Schlagwort-Archiv: Sehbehinderung

Einladung zum Wanderrudern auf der Donau

Liebe Bloggemeinde,

jedes Jahr im Juni starten Dutzende Wassersportler in Ingolstadt auf der Donau, um bis zum Schwarzen Meer zu paddeln – oder wenigstens ein paar Teilstrecken. Auch Ruderer nehmen an dem Abenteuer teil, genießen die Landschaft und die Gemeinschaft, übernachten im Zelt, erfahren viel über Land und Leute. Die “sitzende Sportart” Rudern ist für Menschen aller Altersgruppen geeignet und schnell erlernt; zum Wanderrudern muss man eher Ausdauer als Kraft mitbringen. Was also sollte auch sehbehinderte und blinde Menschen hindern, sich auf dieses Ferienabenteuer einzulassen? Manfred Kreusel vom Marburger Ruderverein plant die inklusive Rudertour. Interessierte erreichen ihn per
E-Mail: Manfred.Kreusel@unitybox.de.

Apps der Zukunft?

Liebe Bloggemeinde,

es gibt inzwischen mehrere Apps, die im Alltagsleben für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung mit Informationen aufwarten. Die Entwicklungen schreiten rasant voran.
Das Thema „maschinelle Erkennung mit Hilfe künstlicher neuronaler Netze” entwickelt sich derzeit quasi mit Überlichtgeschwindigkeit. In zwei Jahren werden wir sicherlich über Apps und Geräte verfügen können, von denen man
aktuell – als Mensch im Allgemeinen und als blinder Mensch im Besonderen – nur träumen kann.

So bringt beispielsweise “Be My Eyes” sehende, sehbehinderte und blinde Nutzer via Crowdsourcing zusammen. Bei der App
„TapTapSee” erfolgt zunächst eine maschinelle Erkennung, erst wenn diese nicht präzise genug ist, wird das Foto an menschliche Helfer weitergeleitet.

Die App “Aipoly vision” nutzt künstliche Intelligenz, um Bilder zu erkennen. Die Erkennung erfolgt dabei nicht auf einem Server irgendwo in der Welt, über den man selbst keine Kontrolle hat, sondern auf dem eigenen Smartphone und zudem fast in Echtzeit: Man richtet die Kamera auf ein Objekt, hört eine Beschreibung, wandert mit der Kamera weiter, hört eine weitere Beschreibung – und kann so äußerst schnell einen ganzen Raum erkunden. Die grundsätzlich kostenlose App erkennt nach entsprechenden InApp-Käufen auch Geldscheine, Barcodes und QR-Codes.

Vermutlich brauchen wir in Zukunft nicht mehr für jede “Erkennungsart” verschiedene Apps, sondern finden Funktionen wie Objekt-, Barcode-, QR-Code und Personenerkennung in einer einzigen App. Dies ist auch ein erklärtes Ziel der OrCam, die noch in diesem Jahr in einer überarbeiteten Version angeboten werden soll, die dann neben der Vorlesefunktion, der Geldschein- und Gesichtererkennung auch Barcodes lesen wird.

Entnommen aus dem blista-Newsletter “Beruf & Karriere” 5 – 08/2017,

Führungen für die Sonderausstellung Energie.wenden

Liebe Bloggemeinde,

Für die Sonderausstellung energie.wenden im Deutschen Museum in München gibt es Führungen für blinde und sehbehinderte Menschen am 28.7., 29.9. und 24.11.
Wenn sie mitgehen möchten, melden sie sich bitte bis spätestens 2 Tage vor dem Termin an.
Pro Termin können bis zu 10 Personen + deren Begleitungen mitgehen.
Sie können auch ohne eigene Begleitung teilnehmen. Informieren sie darüber bitte das Museumsteam bei ihrer Anmeldung.
Die Mitnahme von Blindenstöcken sowie Assistenzhunden (gegen Vorlage eines Nachweises) ist erlaubt.
Die Tickets für den Eintritt ins Museum erhalten Sie an der Kasse im Innenhof. Treffpunkt ist die Eingangshalle des Deutschen Museums.

Hinweise zur Barrierefreiheit
Der Eintrittspreis für Menschen mit Behinderungen ist ermäßigt. Kosten pro Teilnehmer für den Museumseintritt: 7 €. Die im Ausweis eingetragene Begleitperson hat freien Eintritt.

Kontakt:
Deutsches Museum
Besucherservice
Museumsinsel 1
80538 München
Telefon: 0 89 – 21 79 333
Fax: 0 89 – 21 79 99 333 oder 599
Mailto: besucherservice@deutsches-museum.de
Internet: besucherservice@deutsches-museum.de
Täglich von 9 bis 15 Uhr

Münchner Volkstheater mit Audiodeskription

Liebe Böoggemeinde,

das Münchner Volkstheater bietet erneut für blinde und sehbehinderte Menschen zwei Aufführungen mit Audiodeskription an! Beide Vorstellungen werden von Rolf Kaiser, Elisabeth Regenhard und Sascha Schulze live beschrieben und mit Funkinduktionstechnik und Kopfhörer übertragen. Wir laden Sie herzlich dazu ein und freuen uns, wenn Sie kommen!

Medea von Euripides mit Live-Audiodeskription am 18.06.2017 um 19.30 Uhr
Regie: Abdullah Kenan Karaca
Premiere: Herbst 2016

Die Tragödie beginnt im Exil. Eine heimatlose Familie auf der Flucht, die Liebenden Medea und Jason finden in Korinth mit ihren Kindern vorläufig Asyl. Die Königstochter Medea hat für ein Leben mit ihrem Geliebten Jason ihre Familie verraten, ihr Land verlassen und vermutlich getötet. Durch die geplante Heirat mit der Tochter des Königs von Korinth erhält Jason das definitive Bleiberecht. Jetzt ist er sozial und wirtschaftlich abgesichert. Medea und den Kindern droht dagegen erneut die Verbannung. Medea ist zutiefst verletzt und traumatisiert wegen Jasons schamloser Missachtung des geschworenen Treueeids. Sie entwirft einen grausamen Racheplan. Aus maßloser Liebe wird maßloser Zorn….

und
Baumeister Solness von Henrik Ibsen mit Live-Audiodeskription am 30. Juni um 19.30 Uhr
Regie: Intendant Christian Stückl
Premiere: März 2017

Der Architekt Solness (gespielt von Maximilian Brückner) hat seine Karriere hauptsächlich auf Kosten der Konkurrenz und Ausnutzung seiner Mitarbeiter aufgebaut. Richtig erfolgreich wurde er allerdings erst, als ihm durch den Brand des Elternhauses seiner Frau ein großes Grundstück zufiel. Infolge des Brandes aber starben seine beiden Kinder. Die empfundene Schuld verdrängt er durch ständiges Streben nach noch mehr Aufträgen und Reichtum. Seine Frau Aline aber zog sich immer mehr zurück , lebt wie in Trance. In dieser Situation taucht eine junge Frau auf.
Vor 10 Jahren hatte Solness ihr versprochen, ihr ein Königreich zu schenken. Nun kommt sie zu ihm mit der Forderung, sein Versprechen einzulösen…

Karten nach Voranmeldung an der Tageskasse unter Telefon 0 89 – 5 23 46 55
Blindenhunde bitte anmelden unter Telefon 0 89 – 5 23 46 55
Freier Eintritt mit Schwerbehindertenausweis.

Münchner Volkstheater
Briennerstraße 50
80336 München

Umfrage – Skifahren mit Sehbehinderung

Liebe Leser/innen,

Judith Strack war im letzten Winter bereits als Guide für Sehbehinderte und Blinde Skifahrer/Innen tätig und hat sich nun entschlossen ihre Bachelorarbeit zum Thema „Alpines Skifahren mit Sehbehinderung/Blindheit” zu schreiben.
Sie schrieb an die Redaktion folgendes:

Haben Sie selbst eine Sehschwäche und sind schon einmal Alpin Skigefahren, dann bitte ich Sie sich 10 Minuten Zeit zunehmen und meinen Fragebogen auszufüllen.
Der Fragebogen beinhaltet Fragen zum allgemeinen Skifahren, sowie Fragen zu den Methoden.
Sie finden ihn unter dem folgenden Link:

https://umfrage.uni-landau.de/limesurvey/index.php/677797?lang=de

Haben Sie Probleme beim Ausfüllen, schreiben Sie mir einfach eine Mail
an stra6068@uni-landau.de mit Ihrer Telefonnummer und einer Uhrzeit an der ich Sie am besten erreichen kann. Dann helfe ich Ihnen gerne beim Ausfüllen.
Der Fragebogen ist bis zum 31.Mai offen.
Kennen Sie noch jemanden, der auch eine Sehschwäche hat und schon einmal Alpin Skigefahren ist, wenn ja könnten Sie diesen Link dann bitte weiter senden. Ich freue mich über jeden weiteren Skifahrer / jede weitere Skifahrerin, der / die mir bei meiner Bachelorarbeit hilft.

Einkaufen mit Sehbehinderung?

Liebe Bloggemeinde,

die Zahl der Menschen mit Sehbehinderung wächst stetig.
Wen wundert es, daß diese Zielgruppe nun “umworben” wird?
Ob das mit sinkenden Umsatzzahlen oder mit Kundenfreundlichkeit zu tun hat, ist spekulativ.
Sehbehinderte gibt es ja schon länger und bisher standen nur wenige Betreiber mit Rat und Tat zur Seite.
Nach wie vor ist es vielerorts oft schwierig, im Geschäft, besonders bei den Discountern, Hilfe beim Einkauf zu bekommen.

Bei Kleidung wird es kompliziert. Ein T-Shirt in weiss, Größe M, ist schnell besorgt.
Jedoch einfach mal “bummeln gehen”, keine klare Vorstellung zu haben, von Kleiderständer zu Kleiderständer gehen und “einfach mal schauen” was es so gibt (Frauen sind so), ist für Menschen mit Sehbehinderung und vor allem für blinde äusserst schwer.

Alleine Einkaufen ist für Menschen mit Sehbehinderung und für blinde erst recht, leider meistens immer noch ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang.
Kleingedruckte Preise, Produkte an anderen Stellen sind nicht hilfreich. Kein Mitarbeiter steht zur Verfügung oder diese/r ist nach 10 Minuten völlig genervt. Teure Produkte werden oft zuerst genannt. Informationen über Inhaltsstoffe, Nährwerte, etc., sind schwer zu oder gar nicht zu bekommen.
Ein Bericht dazu im Handelsjournal.

Klettern für Menschen mit Beeinträchtigungen

Liebe Bloggemeinde,

die Sektion Berlin des Deutschen Alpenverein e.V. lädt, in Kooperation mit dem Behinderten- und Rehabilitations Sportverband Berlin e.V. am 25. März 2017 in der Zeit von 14-18 Uhr in das
DAV Kletterzentrum Berlin,
Seydlitzstr. 1H, 10557 Berlin ein.

Für Kinder und Erwachsene mit Handicap ist der Eintritt frei.

Anmeldung bitte unter paraclimbing@dav-berlin.de

Weitere Informationen unter:
http://www.dav-berlin.de/index.php/1027-tag-des-paraclimbing-am-25-maerz-2017

Ein Bericht über eine meiner Kletteraktionen: http://siljakorn.de/kletter.shtml

Digitale Bildung für sehbehinderte Menschen

Liebe Bloggemeinde,

Samuel Ensenberger studiert Soziale Arbeit an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt und führt im Rahmen seiner Bachelorarbeit eine Befragung zum Thema „Digitale Bildungsangebote für sehbehinderte Menschen“ durch. Er bittet sie, die nachfolgenden Fragen zu den Themenbereichen Internetnutzung, Lernverhalten und Gerätenutzung zu beantworten.

Für die Teilnahme an der Umfrage klicken sie bitte auf diesen Link:
http://www.unipark.de/uc/digitalebildung
Dieser führt direkt zur Online-Umfrage auf dem Portal Unipark. Dort findet sich ein digitaler Fragebogen der online bearbeitet werden kann.

Es handelt sich um insgesamt 11 Fragen. Die zeitliche Dauer dieser Erhebung ist sehr individuell und hängt stark von der jeweiligen Sehbehinderung ab.

Bitte beantworten Sie den Fragebogen online bis zum 20.01.2017
Selbstverständlich werden die Daten anonymisiert behandelt und ausgewertet.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Samuel Ensenberger

Umfrage zu LPF Techniken und Strategie

Liebe Bloggemeinde,

Studentin sucht Mitmacher für Umfrage zu LPF Techniken und Strategie
Andrea Schnitzmeier studiert Lehramt für sonderpädagogische Förderung an der Technischen Universität Dortmund. Unter der Betreuung von Prof. Dr. Renate Walthes und Dr. Birgit Drolshagen schreibt sie ihre Masterarbeit im Fachbereich Rehabilitation und Pädagogik bei Blindheit und Sehbehinderung.
Das zentrale Thema der Arbeit ist die Bedeutung der in Schulungen zu lebenspraktischen Fähigkeiten vermittelten Strategien/Techniken im Alltag.

Dazu startete sie eine Online-Befragung die sich an blinde und sehbeeinträchtigte Erwachsene richtet, die innerhalb der letzten fünf Jahre eine LPF-Schulung absolviert haben und ihre Erfahrungen für eine Felderschließungsstudie preisgeben möchten.

Der Fragebogen ist sehr kurz gehalten, bietet aber dennoch die Möglichkeit Erfahrungen mit neu erlernten Strategien/Techniken, deren Bedeutung und Bewertung mitzuteilen. Alle Angaben werden dabei streng vertraulich behandelt und anonym verwertet.

Link zur Umfrage:
https://umfragen.tu-dortmund.de/index.php/967352/lang-de

Bei Fragen steht Frau Schnitzmeier per E-Mail gern zur Verfügung.
Mailto: andrea.schnitzmeier@tu-dortmund.de