Schlagwort-Archiv: Taubblind

Wie Taubblinde das Leben erfühlen

Liebe Leserinnen und Leser,

Verantwortlich für den folgenden Text ist: Mittelbayerische Bayern-Nachrichten

Lucas kann weder sehen noch hören – so wie 9000 andere Bundesbürger. Der Bub lernt, die Welt mit Händen zu greifen.

Würzburg. Lucas ist neun Jahre alt. Wenn andere Kinder in seinem Alter nicht zuhören möchten, halten sie sich die Ohren zu. Lucas ist taubblind.
Seine Hände sind für ihn sein Schlüssel zur Welt. Mit Handbewegungen beschreiben seine Gesprächspartner Dinge und Tätigkeiten – ähnlich wie bei der Gebärdensprache. Nur dass Lucas die Bewegungen nicht sieht, sondern sie erfühlt. Er gebärdet taktil. Möchte er keinen Kontakt, entzieht er anderen Menschen seine Hände.
Heute möchte Lucas Kontakt. Der Neunjährige mit dem hellblonden Kurzhaarschnitt ist seit seiner Geburt taubblind. Seitdem wird er vom Würzburger Blindeninstitut gefördert. Seit fünf Jahren lebt er hier in einer Wohneinrichtung, gemeinsam mit vier weiteren Jungen aus Bayern. Das Blindeninstitut begleitet seit mehr als 160 Jahren sehbehinderte Menschen in Würzburg, seit 40 Jahren gibt es einen Förderschwerpunkt für Taubblinde.

Erzieherin Stefanie Tröster führt Lucas in den Wohnraum. Sie geht hinter ihm her und hält ihn sanft an beiden Armen. Nach ein paar Schritten lässt Lucas los, tastet sich an der Wand entlang und geht allein in die Küche. Tröster bereitet ihm eine Kiste mit Essen vor, die sie gemeinsam an seinen Platz an der Stirnseite des Tisches tragen. Die Erzieherin teilt Lucas mit, dass er nun essen kann. Dafür legt sie ihre Hände unter seine – die Hände des Sprechers liegen beim taktilen Gebärden immer unten – und führt seine Hand zum Mund, die Gebärde für Essen. Danach streicht sie mit ihrer Hand über seine. Lucas versteht: Er soll sich sein Brötchen schmieren. Nacheinander nimmt Lucas die Gegenstände aus der Kiste, fühlt die Brottüte und hält sich die Wurstpackung ganz dicht vor sein linkes Auge. „Auf dem linken Auge hat Lucas einen winzigen Sehrest, mit dem er noch Farben wahrnehmen kann”, sagt Tröster. Da die Sehkraft weniger als zwei Prozent beträgt, ist er per Definition blind. 9000 Taubblinde gibt es nach Schätzung der Arbeitsgemeinschaft der Taubblinden bundesweit, der Bayrische Blinden- und Sehbehindertenbund spricht von 370 Taubblinden in Bayern. Wie viele es genau sind, wird statistisch nicht erfasst, wie bei Blinden.
Lucas gebärdet beim Essen von seinem Tag. In der Schule war er beim Schwimmen. An seinen Fingern zählt er ab – noch fünfmal schlafen, dann darf er wieder ins Becken. Lucas’ Gebärden sind teils allgemeinverständlich, wie das „Ja”: eine Faust, die wie der Kopf nickt. Teils erschaffen er und seine Betreuer eigene Zeichen.
Jede Person in Lucas’ Umfeld bekommt eine Gebärde. Sein Mitbewohner Patrick hat kurze fransige Haare. Die Gebärde für ihn ist Streichen über die Stirn. „Besonders wichtig sind für Lucas Erkennungsarmbänder, an ihnen erfühlt er Personen”, sagt Taubblindenassistentin Tabea Sadowski. Sie hat ihrem Schüler einen Großteil des taktilen Gebärdens beigebracht. Ihr Schützling hat ein Cochlea-Implantat, das Audiosignale an das Gehirn überträgt. Seit einem Dreivierteljahr kann Lucas damit etwas hören, aber seine Betreuer sind sich nicht sicher, ob er bereits in der Lage ist, Sprache von anderen Geräuschen zu unterscheiden. Barbara Büchner trainiert Lucas’ Mobilität – übt mit ihm, sich zu orientieren. „Lucas ist sehr neugierig, was ungewöhnlich für taubblinde Kinder ist”, sagt sie. Nicht sehen und nicht hören – Leben ohne die zwei wohl wichtigsten Sinne, wer könnte das schon? Lucas kann. Er nutzt seinen Körper als Maßeinheit. Auch sein Blindenstock hilft ihm. Lucas misst alles aus. Den Weg zur Schule kennt der Neunjährige auswendig, sein Gedächtnis ersetzt seine Augen.

Informationen von:
https://www.mittelbayerische.de/bayern-nachrichten/wie-taubblinde-das-leben-erfuehlen-21705-art1790477.html

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© Taubblinden-Info
Redaktion: Sven Fiedler
Kontakt: sven.fiedler@tbl-info.org

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Deutsches Taubblindenwerk – Frühling mit allen Sinnen erleben

Liebe Bloggemeinde,

bereits zum 6. Mal findet der Frühlingsmarkt im Deutschen Taubblindenwerk in Hannover statt. Am 17. Mai verkaufen Schüler und Mitarbeiter besondere Garten- und Balkonpflanzen und laden Besucher ein zu einer herzhaften Bratwurst und süßen Kuchenstücken. Musik kommt von der hauseigenen Band „Turbulenzen”. Ein Besuch lohnt sich.

Intensiv, leicht scharf und sehr aromatisch, so schmeckt türkische Rauke. Diese und viele andere Pflanzen erwachen im Frühjahr in den Gewächshäusern des Deutschen Taubblindenwerks in Fischbeck und stehen beim Frühlingsmarkt in Hannover am 17. Mai 2019 zum Verkauf. Schüler und Mitarbeiter laden alle Nachbarn, Gartenfreude und Hannoveraner ins Deutsche Taubblindenwerk ein, um ein großes Sortiment an Blumen und Pflanzen mit allen Sinnen zu entdecken.

Darüber hinaus können Familien mit Kindern die Bastelaktion nutzen, alle Interessierten die neu eröffnete Werkstatt für behinderte Menschen besichtigen und im Werkstattladen „Maulwurfshügel” Geschenkartikel aus Ton, Filz oder Papier einkaufen. Musikalisch begleitet wird der Frühlingsmarkt von taubblinden und hörsehbehinderten Musikern der Band „Turbulenzen” des Deutschen Taubblindenwerks.

Seit 2014 findet der Frühlingsmarkt statt und lockt jedes Jahr mehr Besucher. „Bereits im ersten Jahr war klar, dass die Veranstaltung ein großer Erfolg ist”, erzählt Ronja Thimm stolz. „Die Schüler sind schon ganz aufgeregt und wissen aber auch, dass sie noch fleißig arbeiten müssen, bis die Regale im Maulwurfshügel gefüllt sind”, ergänzt die Leiterin des Werkstattladens lächelnd.

Die Werkstufe ist fester Bestandteil der Schullaufbahn im Deutschen Taubblindenwerk und hat das Ziel, Schüler zwischen der 10. und 12. Klasse auf die Teilhabe an der Arbeitswelt und der Gesellschaft vorzubereiten. Die Inhalte orientieren sich an blindenhandwerklichen Tätigkeiten sowie an industrieller Arbeit, wie sie in Werkstätten für behinderte Menschen ausgeführt werden.

Schüler und Mitarbeiter freuen sich auf zahlreiche Besucher beim 6. Frühlingsmarkt im:
Deutschen Taubblindenwerk
Albert-Schweitzer-Hof 27
30559 Hannover
(Eingang über Kühnsstraße 22)
am Freitag, 17. Mai 2019, von 11 bis 17 Uhr.

Wir freuen uns über eine Terminankündigung und Berichterstattung. Für Fragen und druckfähiges Bildmaterial sprechen Sie uns gern an.

Mit besten Grüßen
Anne Siegmund

Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0511 – 51 00 8-6617
Telefax: 0511 – 51 00 8-57
E-Mail: a.siegmund@taubblindenwerk.de
Home: www.taubblindenwerk.de

Quelle: Deutsches Taubblindenwerk / Hannover

Umfrage für taubblinde/hörsehbehinderte Menschen über Taubblindenassistenz

Liebe Taubblinde und Hörsehbehinderte,

wir wollen eine neue Umfrage für Taubblinde und Hörsehbehinderte machen.
Das Thema ist TBA und Assistenten.
In Deutschland werden Taubblindenassistenten für die Taubblinden und Hörsehbehinderten ausgebildet.
Es gibt verschiedene Personen als TBA:
- gehörlose TBA / schwerhörige TBA
- hörende TBA
- Gebärdensprachdolmetscher als TBA
Alle diese Personen können Taubblinde und Hörsehbehinderte Menschen begleiten.

Wir wollen heraus finden, welche TBA-Personen am meisten gebraucht werden von taubblinden und hörsehbehinderten Menschen.
Dann können die TBA-Quali in Nürnberg, Recklinghausen und Hannover besser entscheiden, welche Personen als TBA ausgebildet werden können.
Wenn Taubblinde und Hörsehbehinderte am liebsten gehörlose und schwerhörige TBA wollen, dann sollen alle TBA-Qualis in Zukunft darauf achten, dass mehr gehörlose und schwerhörige TBA ausgebildet werden.
Oder wenn man sich mehr hörende TBA wünscht, dass mehr hörende TBA ausgebildet werden.

Deshalb ist eure Unterstützung sehr wichtig
und ich bitte euch den Fragebogen zum Thema “TBA” auszufüllen.

Der Fragebogen ist hier.

Bitte die Info und möglichst den Fragebogen,
an alle Taubblinden und Hörsehbehinderten weiterleiten.

Die Antworten der Umfrage werden von mir sorgsam und anonym behandelt. Die Fragebögen und die darin verwendeten E-Mailadressen werden nicht dauerhaft gespeichert, sondern nach 3 Monaten wieder gelöscht.
Wichtig! Bitte sendet den ausgefüllten Fragebogen im DOC Format.
Bitte nicht als JPG, PDF, DOCX-Format!
Ihr könnt den ausgefüllten Fragebogen an umfrage@tbl-info.org schicken.

Mit freundlichen Grüßen
Sven Fiedler
Leitung
Taubblinden-Info / DTBLV
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© Taubblinden-Info
Redaktion: Sven Fiedler
Kontakt: sven.fiedler@tbl-info.org

Ergebnis der Umfrage zum Thema Kommunikation

Liebe Leserinnen und Leser,

Ergebnis der Umfrage zum Thema Kommunikation

Letztes Jahr hat TBL-Info / DTBLV eine Umfrage zum Thema Kommunikation von Taubblinden und Hörsehbehinderten erstellt und verteilt.
Die Umfrage ist jetzt beendet und das Ergebnis wurde in einer Tabelle zusammengestellt.
Die Tabelle könnt ihr hier finden und lesen:
http://www.tbl-info.org/umfrage_kommunikation_ergebnis.html

Bald kommt eine neue Umfrage für Taubblinde und Hörsehbehinderte.

Mit freundlichen Grüßen
Sven Fiedler

Redaktion: Sven Fiedler
Kontakt: sven.fiedler@tbl-info.org

Qualifizierung zum/zur Taubblindenassistenten/Taubblindenassistentin

Liebe Bloggemeinde,

der Text der Stiftung St. Franziskus

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns Ihnen heute die Ausschreibung für die Qualifizierung zum/zur Taubblindenassistenten/Taubblindenassistentin zukommen lassen zu dürfen.
Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen bis 08.06.2019 an Frau Ann-Katrin Staiger.

Die Teilnehmergebühr beträgt 600,- Euro. Das Lehrbuch Taubblindenassistenz ist im Preis enthalten. Nicht enthalten sind die Kosten für Fahrt, Übernachtung und Verpflegung außerhalb der Kurszeiten.

Die Qualifizierung umfasst acht Kursblöcke mit derzeit geplanten 158 Unterrichtseinheiten (je 45 Minuten). Diese Kursblöcke finden in der Regel an Wochenenden statt. Die Termine können Sie auf dem beigefügten Bewerbungsformular einsehen. Hinzu kommen 50 Unterrichtseinheiten für Hospitationen und Praktika, die während der Qualifizierung absolviert werden müssen.

Die Abschlussprüfung besteht aus schriftlichen Klausuren und praktischen Prüfungsteilen. Detaillierte Informationen
zur Prüfung enthält die Prüfungsordnung der stiftung st. franziskus heiligenbronn. Diese wird den Teilnehmer/innen nach dem Auswahlverfahren zur Verfügung gestellt. Nach Bestehen der Abschlussprüfung erhalten die Absolventen/innen
das Zertifikat Geprüfte/r Taubblindenassistent/in (GFTB).
Somit erwerben die Teilnehmer/innen die derzeitig einzig mögliche Zertifizierung in Deutschland.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Projektleitung TBA-Qualifizierung
Wolfgang Hug
wolfgang.hug@stiftung-st-franziskus.de
Tel: 07461 5144 262

Koordination Taubblindenarbeit
Ann-Katrin Staiger
ann-katrin.staiger@stiftung-st-franziskus.de
Tel: 07422 569 3308

Wir freuen uns wenn Sie diese Informationen an interessierte Personen weiterleiten – vielen Dank.

Herzliche Grüße
Wolfgang Hug und Ann-Katrin Staiger

Taubblinden Hessen Gemeinschaftstreff

Liebe Leserinnen und Leser,

liebe Hörsehbehinderte, Taubblinde, Bekannte, Freunde und Angehörige.

Herzlich Willkommen zum Taubblinden Hessen Gemeinschaftstreff.

Wann: Samstag 09.03.2019
Wo: Friedberg (Hessen)
Uhrzeit: Einlass 13.30 Uhr
Beginn: 14.00 bis 17.30 Uhr
Thema: Persönliches Budget

Programm:
Sven Fiedler wird folgende Themen informieren:
- Was ist ein Persönliches Budget ?
- Wie kann man einen Antrag stellen ?
- Was für die Vorbereitung des Antrags zu beachten ist?

Mit Gebärdensprachdolmetscher!

Wo:
Diakonisches Werk im 2. Stock
Saarstraße 55
61169 Friedberg /Hessen
Nähe am Bahnhof zu Fuß 5 Min. gehen.

Kaffee und Getränke sind besorgt !
Anmeldung wird bis zum 06.03.19 aufgrund Personalzahl gebeten.
Mailadresse: ts.diehl@gmx.de

Wir Team freuen uns auf Euer Kommen !!

Viele Grüße
Team und Helene Diehl

Redaktion: Sven Fiedler
Kontakt: sven.fiedler@tbl-info.org

DBSV verabschiedet auf seiner Verwaltungsratssitzung zwei Resolutionen

Liebe Leserinnen und Leser,

der DBSV-Verwaltungsrat hat heute zwei Resolutionen verabschiedet.

Erstens geht es dabei um digitale Barrierefreiheit: Die Website der Kita, der Terminservice beim Bürgeramt, die App der Uni – digitale Angebote, egal ob sie von öffentlichen oder von privaten Anbietern bereitgestellt werden, müssen barrierefrei zugänglich sein. Dafür müssen endlich alle Bundesländer ihrer Pflicht nachkommen und die seit dem 23.09.2018 geltenden europarechtlichen Regelungen zur Barrierefreiheit von Websites und mobilen Apps öffentlicher Stellen in Landesrecht überführen. Um dieser Forderung an die Länder und Kommunen Nachdruck zu verleihen, hat der Verwaltungsrat des DBSV heute die Resolution “Digitale Barrierefreiheit rechtssicher und umfassend voranbringen – Europarechtliche Rahmenbedingungen im Sinne einer inklusiven Gesellschaft nutzen!” verabschiedet. Die Resolution im Wortlaut finden Sie unter:

https://www.dbsv.org/resolution/vwr-2018-res-digi-barr.html

Zweitens stand das Blindengeld auf dem Programm: Mit seiner Resolution “Blindengeld sichern und weiterentwickeln” weist der DBSV darauf hin, dass das Blindengeld jetzt und in der Zukunft ein unverzichtbarer Nachteilsausgleich für eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist. Es ist überfällig, für blinde, hochgradig sehbehinderte und taubblinde Menschen bundesweit einheitliche Lebensbedingungen herzustellen. Ziel bleibt daher die Schaffung einer bundeseinheitlichen gerechten einkommens- und vermögensunabhängigen Geldleistung zum Ausgleich der behinderungsbedingten Nachteile und Mehraufwendungen blinder, hochgradig sehbehinderter und taubblinder Menschen. Die Resolutionen finden Sie unter:

https://www.dbsv.org/resolution/vwr-2018-res-digi-barr.html

https://www.dbsv.org/resolution/vwr-2018-res-blindengeld.html

Der Verwaltungsrat nutzte den Besuch des Staatssekretärs Dr. Wolfgang Dippel aus dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, um ihm beide Resolutionen zu überreichen.

Redaktion:
Andreas Bethke (V.i.S.d.P.)
Volker Lenk

Anschrift:
Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)
Rungestraße 19, 10179 Berlin
Tel.: (030) 28 53 87-0, Fax: (030) 28 53 87-200
E-Mail: mailto:info@dbsv.org
www.dbsv.org

10. Heiligenbronner Herbst-Tag für Menschen mit Taubblindheit/Hörseh-Behinderung

Liebe Leserinnen und Leser,

Einladung zum 10. Heiligenbronner Herbst-Tag für Menschen mit Taubblindheit/Hörseh-Behinderung

Thema: Internationale Taubblinden-Freizeiten
Termin: Samstag, 20. Oktober 2018
Uhrzeit: 10 – 17 Uhr
Ort: Schramberg-Heiligenbronn (Baden-Württemberg)
Zwei Dolmetscher und eine Schrift-Dolmetscherin sind da.

Mehr Informationen im Anhang.

Redaktion: Sven Fiedler
Kontakt: svenfiedler@taubblinden-info.org

Umfrage zum Thema Kommunikation für Taubblinde und Hörsehbehinderte

Liebe Blogggemeinde,
liebe Taubblinde und Hörsehbehinderte,

bitte nehmt an der Umfrage zum Thema “Kommunikation für Taubblinde und Hörsehbehinderte” teil.

Klickt bitte auf den Link und speichert die – Kommunikation-Umfrage-TBL.doc – auf Eurem Rechner.
Die .doc öffnen , die Fragen ankreuzen, speichern und an umfrage@tbl-info.org senden.
Das dauert 2 Minuten.; es sind nur 4 Fragen.
Gebt die Info bitte weiter.
Danke!

Taubblinde und Hörsehbehinderte Menschen haben sehr viele verschiedene Kommunikationsformen (Gebärden, taktile Gebärden, Lormen, Lautsprache, Braille, Fingeralphabet).
Jeder hat eine besondere Vorliebe und darum einen speziellen Bedarf an Kommunikationsformen.
Taubblinde und Hörsehbehinderte kommmen zusammen, haben unterschiedliche Einschränkungen und Kommunikationsformen aber wie können sie miteinander kommunizieren …
wie kann das gut funktionieren?

Wir wollen herausfinden, welche Kommunikationsformen von Taubblinden / Hörsehbehinderten tatsächlich benutzt und gebraucht werden.
Es ist schön, wenn viele Taubblinde und Hörsehbehinderte miteinander kommunizieren können und keine Spaltung entsteht.
Darum ist es gut, wenn man verschiedene Kommunikationsformen kennenlernt und versucht zu lernen.
Dann können wir miteinander reden und uns austauschen.
Es gibt nicht nur eine richtige Kommunikationsform, sondern es gibt viele Möglichkeiten.

Deshalb ist eure Unterstützung sehr wichtig und ich Bitte euch den Fragebogen zum Thema “Kommunikation” auszufüllen.
Bitte an alle Taubblinden und Hörsehbehinderten weiterleiten.

Die Antworten der Umfrage werden von mir sorgsam und anonym behandelt. Die Fragebögen und die darin verwendeten E-Mailadressen werden nicht dauerhaft gespeichert, sondern nach 3 Monaten wieder gelöscht.

Wichtig! Bitte sende den ausgefüllten Fragebogen im DOC Format!
Bitte nicht als JPG, PDF, DOCX-Format.
Ihr könnt den ausgefüllten Fragebogen an umfrage@tbl-info.org schicken.

Mit freundlichen Grüßen

Sven Fiedler
Leitung
Taubblinden-Info / DTBLV

Dieser Newsletter beinhaltet Neuigkeiten aus ganz Deutschland und wird von Taubblinden-Info (www.taubblinden-info.org) verschickt.
Wir sammeln und verteilen Informationen über Veranstaltungen und andere Nachrichten, die für taubblinde Menschen interessant sind.
Bitte schicken Sie Meldungen an news@taubblinden-info.org und lesen Sie vorher unsere Regeln der Zusammenarbeit.
© Taubblinden-Info
Redaktion: Sven Fiedler
Kontakt: svenfiedler@taubblinden-info.org

Internationales Patientensymposium zum Usher-Syndrom

Liebe Bloggemeinde,

Usher Syndrom ist die häufigste Ursache für erblich bedingte Taubblindheit weltweit. Ca. 400.000 Menschen weltweit sind von dieser Erkrankung betroffen. Kinder mit Usher Syndrom werden entweder taub oder schwerhörig mit fortschreitendem Hörverlust sowie in einigen Fällen mit Gleichgewichtsstörungen geboren. Bereits im Kindes- oder Teenageralter manifestiert sich der Sehverlust durch die sogenannte Retinopathia pigmentosa (RP), welche zuerst durch Nachtblindheit und später durch Gesichtsfeldeinschränkung und Sehverlust bis hin zum Tunnelblick gekennzeichnet ist. Die meisten Menschen mit Usher Syndrom werden im Erwachsenenalter als blind eingestuft.
Es gibt zwar derzeit keine zugelassene Therapie für das Usher Syndrom, aber eine Reihe von vielversprechenden Thearpieoptionen befindet sich in Entwicklung und im Stadium klinischer Studien mit Patienten.
Leben mit Usher-Syndrom e.V. plant zusammen mit Prof. Uwe Wolfrum Institut für Molekulare Physiologie der Universität Mainz vom 19.-21. Juli 2018 ein Internationales wissenschaftliches Symposium zum Thema Usher-Syndrom/Taubblindheit.

Im Zuge eines zweitätigen wissenschaftlichen Symposium am 19.07.-20.07.2018 werden Expert/Innen aus den USA, Frankreich, den Niederlanden, Italien, Spanien und Schweden teilnehmen, die aktuell oder zukünftig aus einer grundlagenwissenschaftlichen oder klinischen Perspektive und mit einem besonderen Blick auf die Entwicklung von Therapieansätzen am Usher-Syndrom forschen.

Anschließend wird am 21.07.2018 ein internationales Patienten-Symposium stattfinden, um einen Wissenstransfer von der Wissenschaft und Forschung zu den Betroffenen, ihren Familien und Interessierten zu ermöglichen. Aufbauend auf den Übersichtsvorträgen sind weitere Fachvorträge zur aktuellen und zukünftigen Hilfsmittelversorgung, psychosozialen Aspekten und interdisziplinären Versorgungsfragen vorgesehen.
Hierzu werden erfahrene und etablierte Wissenschaftler die Vorträge des wissenschaftlichen Symposiums zusammenfassen und in laienverständlicher Form vortragen.

Höhepunkt des Patientensymposiums soll eine Podiumsdiskussion sein, die aktuelle Entwicklungen thematisiert und die verschiedenen Perspektiven von Fachleuten und Betroffenen mit dem Ziel zusammenbringen soll, einen Austausch zu schaffen.
Wichtig ist den Veranstaltern, dass möglichst allen Teilnehmern eine Teilnahme trotz der starken Einschränkungen durch die Taubblindheit ermöglicht wird. Es soll ohne Hindernisse eine Raum für den Dialog mit Fachleuten und untereinander geschaffen werden. Dazu wird eine Sprachübersetzung ins Deutsche, ebenso wie die eine Schrift- und Gebärdendolmetschung angeboten. FM-Anlagen werden in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen.

Das Programm ist unter http://www.ush2018.org/de/programm-patientensymposium in deutscher Sprache hinterlegt.

Eine Anmeldung zum Symposium ist ab jetzt unter
https://converia.uni-mainz.de/frontend/index.php?sub=64 möglich.

Veranstaltungsort:
Das Atrium Hotel in Mainz: Ein 4-Sterne-Hotel in toller Lage mit Haupthaus und Nebengebäuden. Es liegt etwas außerhalb, ist aber mit dem ÖPV gut zu erreichen.

Eine Reihe an Übernachtungsmöglichkeiten sind unter
http://www.ush2018.org/content/venue-accommodation aufgeführt und können über das Hotelbuchungssystem mit besonderen Rabatten für Teilnehmer des internationalen Symposiums gebucht werden.