretaundstarks.de
www.gretaundstarks.de

Münchner Volkstheater mit Audiodeskription

Liebe Böoggemeinde,

das Münchner Volkstheater bietet erneut für blinde und sehbehinderte Menschen zwei Aufführungen mit Audiodeskription an! Beide Vorstellungen werden von Rolf Kaiser, Elisabeth Regenhard und Sascha Schulze live beschrieben und mit Funkinduktionstechnik und Kopfhörer übertragen. Wir laden Sie herzlich dazu ein und freuen uns, wenn Sie kommen!

Medea von Euripides mit Live-Audiodeskription am 18.06.2017 um 19.30 Uhr
Regie: Abdullah Kenan Karaca
Premiere: Herbst 2016

Die Tragödie beginnt im Exil. Eine heimatlose Familie auf der Flucht, die Liebenden Medea und Jason finden in Korinth mit ihren Kindern vorläufig Asyl. Die Königstochter Medea hat für ein Leben mit ihrem Geliebten Jason ihre Familie verraten, ihr Land verlassen und vermutlich getötet. Durch die geplante Heirat mit der Tochter des Königs von Korinth erhält Jason das definitive Bleiberecht. Jetzt ist er sozial und wirtschaftlich abgesichert. Medea und den Kindern droht dagegen erneut die Verbannung. Medea ist zutiefst verletzt und traumatisiert wegen Jasons schamloser Missachtung des geschworenen Treueeids. Sie entwirft einen grausamen Racheplan. Aus maßloser Liebe wird maßloser Zorn….

und
Baumeister Solness von Henrik Ibsen mit Live-Audiodeskription am 30. Juni um 19.30 Uhr
Regie: Intendant Christian Stückl
Premiere: März 2017

Der Architekt Solness (gespielt von Maximilian Brückner) hat seine Karriere hauptsächlich auf Kosten der Konkurrenz und Ausnutzung seiner Mitarbeiter aufgebaut. Richtig erfolgreich wurde er allerdings erst, als ihm durch den Brand des Elternhauses seiner Frau ein großes Grundstück zufiel. Infolge des Brandes aber starben seine beiden Kinder. Die empfundene Schuld verdrängt er durch ständiges Streben nach noch mehr Aufträgen und Reichtum. Seine Frau Aline aber zog sich immer mehr zurück , lebt wie in Trance. In dieser Situation taucht eine junge Frau auf.
Vor 10 Jahren hatte Solness ihr versprochen, ihr ein Königreich zu schenken. Nun kommt sie zu ihm mit der Forderung, sein Versprechen einzulösen…

Karten nach Voranmeldung an der Tageskasse unter Telefon 0 89 – 5 23 46 55
Blindenhunde bitte anmelden unter Telefon 0 89 – 5 23 46 55
Freier Eintritt mit Schwerbehindertenausweis.

Münchner Volkstheater
Briennerstraße 50
80336 München

Barrieren in unserem Wohnbezirk

Liebe Bloggemeinde,

zu der Fragestellung: “Auf was für Barrieren stoßen Menschen mit Sehbeeinträchtigung in unserem Wohnbezirk, Charlottenburg?”

Mit Kamera und Diktiergerät im Gepäck, zogen mein Mann und ich gespannt
los. Wir wurden auch ziemlich schnell fündig.

Direkt vor dem U-Bahn Ausgang Wilmersdorfer Straße zur S-Bahn Charlottenburg hin, steht völlig Platz
einnehmend ein hoher Bauzaun im Weg. Schlauerweise hinter(!) einem Baum entlang. Dieser Zaun blockiert den
gewohnten Weg zur S-Bahn. Den anderen Weg, den man dann automatisch nimmt, nehmen muß, führt am Bauzaun entlang direkt auf den Baum zu, aua.
Der Weg ist erst sehr uneben und im weiteren Verlauf stehen auch noch stark behindernd, kreuz und quer abgestellt, viele Fahrräder am Bauzaun entlang herum, an dem ich mich zwangsläufig orientiere und aufpassen muß, daß ich nicht über die Fahrräder stolpere, sich mein Blindenstock nicht in den Speichen verhakt oder ich die Richtung verliere.

Ich brauchte darüber nicht lange nachzudenken, ob ich gleich an dieser Stelle meine Fotos
schieße und erläuterte meinem Mann, wie ich mir die Fotos vorstelle.

Er assistierte mir verbal dabei, indem er mir etwas die Richtung wies, ob ich die Kamera leicht mehr nach links, rechts oder doch eher mehr nach oben oder unten ausrichten muß, um meine Motivauswahl abzulichten, so wie ich es mir vorgestellt habe.
Daheim haben wir dann am Bildschirm diskutiert und 2 Fotos ausgewählt, welche die extrem erschwerte Situation, “der Weg zur S-Bahn” gut verständlich darstellen.
Silja Korn, Baustelle U-Wilmersdorfer Str.
Silja Korn, Baustelle U-Wilmersdorfer Str.

Ab dem 6.6.2017 sind die Fotos in der Ausstellung im ABSV (Auerbachstr. 7, 14193 Berlin) zu betrachten.

Forschungsprojekt AKTILA-BS sucht Interviewpartner

Liebe Bloggemeinde,

AKTILA-BS ist ein überregionales Projekt des Berufsförderungswerkes Würzburg zur Förderung der Teilhabe blinder und sehbehinderter Menschen am Arbeitsleben, an dem auch der DVBS und die blista beteiligt sind. Derzeit werden für das Projekt blinde und sehbehinderte arbeitslose Menschen gesucht, die dazu bereit sind, ein rund einstündiges Telefoninterview mit Mitarbeitern des Forschungsprojektes zu führen.

Inhaltlich geht es dabei neben den persönlichen Daten vor allem um die Art, Ursache und Dauer der Sehschädigung, die berufliche Qualifizierung, evtl. vorhandene berufliche Erfahrung und die bisherigen Bemühungen um einen Arbeitsplatz. Besonderes Augenmerk wird auf Faktoren gelegt, die der Integration bislang im Wege standen sowie auf besonderen Stärken. Die Befragung erfolgt anonym, Außenstehende erfahren nicht, wer welche Angaben gemacht hat, die Kontaktdaten werden verschlüsselt gespeichert und nach Abschluss von AKTILA-BS gelöscht. Die Befragung findet statt in der Zeit von Juni bis Mitte Juli 2017. Wir bitten Sie sehr herzlich, an dieser Befragung teilzunehmen, auch wenn Ihre Arbeitslosigkeit nicht mehr als eineinhalb Jahre zurückliegt.

Rückfragen oder die Bereitschaft zur Teilnahme sind zu richten an die Telefonnummer 030/ 37 44 33 70 oder per Mail an: aktila-bs@interval-berlin.de

Junge Braille-Leserinnen und –Leser gesucht

Liebe Bloggemeinde,

Pädagogen des Forschungsprojektes „ZuBra – Zukunft der Brailleschrift” suchen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 11 bis 22 Jahren, die eine hochgradige Sehbehinderung haben oder blind sind und Brailleschrift gelernt haben. In einer Befragung sollen deren Kompetenzen in Lesen, Hören und Schreiben erfasst und analysiert werden. Diese Lese- und Schreibaufgaben nehmen etwa zwei Stunden in Anspruch und können zu Hause, in der Schule, am Ausbildungs- oder Arbeitsort mit den persönlichen Hilfsmitteln erfolgen. Alle erhobenen Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt und anonymisiert ausgewertet. Das Projekt leiten die Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik Zürich und die Pädagogische Hochschule Heidelberg.

Für die Teilnahmeanmeldung sowie für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte per E-Mail an Martina Schweizer – martina.schweizer@hfh.ch
Weitere Informationen zum Forschungsprojekt ZuBra sind über folgende Links abrufbar:
www.hfh.ch und www.ph-heidelberg.de

Umfrage – Skifahren mit Sehbehinderung

Liebe Leser/innen,

Judith Strack war im letzten Winter bereits als Guide für Sehbehinderte und Blinde Skifahrer/Innen tätig und hat sich nun entschlossen ihre Bachelorarbeit zum Thema „Alpines Skifahren mit Sehbehinderung/Blindheit” zu schreiben.
Sie schrieb an die Redaktion folgendes:

Haben Sie selbst eine Sehschwäche und sind schon einmal Alpin Skigefahren, dann bitte ich Sie sich 10 Minuten Zeit zunehmen und meinen Fragebogen auszufüllen.
Der Fragebogen beinhaltet Fragen zum allgemeinen Skifahren, sowie Fragen zu den Methoden.
Sie finden ihn unter dem folgenden Link:

https://umfrage.uni-landau.de/limesurvey/index.php/677797?lang=de

Haben Sie Probleme beim Ausfüllen, schreiben Sie mir einfach eine Mail
an stra6068@uni-landau.de mit Ihrer Telefonnummer und einer Uhrzeit an der ich Sie am besten erreichen kann. Dann helfe ich Ihnen gerne beim Ausfüllen.
Der Fragebogen ist bis zum 31.Mai offen.
Kennen Sie noch jemanden, der auch eine Sehschwäche hat und schon einmal Alpin Skigefahren ist, wenn ja könnten Sie diesen Link dann bitte weiter senden. Ich freue mich über jeden weiteren Skifahrer / jede weitere Skifahrerin, der / die mir bei meiner Bachelorarbeit hilft.

Ausstellung – KUNSTVERMITTLUNG DES UNSICHTBAREN

Liebe Kunstfreunde,

ich lade Sie herzlichst zur Eröffnung der Ausstellung
KUNSTVERMITTLUNG DES UNSICHTBAREN
-Fotografie von und für Blinde und Sehbehinderte-
im Rahmen meiner Masterarbeit ein.

Schöne Grüße,
Zorana Lalic

KUNSTVERMITTLUNG DES UNSICHTBAREN
-Fotografie von und für Blinde und Sehbehinderte-

Zorana Lalic wird die Werke von Jan Bölsche, Katrin Dinges und Silja Korn vorstellen.

Mit der Ausstellung, welche Teil ihrer Masterarbeit ist, stellt sie die Fotografie in den Kontext der Bilder von und für Blinden und hochgradig Sehbehinderten.

Zusätzlich wird, als Einführung zum Thema Fotografie von und für Blinde und Sehbehinderte, das Video ,”Flimmern” von Zorana Lalić und Katrin Dinges gezeigt werden.

Am ersten Tag der Ausstellung sind die Besucher*innen eingeladen, an einer Podiumsdiskussion mit den Autoren teilzunehmen.

Ausstellungsdauer:
-26. Mai 17-21 Uhr
Vernissage um 17 Uhr

Podiumsdiskussion mit den Autor*innen um 19 Uhr
-27. Mai 16-20 Uhr

Ort: Altes Finanzamt, Schönstedtstraße 7, 12043 Berlin
(Zugang über den Hintereingang)
Betreuer Wolfgang Knapp
Institut für Kunst im Kontext
UDK Berlin
Die Ausstellung wird unterstützt von Altes Finanzamt

Theatergenuss im Münchner Volkstheater mit Audiodeskription

Liebe Bloggemeinde,

das Münchner Volkstheater bietet für blinde und sehbehinderte Menschen am 18. Und 30. Juni erneut zwei Aufführungen mit Audiodeskription an! Beide Vorstellungen werden von Rolf Kaiser, Elisabeth Regenhard und Sascha Schulze live beschrieben und mit Funkinduktionstechnik und Kopfhörer übertragen.

Medea von Euripides mit Live-Audiodeskription am 18.06.2017 um 19.30 Uhr
Regie: Abdullah Kenan Karaca
Premiere: Herbst 2016

Die Tragödie beginnt im Exil. Eine heimatlose Familie auf der Flucht, die Liebenden Medea und Jason finden in Korinth mit ihren Kindern vorläufig Asyl. Die Königstochter Medea hat für ein Leben mit ihrem Geliebten Jason ihre Familie verraten, ihr Land verlassen und vermutlich getötet. Durch die geplante Heirat mit der Tochter des Königs von Korinth erhält Jason das definitive Bleiberecht. Jetzt ist er sozial und wirtschaftlich abgesichert. Medea und den Kindern droht dagegen erneut die Verbannung. Medea ist zutiefst verletzt und traumatisiert wegen Jasons schamloser Missachtung des geschworenen Treueeids. Sie entwirft einen grausamen Racheplan. Aus maßloser Liebe wird maßloser Zorn….

und
Baumeister Solness von Henrik Ibsen mit Live-Audiodeskription am 30. Juni um 19.30 Uhr
Regie: Intendant Christian Stückl
Premiere: März 2017

Der Architekt Solness (gespielt von Maximilian Brückner) hat seine Karriere hauptsächlich auf Kosten der Konkurrenz und Ausnutzung seiner Mitarbeiter aufgebaut. Richtig erfolgreich wurde er allerdings erst, als ihm durch den Brand des Elternhauses seiner Frau ein großes Grundstück zufiel. Infolge des Brandes aber starben seine beiden Kinder. Die empfundene Schuld verdrängt er durch ständiges Streben nach noch mehr Aufträgen und Reichtum. Seine Frau Aline aber zog sich immer mehr zurück , lebt wie in Trance. In dieser Situation taucht eine junge Frau auf.
Vor 10 Jahren hatte Solness ihr versprochen, ihr ein Königreich zu schenken. Nun kommt sie zu ihm mit der Forderung, sein Versprechen einzulösen…

Karten nach Voranmeldung an der Tageskasse unter 089 / 523 46 55
Blindenhunde bitte anmelden unter 089 / 523 46 55
Freier Eintritt mit Schwerbehindertenausweis.

Münchner Volkstheater
Briennerstraße 50
80336 München

Kann ein Radar den Blindenführhund oder den Blindenlangstock ersetzen?

Liebe Bloggemeinde,

wieder hat sich ein Forscher- und Expertenteam auf den Weg gemacht, uns bei der Orientierung bestmöglich zu unterstützen. Lesen sie dazu einen Artikel aus der Zeitschrift Schnecke Nr. 95.
Die Schnecke ist die Zeitschrift der Deutschen Cochlea Implantat Gesellschaft (DCIG).

Bis heute orientieren sich Blinde und Sehbehinderte mit Hilfen wie Blindenhund und Blindenstock. Das Forschungsprojekt RaVis-3D will blinde Menschen mit einem Radarsystem ausstatten, das sie perTonsignal auf Hindernisse aufmerksam macht.

So soll es funktionieren: Mit spezieller Technik am Kopf oder Körper wird die Umgebung per Radar erfasst. Anschließend wird die Umge¬bung in Echtzeit in Audiosignale übersetzt, in eine sogenannte 3D- Audioumgebung, die dem Nutzer über ein Hörgerät dargestellt wird.
Die Technik soll es dem Nutzer möglich machen, Hindernisse zu erkennen, Entfernungen einzuschätzen und sich verhältnismäßig natürlich in der Umgebung zu bewegen. Hindernisse und Bewegungen werden durch Audiosignale mit unterschiedlichen Merkmalen wie Tonhöhe oder Lautstärke dargestellt. Um die 3D- Audioumgebung nutzbar zu machen, ist ein sehr kleines, aber schnelles Rechensystem notwendig, das die Radardaten in Echt¬zeit verarbeitet und das Bewegungen des Nutzers und Drehungen des Kopfes mit einberechnet, um ein frei rotierendes 3D-Umfeld zu erzeugen und über das Hörgerät auszugeben.

Leiter des Projekts, das im Juli 2016 gestartet ist, ist die Kampmann Hörsysteme GmbH. Unterstützt wird das Unternehmen, das dafür neben seinem Standort in Essen derzeit ein weiteres Gebäude auf dem Bochumer Gesundheitscampus errichtet, unter anderem von drei Elektrotechnik-Lehrstühlen der Ruhr-Universität sowie vom Bochumer Institut für Technologie und der SNAP GmbH. Die SNAP ist insbesondere dafür zuständig, die entwickelte Technik möglichst einfach benutzbar zu machen. Hier geht es darum, sinnvolle Reize zu setzen, ohne den Nutzer zu überfordern. Beispielsweise ist offen, ob Audiosignale über ein Hörgerät für die Orientierung ausreichen, oder ob taktile Signale – also ein kurzes „Antippen” eines Gerätes auf der Haut – eine zu¬sätzliche Hilfestellung sein kann.

Die SNAP GmbH mit Sitz im BioMedizinZentrum Bochum ist ein Spezialist im Bereich der Benutzerfreundlichkeit bei Assistenzsystemen für Behin¬derte und wurde 2010 mit Unterstützung der Stadt Bochum ins Leben gerufen.
Zusätzlich wird das Projekt durch die assoziierten Partner Dräger &. Lienert Informationsmanagement GbR aus Marburg, das Berufsförderungswerk Halle (Saale) und die CN Hearing GmbH begleitet, die jeweils ihre Expertise in das Projekt einbringen. Das Projekt wird durch die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

Herausgeber: Deutsche Cochlea Implantat Gesellschaft e.V.
Geschäftsführer: Dr. Roland Zeh
Hauptstraße 43
D-89250 Senden
Telefon: 0 73 07 – 9 25 71 76
E-Mail: uwe.knuepfer@redaktion-schnecke.de
www.schnecke-online.de

Quelle: BBSB

Einkaufen mit Sehbehinderung?

Liebe Bloggemeinde,

die Zahl der Menschen mit Sehbehinderung wächst stetig.
Wen wundert es, daß diese Zielgruppe nun “umworben” wird?
Ob das mit sinkenden Umsatzzahlen oder mit Kundenfreundlichkeit zu tun hat, ist spekulativ.
Sehbehinderte gibt es ja schon länger und bisher standen nur wenige Betreiber mit Rat und Tat zur Seite.
Nach wie vor ist es vielerorts oft schwierig, im Geschäft, besonders bei den Discountern, Hilfe beim Einkauf zu bekommen.

Bei Kleidung wird es kompliziert. Ein T-Shirt in weiss, Größe M, ist schnell besorgt.
Jedoch einfach mal “bummeln gehen”, keine klare Vorstellung zu haben, von Kleiderständer zu Kleiderständer gehen und “einfach mal schauen” was es so gibt (Frauen sind so), ist für Menschen mit Sehbehinderung und vor allem für blinde äusserst schwer.

Alleine Einkaufen ist für Menschen mit Sehbehinderung und für blinde erst recht, leider meistens immer noch ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang.
Kleingedruckte Preise, Produkte an anderen Stellen sind nicht hilfreich. Kein Mitarbeiter steht zur Verfügung oder diese/r ist nach 10 Minuten völlig genervt. Teure Produkte werden oft zuerst genannt. Informationen über Inhaltsstoffe, Nährwerte, etc., sind schwer zu oder gar nicht zu bekommen.
Ein Bericht dazu im Handelsjournal.