Schlagwort-Archiv: behinderung

Inklusion in der Kita

Liebe Bloggemeinde,

der LVR präsentiert Ergebnisse von Rheinland-Kita-Studie
Repräsentative Studie untersucht Herausforderungen und Gelingensbedingungen für Inklusion in Kitas / Rund 1.700 Kita-Leitungen im Rheinland befragt / Interviews mit Eltern, pädagogischen Fachkräften, Trägern, Fachberatungen und Jugendämtern

Köln. 7. Mai 2019. Welche Voraussetzungen müssen vorliegen, damit Inklusion in der Kita gelingt? Rund 1.700 Leitungen von Kindertageseinrichtungen im Rheinland haben sich an der Rheinland-Kita-Studie des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) beteiligt. Im Rahmen der zweijährigen Untersuchung haben Forscherinnen und Forscher der Universität Siegen im Auftrag des LVR auch pädagogische Fachkräfte, Träger, Fachberatungen und Jugendämter danach gefragt, welche Herausforderungen und Gelingensbedingungen sie mit Blick auf die gemeinsame Bildung und Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderungen sehen. Nun hat der LVR die Ergebnisse der repräsentativen Studie in Köln präsentiert.

„Wenn wir Inklusion professionell fachlich begleiten und sinnvoll fördern wollen, benötigen wir fundierte Erkenntnisse von allen Ebenen, die an diesem Prozess beteiligt sind. Die Ergebnisse der Rheinland-Kita-Studie sind für uns als Landesjugendamt eine wertvolle Quelle, um diesem Anspruch gerecht zu werden”, so Astrid Natus-Can, Vorsitzende des LVR-Landesjugendhilfeausschusses.

Zu den zentralen Erkenntnissen der Studie gehört, dass 58 Prozent der befragten Einrichtungen Kinder mit Behinderung betreuen. 42 Prozent nehmen ausschließlich Kinder ohne Behinderung auf. Gefragt nach den Gründen gaben sie an, bislang keine Anfragen erhalten zu haben. Aber auch fehlende räumliche und personelle Ressourcen sowie zu wenig heilpädagogische Expertise im Team gehörten zu den oft genannten Gründen. Bedenken im Team und der Elternschaft sowie die Befürchtung, dass Nachteile für andere Kinder entstehen könnten, nannten die befragten Kita-Leitungen am seltensten.

Allerdings war die Bereitschaft, Kinder mit Behinderung aufzunehmen bei den Kita-Leitungen die bislang keine Kinder mit Einschränkungen aufgenommen haben unterschiedlich ausgeprägt. Die größten Vorbehalte bestehen der Studie zufolge gegen die Aufnahme von Kindern mit geistiger Behinderung (30 Prozent), Körper- (33 Prozent) sowie Mehrfachbehinderung (58 Prozent). Ein Großteil der Führungskräfte sieht jedoch keine Probleme bei der Aufnahme von Kindern mit einer Sprach- oder Sinnesbehinderung (Sprache: 1 Prozent, Hören: 7,5 Prozent, Sehen: 18 Prozent), Entwicklungsverzögerung (1 Prozent), chronischer Krankheit (6 Prozent) oder Verhaltensstörung (7,5 Prozent).

Überraschend für das Team um Projektleiter Prof. Dr. Rüdiger Kißgen von der Universität Siegen: Bei immerhin jeder fünften Kita, die Kinder mit Behinderung betreut, hat das pädagogische Konzept der Einrichtung keinen Bezug zum Thema Inklusion. Bei Kitas, die keine Kinder mit Einschränkungen betreuen, fehlt ein solches Konzept sogar bei jeder zweiten Einrichtung.

„In diesem Ergebnis sehen wir einen starken Beratungsauftrag an das LVR-Landesjugendamt und gleichzeitig ganz konkrete Möglichkeiten, diese Situation im Rahmen des Verfahrens zur Erteilung einer Betriebserlaubnis zu verbessern. Wir werden künftig alle neuen Einrichtungen und mittelfristig auch alle bestehenden Einrichtungen dazu auffordern, ein inklusives Konzept zu entwickeln”, so LVR-Jugenddezernent Lorenz Bahr.

Expertinnen und Experten aus Jugendämtern sowie von Kita-Trägern und Fachberatungen wiesen in den geführten Interviews auf die Notwendigkeit hin, die Arbeitsbedingungen des Kita-Personals zu verbessern, eine inklusive Kita-Grundausstattung zu schaffen und ausreichend Geld für die Umsetzung von Inklusion bereitzustellen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den rheinischen Kindertageseinrichtungen sowie Eltern von Kindern mit Behinderung betonten, dass kleinere Gruppengrößen und mehr Räume benötigt würden. Auch wünschten diese befragten Gruppen sich mehr Geld und Zeit, um zum Beispiel die Elternarbeit zu verbessern. Fachliche Unterstützung beim Umgang mit Kindern mit Behinderung sowie Therapie vor Ort in der Kita waren weitere gewünschte Verbesserungen.

„Das Feedback der verschiedenen Expertengruppen ist für uns extrem wichtig. So können wir gezielt beispielsweise unser Fortbildungsangebot für Fach- und Führungskräfte aus den Kitas im Rheinland erweitern oder Einrichtungen zu möglichen Kooperationen mit Frühförderzentren, therapeutischen Praxen und anderen Kindertageseinrichtungen beraten, um therapeutische Angebote auch in der ‚Kita um die Ecke’ zu etablieren”, so Lorenz Bahr.

Ansprechpartner für redaktionelle Fragen:
Till Döring
LVR-Fachbereich Kommunikation
Tel. 0221 809-7737
till.doering@lvr.de

Mission Inklusion – Demonstration und Kundgebung

Liebe Bloggemeinde,

EUROPÄISCHER PROTESTTAG ZUR GLEICHSTELLUNG VON MENSCHEN MIT BEHINDERUNG

Zu lautstarkem Protest rufen der Berliner Behindertenverband gemeinsam mit dem Sozialverband Deutschland, Landesverband Berlin-Brandenburg, dem Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg und der Lebenshilfe, Landesverband Berlin, auf.
- 14:00 Uhr auf dem Nollendorfplatz: Demonstration
- 15:30 bis 17:00 Uhr auf dem Wittenbergplatz (Achtung, geändert!): Abschlusskundgebung

Mehr Infos: www.protesttag-behinderte.de

FreizeitPSO

Sehr geehrte Damen und Herren,

Was ist FreizeitPSO?

Inmitten Österreichs liegt ein ganz besonderes Fleckchen Erde – die Urlaubsregion Schladming-Dachstein. Hier ergänzen sich naturbelassene Landschaften, steirische Gastlichkeit und barrierefreie Infrastruktur. Freizeit-PSO (Freizeit Para-Special Outdoorsports) bietet in dieser einzigartigen Region beste Voraussetzungen für einen barrierefreien Sommer- und Winterurlaub.

Sport oder Genuss, Action oder Ruhe, Wandern oder Tauchen, Raften oder Baden, Reiten oder Kutschenfahren, Klettern oder Klettersteig, Sitzskifahren oder stehend Skifahren – was immer sie erleben wollen: Bei FreizeitPSO finden sie eine riesige Auswahl an barrierefreien Möglichkeiten und rollstuhlgerechten Urlauben!

Zielgruppen
Kinder, Jugendliche & Erwachsene mit den unterschiedlichsten körperlichen und/oder geistigen Behinderungen sowie deren Familien und Freunde.

Sie werden bei allen Urlauben und Aktivitäten von professionellen Mitarbeitern und Partnern, bestehend aus Sozial-, Sport-, Sonder- und Erlebnispädagogen, Wanderführern, Rafting-Guides, Bergführern, Reitlehrern und Trainern sowie von Skilehrern für Menschen mit Behinderung professionell und individuell betreut.

Kontaktdaten
Freizeit Para-Special Outdoorsports
Sport für Menschen mit Behinderung
Büro im Hotel Schwaigerhof
Schwaigerweg 19
8971 Schladming-Rohrmoos, Österreich
Telefon: 0043 650 901 62 94
E-Mail: info@freizeit-pso.com
Internet: https://www.freizeit-pso.at/

Ouelle: BBSB-Inform

Interviewpersonen im Rahmen einer Dissertation gesucht

Liebe Bloggemeinde,

Theresa Straub sucht für Ihre DissertationInterviewpartnerInnen.
Bitte unterstützt Sie dabei!
Vielen Dank!

Hier die Info:
Dafür bitte ich um Eure Hilfe.
Wenn ihr jemanden kennt, der gerne mit mir sprechen will, freue ich mich um
Weiterleitung.
Ich reise bis Oktober 2019 gern zu Interviews in Österreich und Deutschland.
Nährere Infos gibt es gerne im Gespräch oder per Mail.
Interviewpersonen im Rahmen meiner Dissertation gesucht!

Behindertes Studium?

Wege behinderter Menschen an die Universität / in die Hochschule und wie sich ihr Studium gestaltet

Laut den Ergebnissen der Studie “beeinträchtigt studieren 2″ des Deutschen Studentenwerks aus 2018 sind in Deutschland 11 Prozent der insgesamt 2,8 Millionen Studierenden im Studium beeinträchtigt. 96 Prozent der teilnehmenden Personen geben an, dass ihre Beeinträchtigung für Dritte nicht auf Anhieb erkennbar ist. In Österreich studieren im Jahr 2015 nach Zahlen der Studierendensozialerhebung über 300.000 Personen, die eine Beeinträchtigung haben. Die Zahl der Studierenden ging hier gegenüber 2011 sogar zurück.

Doch wie gelingen Zugang zur Hochschule und Verbleib in der Institution mit einer Behinderung?

Welche individuellen Wege sind gelungen?

Welche Bedingungen brauchen Studierende, um mit ihrer Beeinträchtigung ein Studium beginnen, durchführen und abschließen zu können?

Ich interessiere mich für Deinen/Ihren Bildungsweg.

.wenn Sie an einer Universität oder einer Hochschule in Deutschland oder Österreich studieren,
.wenn Sie mindestens im 3. Fachsemester Ihres Studiums (alle Fachrichtungen) sind,
.wenn Sie eine Behinderung haben und/oder
.wenn Sie sich im Studium beeinträchtigt fühlen
.wenn Sie in Ihrem Leben Erfahrungen in Internaten, Förderschulen,
Sonderschulen, Kliniken, Pflegeinstitutionen oder Wohnheimen für behinderte
Menschen gemacht haben &
.wenn Sie Ihren individuellen Weg erzählen möchten.

Bitte melden Sie sich bei mir!

Theresa M. Straub – theresa.straub@uibk.ac.at

Umfrage zu Erfahrungen behinderter Menschen bei der Beantragung von Leistungen

Liebe Bloggemeinde,

die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen führt eine Umfrage zu Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen und ihren Angehörigen bei der Beantragung von Leistungen durch.

Eine Teilnahme ist noch bis zum 30. November möglich. Die Ergebnisse werden voraussichtlich im Januar 2019 veröffentlicht.

Zur Umfrage :´www.soscisurvey.de/umfrage_erfahrungen_behoerden/

10. Heiligenbronner Herbst-Tag für Menschen mit Taubblindheit/Hörseh-Behinderung

Liebe Leserinnen und Leser,

Einladung zum 10. Heiligenbronner Herbst-Tag für Menschen mit Taubblindheit/Hörseh-Behinderung

Thema: Internationale Taubblinden-Freizeiten
Termin: Samstag, 20. Oktober 2018
Uhrzeit: 10 – 17 Uhr
Ort: Schramberg-Heiligenbronn (Baden-Württemberg)
Zwei Dolmetscher und eine Schrift-Dolmetscherin sind da.

Mehr Informationen im Anhang.

Redaktion: Sven Fiedler
Kontakt: svenfiedler@taubblinden-info.org

Studie soll Auskunft über Teilhabe von Menschen mit Behinderung geben

Liebe Bloggemeinde,

also ist dieser Frau Griese von der SPD wohl nicht bekannt wo die Probleme liegen?
Wie auch? Die sind ja ganz, gaaanz neu.
Am BTHG widerwillg rumbasteln und dann … erstmal ne Studie? In mehreren Schritten natürlich.

Ein Geistesblitz der seinesgleichen sucht oder wird da wiedermal Geld verschleudert? Um diverse Taschen zu füllen?

Berlin – Das Bundessozialministerium hat eine bundesweite Studie zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in Auftrag gegeben. „Die Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ist wichtig für unsere gesamte Gesellschaft. Zur Verbesserung unserer Angebote wollen wir deshalb genauer wissen, was Menschen mit Behinderungen brauchen“, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Ministerium, Kerstin Griese (SPD), heute in Berlin.
Quelle: aerzteblatt.de

DBR – Veranstaltung zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung

Liebe Leserinnen und Leser,

anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung lädt der Deutsche Behindertenrat zu einer Veranstaltung ein zum Thema „Behindertenpolitische Herausforderungen in der neuen Legislaturperiode – Wege zur Nichtdiskriminierung als Maßstab”.

Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung ist ein von den Vereinten Nationen ausgerufener Gedenk- und Aktionstag, der jährlich am 3. Dezember auf die Probleme von Menschen mit Behinderung aufmerksam macht. Im Deutschen Behindertenrat (DBR) sind alle wichtigen Organisationen behinderter und chronisch kranker Menschen vertreten, darunter der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV) als Repräsentant der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe.

Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention und mit zahlreichen Gesetzgebungsvorhaben der letzten Jahre wurde das Ziel verfolgt, die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Deutschland zu stärken. Selbstbestimmung und Teilhabe sollten über einen viel beschriebenen Paradigmenwechsel erreicht werden. Das Grundgesetz verbietet in Artikel 3 jede Form der Diskriminierung von Menschen mit Behinderung. Gleichwohl sind Diskriminierungen für Menschen mit Behinderung auch heute noch in vielen Lebensbereichen Realität. Wie kann das sein? Diese Frage soll im Rahmen der diesjährigen Veranstaltung zum Welttag der Menschen mit Behinderungen aus Sicht der Betroffenen, der Wissenschaft und der Politik eingehend beleuchtet werden, um die Handlungsbedarfe für die neue Legislaturperiode des Deutschen Bundestages aufzuzeigen.

Termin: Donnerstag, 30. November, 11:00 bis 17:00 Uhr (Einlass ab 10:15 Uhr)
Ort: VKU-Forum, Invalidenstraße 91, 10115 Berlin
Anfahrt: Tram M5, M8, M10; Busse 120,142, 147, 245, TXL bis Invalidenpark

Eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben. Die Kosten für die Verpflegung übernimmt der Veranstalter.
Anmeldung bis 27. November unter der E-Mail: dbr@vdk.de

Programm

10:15 Uhr Einlass

11:00 Uhr Beginn
Begrüßung und Einführung Hannelore Loskill, Sprecherratsvorsitzende des Deutschen Behindertenrats (DBR)

11:10 Uhr Schutz vor Diskriminierung als Messlatte der UN-Behindertenrechtskonvention für das politische Handeln in Deutschland
Prof. Dr. jur. Felix Welti, Universität Kassel, Fachgebiet Sozial- und Gesundheitsrecht, Recht der Rehabilitation und Behinderung

11:40 Uhr Diskriminierungssituationen für Menschen mit Behinderungen im Alltag
Interviewrunde mit
- Volker Langguth-Wasem, Bundesselbsthilfeverband Kleinwüchsiger Menschen e. V.
- Uwe Frevert, Bundesverband der Interessenvertretung „Selbstbestimmt Leben in Deutschland” e. V. (ISL)
- Julia Fescova, Landesvereinigung Selbsthilfe Berlin e. V.

12:00 Uhr Diskriminierungssituationen für Menschen mit Behinderungen im Arbeitsleben
- Interviewrunde mit
Julian Sukopp und Petra Krause-Wloch, Bundesverband für Brandverletzte e. V.
- Vorstellung der Studie „Diskriminierung in Deutschland” – Dritter gemeinsamer Bericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen; Nathalie Schlenzka, Referentin Forschung, Antidiskriminierungsstelle des Bundes

12:30 Uhr Bundesteilhabegesetz – nimmt die Diskriminierung denn nie ein Ende?
Interviewrunde mit
- Dietz Valentien, Förderverein Münzinghof e. V.
- Monika Kaus, Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V.

12:45 Uhr Diskriminierung durch Wahlrechtsausschluss
Interviewrunde mit
Christian Specht, Lebenshilfe e. V., Landesverband Berlin

13:00 Uhr Mittagsimbiss

14:00 Uhr Herausforderungen einer Behindertenpolitik der Zukunft
Verena Bentele, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen

14:30 Uhr Diskriminierung durch geduldete Barrieren
Interviewrunde mit
- Christiane Möller, Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e. V.
- Karl Josef Günther, Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e. V.
- Jochen Röder, Deutsche Epilepsievereinigung e. V.

15:00 Uhr Behindertenpolitische Herausforderungen in der neuen Legislaturperiode – Wege zur Nichtdiskriminierung als Maßstab – Podiumsdiskussion
- Uwe Schummer, MdB, CDU
- Corinna Rüffer, MdB, Bündnis 90/Die Grünen
- Kerstin Griese, MdB, SPD (angefragt)
- Zaklin Nastic, MdB, Die Linke (angefragt)
- Katharina Kloke, MdB, FDP (angefragt)
- Dr. Sigrid Arnade (ISL e. V.)
- Ulrich Wittwer (SoVD e. V.)
- Dr. Martin Danner (BAG SELBSTHILFE e. V.)

15:45 Uhr Staffelstabübergabe an das DBR-Sekretariat 2018

Moderation: Hans-Günter Heiden
Quelle: ABSV

Fachtagung Teilhabeforschung

Liebe Leserinnen und Leser,

am 10. November, findet in Berlin eine Fachtagung des Aktionsbündnisses Teilhabeforschung statt. Wissenschaftler, Menschen mit Behinderungen und Vertreter von Fachgesellschaften, Fach- und Wohlfahrtsverbänden und weiteren Zusammenschlüssen diskutieren den zweiten Teilhabebericht der Bundesregierung und dessen Konsequenzen für die Teilhabeforschung.

Wer einen Einblick in das Thema bekommen und die Diskussion verfolgen möchte, kann per Live-Stream dabei sein. Klicken Sie hierzu auf folgenden Link: https://abthf2017.livecdn.de. Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr und endet gegen 15.30 Uhr.

“Menschen mit Behinderungen müssen sich in die Forschung über Menschen mit Behinderungen einmischen”, sagt DBSV-Geschäftsführer Andreas Bethke, der für den Deutschen Behindertenrat in der Koordinationsgruppe des Aktionsbündnisses Teilhabeforschung mitwirkt und zur Nutzung des Live-Streams herzlich einlädt.

Der Teilhabebericht der Bundesregierung wird seit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention alle vier Jahre erstellt. Er beschreibt unter anderem, wie Menschen mit Behinderungen in Deutschland leben, wie es um ihre Teilhabechancen in verschiedenen Lebensbereichen bestellt ist und in welchen Bereichen Barrieren abzubauen sind. Der aktuelle Bericht mit fast 600 Seiten führt die Untersuchungen des Teilhabeberichts 2013 fort und beschreibt Entwicklungen der Teilhabe im Zeitraum von 2005 bis 2014. Insgesamt wird deutlich, dass die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen in vielerlei Hinsicht immer noch eingeschränkt ist. Hierbei gilt häufig: Je schwerer die Beeinträchtigung, desto geringer die Teilhabechancen.

Das bundesweite Aktionsbündnis Teilhabeforschung wurde im Juni 2015 gegründet. Rund 140 Organisationen und Einzelmitglieder sind derzeit zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist es, die Forschungsaktivitäten zu den Lebenslagen von Menschen mit Behinderungen zu stärken. Eine interdisziplinäre Teilhabeforschung soll deutlicher als bisher das Augenmerk auf die Verwirklichung von Selbstbestimmung, Teilhabe und Partizipation von Menschen mit Behinderungen richten und damit zu einer Neuorientierung der Forschungslandschaft führen.

Mehr Infos zum Aktionsbündnis unter www.teilhabeforschung.org