Archiv für den Autor: Silja Korn

Für ein modernes Sexualstrafrecht – Nein heißt nein

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachfolgend die, aus Sicht des Hessischen Koordinationsbüros für Frauen mit Behinderung, unterstützenswerte Petition verschiedener Bundesverbände der Frauenberatungsstellen.

“Nein heißt nein, die Zeit ist dafür reif! Alle nicht-einverständlichen sexuellen Handlungen müssen unter Strafe stehen.

In Deutschland erlebt jede 7. Frau mindestens einmal in ihrem Leben schwere sexualisierte Gewalt. Jährlich werden ca. 8000 Vergewaltigungen angezeigt. Der Anteil der Frauen, die eine erlebte Vergewaltigung nicht anzeigen, ist sehr hoch und bewegt sich zwischen 85% und 95%. Nur ein Bruchteil der Anzeigen führt zu einer Verurteilung. Die Quote der Verurteilungen sinkt seit Jahren. In 2012 erlebten nur 8,4% der Frauen, die eine Vergewaltigung anzeigten, die Verurteilung des Täters.

Mit der Kampagne “Vergewaltigung verurteilen – Ihre Stimme jetzt” fordern wir Justizminister Heiko Maas zu einer umfassenden Reform des Sexualstrafrechts auf. Ein aktueller Referentenentwurf aus dem Justizministerium gewährleistet jedoch keinen umfassenden Schutz der sexuellen Selbstbestimmung.
In Deutschland sind längst nicht alle Fälle, in denen sexuelle Handlungen gegen den Willen einer Person ausgeübt werden, strafbar. Ursächlich ist das deutsche Strafrecht, es setzt eine Nötigung z.B. mit Gewaltanwendung oder Drohung voraus. Konkret heißt das, dass es nicht ausreicht, wenn eine Frau ausdrücklich und mehrfach Nein sagt oder weint und fleht. Faktisch muss sie sich körperlich wehren, sonst liegt in den meisten Fällen keine Straftat vor. Vielen Frauen ist dies jedoch nicht möglich, sei es aus Angst oder aufgrund ihrer körperlichen Unterlegenheit. Andere lassen die Tat über sich ergehen, um die in der Wohnung anwesenden Kinder oder sich selbst zu schützen.

Die Ausgestaltung des aktuellen Sexualstrafrechts ist dringend reformbedürftig. Die gravierenden Schutzlücken sind in folgender Fallanalyse beschrieben:
Fallanalyse Schutzlücken im Sexualstrafrecht https://www.frauen-gegen-gewalt.de/fallanalyse-zu-schutzluecken-im-sexualstrafrecht.html

Derzeit kann die Europaratskonvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Istanbul-Konvention) von Deutschland nicht ratifiziert werden. Darin heißt es: Alle nicht-einvernehmlichen sexuellen Handlungen müssen unter Strafe gestellt werden. Voraussetzung für die Ratifizierung ist eine Veränderung der Gesetzeslage in Deutschland. Es besteht dringender Handlungsbedarf, um die bestehenden Lücken im Sexualstrafrecht zu schließen und die Forderungen aus der Europaratskonvention auch in Deutschland umzusetzen.

Daher fordert der bff gemeinsam mit dem Deutschen Frauenrat, Frauenhauskoordinierung e.V. (FHK), dem Bundesweiten Koordinierungskreis gegen Menschenhandel (KOK) und der Zentralen Informationsstelle autonomer Frauenhäuser (ZIF):

Nein heißt nein, die Zeit ist dafür reif. Schaffen Sie ein modernes Sexualstrafrecht!

Der bff und die anderen Verbände fordern seit langer Zeit eine Reform des Sexualstrafrechts. Durch die Ereignisse in Köln und anderen Städten in der Silvesternacht wird erneut intensiv über Lücken im Sexualstrafrecht diskutiert.
Der bff begrüßt die Debatte und fordert zugleich, dass eine Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt nicht für rassistische Forderungen und Statements instrumentalisiert werden darf.
Mehr Infos unter: www.frauen-gegen-gewalt.de

Unterstützen können Interessierte diese Petition durch Ihre/seine Unterschrift unter:
https://www.change.org/p/heikomaas-schaffen-sie-ein-modernes-sexualstrafrecht-neinheisstnein

Viele Grüße

Rita Schroll

Bürgerinitiative für wahrnehmbare Geräusche bei Fahrzeugen

Liebe Bloggemeinde,

unterstützt die Angelegenheit von Monika Weinrichter, denn sie geht uns alle etwas an!
 Danke
   Eure
     Silja

Hier zur Info:
Am 25. Jaenner 2016 brachte DSA Monika Weinrichter von der Initiative
Elektra im Parlament eine Bürgerinitiative für wahrnehmbare Geräusche bei Fahrzeugen ein.
https://www.bizeps.or.at/news.php?nr=16190

TBA-Qualifizierung des GIB 2016/17

Liebe Leserinnen und Leser,

Neue TBA-Qualifizierung 2016/17 des GIB (Nürnberg / Bayern)
Sehr geehrte Interessierte und Aktive in der Taubblindenarbeit!

Taubblindheit/Hörsehbehinderung ist eine Behinderung der eigenen Art und keinesfalls die Summe von Blindheit/Sehbehinderung und Taubheit/Hörbehinderung. Taubblinde Menschen haben ganz besondere Bedarfe, um am sozialen Leben gleichberechtigt teilnehmen zu können. Ein wichtiger Aspekt dabei spielt die Taubblindenassistenz (TBA). Noch immer gibt es viel zu wenige Assistenten, die ausreichend qualifiziert sind!

Das GIB bietet bereits seit 2010 eine TBA-Qualifizierung an. Die nächste Qualifizierung zur Taubblindenassistenz 2016/17 startet im November 2016.
Wir freuen uns über zahlreiche Bewerbungen bis spätestens 30.09.2016.

Das Wichtigste zur Qualifizierung im Überblick:
Start der Qualifizierung: 25.-27.11.2016
(weitere Termine in Kürze auf www.giby.de)

Dauer und Umfang:
8 Kurswochenenden (ca. 1 Kurswochenende/Monat)
1 Prüfungswochenende (insg. ca. 170 Stunden)
Praktika und Hospitationen (insg. 50 Stunden)
Kursorte: Nürnberg und Hamburg
Kosten: 450,-?

Für Fragen stehe wir jederzeit gerne zur Verfügung!

Mit freundlichen Grüßen,
Annika Olschok
Fachreferentin
Tel.: 0911 / 120 765 – 14
Fax: 0911 / 120 765 – 44
E-Mail: annika.olschok@giby.de
Internet: www.giby.de

Forum Arbeit und Beruf stellt Berufe vor

Liebe Bloggemeinde,

Forum Arbeit und Beruf stellt am 27. Februar in München Berufe vor.
Sie erfahren alles über: Medizinische Tastuntersucherin (MTU, Schriftdolmetscher, Heilpraktiker und Mediator.

In einem 20- bis 30-minütigen Referat Informieren die Referenten über die Ausbildung, Voraussetzungen und persönliche Erfahrungen. Während des Vortrags dürfen Fragen gestellt werden, aber auch im Anschluss ist noch genügend Zeit dazu.

Wann:
Am 27.02.2016 zwischen 10.30 und 15.00 Uhr.
Wo:
Im BBZ München, Arnulfstrasse 22, 80335 München.
Anmeldung:
Mailto: muenchen@bbsb.org
oder Telefon: 0 89 – 55 9 88 – 111
oder Telefoon: 0 89 – 55 9 88 – 211

Auf sie freut sich Frau Gertraud Ramsbeck
Sprecherin Forum Arbeit und Beruf

Hinweis auf geplante Anschlussveranstaltung
Am 04.06.2016 soll es einen „Existenzgründertag“ geben. Hier soll ein Unternehmensberater, ein Vertreter des ZBFS und einer Krankenkasse umfassende Informationen zur Existenzgründung geben. Hierzu genaue Informationen, wenn das Programm steht.

Fit for Future

Sehr geehrte Damen und Herren,

Basis des dreitägigen Seminars Fit for Future zur vertieften Berufsorientierung ist ein jährlich evaluiertes, qualifiziertes, praxisbezogenes Programm. Denn die Berufsorientierung muss unseres Erachtens bei von Sehbehinderung oder Blindheit betroffenen Jugendlichen in besonderem Maße begleitet und unterstützt werden. Fit for Future fördert einen reibungslosen Übergang von der Schule in den Beruf.

Das Seminar richtet sich sowohl an Jugendliche mit mehrfachem Förderbedarf als auch an jene, welche an weiterführenden Schulen und Studienberufen interessiert sind. Es zeigt mögliche Wege in Ausbildung und Arbeit trotz Seheinschränkung auf, ermutigt, motiviert und gibt “Perspektive”. Den Schülerinnen und Schülern wird eine berufliche Orientierung gegeben. Dabei werden auch Grenzen deutlich gemacht, verbunden mit dem Ziel, neue Türen zu öffnen.

Ausschließlich blinde und sehbehinderte junge Menschen, die sich in der jeweiligen Ausbildung befinden oder bereits in den ersten Arbeitsmarkt integriert sind, stellen geeignete Berufsbilder vor. Sie vermittelten die Begeisterung für ihren Beruf authentisch und überzeugend. Zugangsvoraussetzungen, typischer Arbeitsalltag sowie mit der Seheinschränkung verbundene Besonderheiten werden thematisiert.

Als wichtiges Instrument zum Austausch aller Beteiligten findet die Messe “Markt der Möglichkeiten” statt. Zahlreiche Vertreter von Werkstätten und Netzwerkpartnern stehen genauso wie viele Ansprechpartner der blinden- und sehbehindertenspezifischen Berufsbildungswerke für Gespräche und Beratung zur Verfügung.

Abgerundet wird Fit for Future mit verschiedenen Workshops. Unter der Anleitung sehbehinderter und blinder junger Erwachsener mit eigenen Erfahrungen auf dem Weg Übergang Schule-Beruf, setzen sich die Jugendlichen mit ihrer Sehbehinderung und damit verbundenen Schwierigkeiten und besonderen Herausforderungen im Ausbildungs- und Arbeitsleben auseinander. Die Eltern werden in eigenen Arbeitskreisen und Vorträgen sowie einer Podiumsdiskussion dafür sensibilisiert, wie sie ihre Kinder auf dem Weg ins Berufsleben begleiten können.

Damit auch der Spaß nicht zu kurz kommt, stehen die Referentinnen und Referenten den Jugendlichen als Paten zur Verfügung und verbringen die freie Zeit mit ihnen beim Showdownspielen, Kegeln oder gemütlichem Beisammensein.

Info bei
Annerose Kaiser, Mailto:annerose.kaiser@bbsb.org
Klaus Weber, Mailto:klaus.weber@bbsb.org, Tel.: 0911 23600-77

Aktualisierte Auflage des Ratgebers “Elternassistenz”

Sehr geehrte Damen und Herren,

Zum Abschluss des bundesweiten Modellprojektes “Elternassistenz erproben, Artikel 23 der UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen” veröffentlichte der Bundesverband behinderter Eltern e. V. den Ratgeber “Elternassistenz – Unterstützung für Eltern mit körperlichen Behinderungen, Sinnesbehinderungen und chronischen Erkrankungen – Ratgeber für die Beantragung und Organisation personeller Hilfen zur Pflege und Versorgung der Kinder”. Der Ratgeber kann in der umfangreichen Version mit 100 Seiten als weitgehend barrierefreie PDF oder als Zusammenfassung in Leichter Sprache unter folgendem Link heruntergeladen werden:

http://www.behinderte-eltern.de/Papoo_CMS/index.php?menuid=84

Zudem finden Sie unter diesem Link eine Übersicht der bisher vom BBE e. V. herausgegebenen Publikationen.

Neuer Bildungsweg an der blista

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit der Fachoberschule Gesundheit (FOG) hat die Carl-Strehl-Schule (CSS) einen neuen, zukunftsorientierten Bildungsweg entwickelt, der speziell auf die Bedürfnisse von blinden und sehbehinderten Schülerinnen und Schülern zugeschnitten ist. Die FOG verknüpft eine hochqualifizierte, spezifisch ausgerichtete Bildung und Förderung mit inklusiven Praxiserfahrungen im Arbeitsmarkt. Ob Gesundheitsmanagement, Physiotherapie oder Studium – die FOG eröffnet eine Vielzahl beruflicher Wege. So besteht zum Beispiel in Mainz die Möglichkeit, den Hochschulabschluss „Bachelor of Arts Medizinalfachberufe“ oder eine Ausbildung zum Physiotherapeuten anzuschließen.

Der Bildungsweg: Ein guter Mix aus Theorie und Praxis
Die 2-jährige FOG beinhaltet Praktika in Einrichtungen des Gesundheitswesens: zum Beispiel bei Versicherungen, in Reha-Kliniken, Kliniken, Reha-Zentren und Praxen.

Die Gesundheitsbranche wächst und bietet anspruchsvolle Arbeitsmöglichkeiten
Das Gesundheitswesen ist ein beliebtes Arbeitsfeld, bundesweit ist bereits jeder achte Beschäftigte im Gesundheitswesen tätig. Zunehmend verlangen die vielfältigen Aufgabenbereiche in unserem Gesundheitssystem sowohl ein gutes Verständnis für medizinische Vorgänge als auch einen Überblick über die Strukturen. Die neue Fachoberschule Gesundheit nimmt diese Entwicklung auf und bietet eine zeitgemäße, zukunftsorientierte Bildung auf wissenschaftlicher Grundlage.

Für nähere Informationen über die FOG wenden sie sich bitte an:
Carl-Strehl-Schule: Jochen Lembke, Schulleiter, und Martina Dirmeier, Abteilungsleiterin berufliche Schulzweige
Telefon: 0 64 21 – 6 06 – 113
Mailto: css@blista.de
Oder an das BFW Mainz, Bildungsinstitut für Gesundheit & Soziales
Wolfgang Oster, Leiter Ausbildung, Qualifizierung und Integration
und Beatrice Graff M.A. Blinden- und Sehbehindertenpädagogik
Telefon: 0 61 31 – 7 84 – 0
Mailto: info@bfw-mainz.de

Großschrifttastatur für Apple Geräte

Sehr geehrte Damen und Herren,

bei Android-geräten ist es bereits seit längerem möglich, auf eine andere Tastatur zu wechseln. Nun gibt es diese Möglichkeit auch bei Geräten von Apple. INCOBS hat eine Tastatur getestet und die Vor- und Nachteile im nachfolgenden Artikel veröffentlicht.
Viskey (€ 4,99) ist eine virtuelle Großschrift-Tastatur für Apples iOS-Betriebssystem (nutzbar ab Version iOS , die die Eingabe für sehbehinderte Nutzer leichter macht. Bei Android konnten Nutzer schon länger statt der Standard-Tastatur für sie geeignetere Tastaturen einsetzen. Bei Apple ist das erst seit Systemversion iOS 8 möglich. Apples Standard-Tastatur bietet auf einem iPhone 6 plus eine Schriftgröße von lediglich 10 Punkten – viel zu klein für sehbehinderte Menschen. Viskey zeigt, wie viel mehr in Sachen Schriftgröße drin ist. Statt 10 Punkte sind die Buchstaben der Tasten immerhin 18 Punkte groß und werden weiß auf schwarzem Hintergrund angezeigt.

Eine Alternative zur systemeigenen Zoomfunktion. Zwar vergrößert die systemeigene Zoomfunktion bei iOS die Tastatur standardmäßig mit, aber die Notwendigkeit, dann während des Schreibens den Ausschnitt hin- und herzuschieben, um alle Buchstaben zu erreichen, macht die Eingabe sehr mühsam und ist nur als Notlösung zu betrachten. (Deshalb empfiehlt sich eher die Einstellung, dass die Tastatur beim Hineinzoomen nicht mitvergrößert wird – zu finden unter Einstellungen > Allgemein > Bedienungshilfen > Zoom > Fokus folgen > Intelligente Eingabe.)

Ist die Viskey-Tastatur heruntergeladen, kann man sie auswählen, indem man das kleine Globus-Icon links unten in der Tastatur hält, bis ein Pop-up-Menü zur Auswahl anderer installierter Tastaturen erscheint. Auch wiederholtes Tippen auf das Globus-Icon wechselt zur Viskey-Tastatur. Eine Schwierigkeit, für die Viskey nichts kann: Wer bei aktivierter Viskey-Tastatur zufällig das Globus-Icon berührt, was leicht passieren kann, landet augenblicklich in der nächsten Tastatur. Der leichte Wechsel zwischen Tastaturen, der z.B. bei Eingaben in mehreren Sprachen ein Vorteil sein kann, ist hier eher nachteilig.

Hervorhebung der aktiven Taste
Ähnlich wie die Standard-Tastatur zeigt auch Viskey die Taste unter dem Finger vergrößert in einem Pop-up-Fenster an – und zwar richtig groß mit ca. 55 Punkten. Unser Typometer reichte nicht aus, die Größe exakt zu messen.

Die Ausgabe-Zeile
Ein weiteres Merkmal von Viskey: Der geschriebene Text wird nicht nur im Eingabebereich der jeweiligen App, sondern auch in einer Ausgabe-Zeile oberhalb der Tasten in einer Größe von ca. 44 Punkt angezeigt. Die grauen Pfeile links und rechts von dieser Zeile bewegen den Cursor zeichenweise nach links bzw. rechts. So kann der Cursor präzise positioniert werden. Das Blau des Cursors könnte allerdings kontrastreicher sein: Der Kontrast zum schwarzen Hintergrund beträgt nur 3,83:1. Nach BITV bzw. WCAG wäre ein Wert von 4,5:1 oder besser erforderlich. Der Kontrast der grauen Pfeile zum Bewegen des Cursors ist mit 2,06:1 noch geringer.
Vertikal nimmt die Viskey-Tastatur mehr Platz weg als die Standard-Tastatur, vor allem durch die genannte Zeile, die die Eingabe in großer Schrift anzeigt. Die Textvorschläge der Standard-Tastatur entfallen dafür. Die Höhe der Tastatur macht sich besonders im Querformat bemerkbar – hier bleibt nur eine relativ kleine Nutzfläche übrig.

Einstellungen
Wer die Viskey-App auf dem Startbildschirm aufruft, gelangt zu einer Reihe von Einstellungen. Unter “Aussehen und Verhalten anpassen” lässt sich die Größe der Schrift in der Ausgabezeile und damit auch die Anzahl der gleichzeitig sichtbaren Buchstaben einstellen. Außerdem ruft Horizontal-Wischen verschiedene Farbschemata für die Leiste von Bedienelementen unterhalb der Buchstaben auf – einige davon kontrastreicher als die Standard-Einstellung.
Unter dem Menüpunkt “Einstellungen” gibt es außerdem noch folgende Möglichkeiten:

Zeichen sprechen
Wörter sprechen
Schwarzer Text auf weiß
Automatische Großschreibung
Punkt durch zweimaliges Drücken
Kurzbefehle verwenden (damit sind Ein-Finger- und Zwei-Finger-Wischgesten gemeint, etwa zum Löschen von Buchstaben und Wörtern, zum Einfügen von Leerzeichen oder von neuen Zeilen).
Rechtschreibung mit verschiedenen Optionen
Benutzerwörterbuch (hier können eigene Einträge zur Anpassung der Rechtschreibprüfung gemacht werden)
Einige Optionen sind leider bei vergrößertem Text nicht voll lesbar – man muss die Systemschriftgröße kleinstellen, um zu lesen, was gemeint ist.

Verbesserungsmöglichkeiten
Ein Problem ist, dass zurzeit die Tastatur nach dem Aktivieren von “Wörter sprechen” nach kürzester Zeit abstürzt (iPhone 6S plus, iOS 9.0.2) – die Standard-Tastatur ist nun stattdessen sichtbar. Auch bei anderen Einstellungen wie “Rechtschreibfehler markieren” kommt es zu baldigem automatischen Schließen der Tastatur. Sinnvoll wäre eine Einstellbarkeit der Cursor-Farbe und -Dicke in der Ausgabezeile (die Pfeile sind durch ihre feste Position weniger ein Problem). Die Optionen in den Einstellungen sollten auch bei Einstellung großer Systemschrift voll lesbar sein und nicht abgeschnitten werden.
Eine dynamische Umstellbarkeit auf eine andere Sprache, wie sie im Menüeintrag “Keyboard – Viskey mehrsprachig” angedeutet scheint und von Apples Standard-Tastatur geboten wird, konnten wir nicht entdecken. Das Layout der Viskey-Tastatur folgt einfach der jeweils eingestellten Systemsprache.

Fazit
Die Viskey-Tastatur hat viel größere und besser lesbare Tasten als die Apple-Standard-Tastatur. Sie erleichtert sehbehinderten Nutzern damit wesentlich die Eingabe von Text. Auf die Darstellung von Groß- und Kleinbuchstaben sowie die Anzeige von Eingabe-Vorschlägen müssen Nutzer dafür verzichten.

Quelle: http://www.incobs.de/tests/items/viskey.html

Fußball-Bundesliga – Live-Audiodeskription

Liebe Bloggemeinde,

Am kommenden Freitag, den 22. Januar, blicken Fußballfans gespannt auf den Start der Rückrunde in der Fußball-Bundesliga. Die ARD überträgt das Spiel zwischen dem FC Bayern München und dem Hamburger SV ab 20.15 Uhr und bietet erstmals eine Live-Audiodeskription (AD) an. Bisher hatte sie lediglich die Vollreportagen der Radio-Kommentatoren übernommen. Sie folgt damit dem Beispiel des ZDF, dass bereits seit September 2015 bei den Champions-League-Spielen mit deutscher Beteiligung eine Live-AD ausstrahlt. Die Live-AD von „Audio 2“ wurde von vielen blinden und sehbehinderten Fußball-Fans wegen ihrer präzisen und ausführlichen Beschreibung sehr gelobt. Die ARD setzt in diesem Pilotprojekt eigens geschulte Reporter ein. Es kommentieren Florian Neuhaus und Wolf Schmidt, die bereits zahlreiche Spiele des HSV und St. Pauli für Blinde und Sehbehinderte live vor Ort beschrieben haben.

Hinweise:
Das aktuelle TV-Hörfilmprogramm hören sie jederzeit unter der Telefonnummer 0 30 – 2 55 58 08 00
Informationen zur Technik und dem Empfang von Hörfilmen finden sie auf www.hoerfilm.info
Eine Liste mit allen auf Deutsch verfügbaren Hörfilmen und weitere Informationen zum Thema Hörfilm finden sie auf www.hoerfilmev.de
Zu neuen Kino- und Fernsehfilmen und Projekten im Bereich Hörfilm können sie sich auf www.hoerfilm.de informieren.

Beschäftigungsquote Schwerbehinderter Menschen

Liebe Bloggemeinde,

Mehr als 1,15 Millionen Menschen mit Behinderung sind in Deutschland derzeit erwerbstätig, mehr als je zuvor. Das “Inklusionsbarometer Arbeit” von der Aktion Mensch und dem HRI-Institut wurde veröffentlicht.

Danach stieg die Beschäftigungsquote Schwerbehinderter Menschen in deutschen Unternehmen von 4,64 Prozent im Vorjahr auf 4,67 Prozent leicht an. Die gesetzliche Vorgabe von 5% ist damit weiterhin nicht erreicht. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote von Schwerbehinderten Menschen leicht: Aktuell liegt sie bei 13,9%. Leider ist das doppelt so hoch wie die Quote in der Vergleichsgruppe “Menschen ohne Behinderung”.
Weitere statistische Grundlagen hier: https://www.aktion-mensch.de/themen-informieren-und-diskutieren/arbeit/zahlen-und-fakten.html