Liebe Leser,
erstmalig sind Taubblinde auf die Straße gegangen. Es kamen 700 – 800 Leute zur Demo nach Berlin. Sie kamen teilweise von weit her.
Der Demonstrationszug führte vom Platz der Republik zum Potsdammer Platz. Dort fand die Kundgebung statt.
Gundi ihr Mann und ich haben gestaunt, wie ruhig es auf der Demo zuging.
Ich wünsche mir, das wir doch einiges dadurch erreicht haben. Damit Menschen, die nichts sehen und auch nichts hören können endlich erhört werden und in der Mitte der Gesellschaft an kommen.
Jeder einzelne von uns kann etwas dazu beitragen. Damit es auch ihnen in unserer Gesellschaft gut geht.
Auf meiner Webseite gibt es eine Rubrik: Helfen. Ich habe dort Fotos von meinen gemalten Bildern eingestellt, die erworben werden sollen. Sie kosten 2 Euro je Foto. Sie sind bitte per Kontaktformular und telefonisch zu bestellen.
Hierzu gibt es auch einen Bericht, den man auch auf meiner Webseite findet.
Ich bedanke mich schon mal sehr im Voraus dafür! Vielen Dank!!
Gruß
Silja
Archiv für den Autor: Silja Korn
Tag des weißen Stockes
Liebe Leser,
heute geht die “Woche des Sehens” “Am Tag des weißen Stockes” zu Ende.
Das Thema lautet:
Sehverlust muss nicht zum Arbeitsplatzverlust führen
Dazu möchte ich Euch gerne die Presseerklärung nicht vorenthalten. Die derDBSV gemeinsam mit:DVBS und PRO RETINA Deutschland herausgegeben hat. Wie Ihr ja wüßt, arbeite ich ja auch als Blinde und so möchte ich den einen und anderen hiermit aufmuntern, sich nicht aufzugeben! Mehr möchte ich euch dazu aufmuntern Euch umfangreich zu informieren, ob es da nicht noch eine andere Möglichkeit gibt, als erwerbslos zu werden. Hierzu bietet, die Presseerklärung viel Info.
Liebe Grüße
Silja
Heute ist der Tag des weißen Stockes, mit dem die Woche des Sehens zu Ende geht. Aus diesem Anlass rückt die Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe das Thema “Arbeit” ins Blickfeld. Lesen Sie hierzu die gemeinsame Pressemitteilung von DBSV, DVBS und PRO RETINA Deutschland:
Berlin, im Oktober 2013. Zum “Tag des weißen Stockes” der Vereinten Nationen am 15. Oktober veröffentlichen die drei größten deutschen Selbsthilfeorganisationen blinder und sehbehinderter Menschen Tipps für betroffene Arbeitnehmer.
1. Gehen Sie zum Augenarzt und zur Sehhilfen-Beratung! Es gilt festzustellen, worauf der Sehverlust zurückzuführen ist. Dann kann in der Regel prognostiziert werden, wie sich das Sehvermögen im Weiteren entwickeln wird. In einer Sehhilfen-Beratung wird untersucht, wie die vorhandene Sehkraft optimal genutzt werden kann. Optische Hilfsmittel von der elektronischen Lupe bis zum Bildschirmlesegerät können die Situation entscheidend verbessern.
2. Klären Sie, ob eine Sehbehinderung im Sinne des Gesetzes vorliegt! Das ist bei einem Sehvermögen von weniger als 30 Prozent der Fall. Dann sollte schnellstmöglich ein Schwerbehindertenausweis beantragt werden. Denn er eröffnet den Zugang zum staatlichen Unterstützungssystem.
3. Überprüfen und optimieren Sie gegebenenfalls Ihre Arbeitstechniken! Was geschrieben steht, kann per Scanner und PC hörbar gemacht werden. Ein Computer ist sogar blind bedienbar, wenn man weiß wie. Es braucht Zeit und einiges an Übung, doch Technik und das nötige Know-how bringen zumeist die Arbeitsfähigkeit zurück.
4. Informieren Sie sich und Ihren (künftigen) Arbeitgeber über staatliche Hilfen! Die Palette reicht von Gehaltszuschüssen über technische und infrastrukturelle Hilfen bis zur persönlichen Arbeitsplatzassistenz. Viele Arbeitgeber kennen die Unterstützungsmöglichkeiten nicht – Sie sind also als “Experte in eigener Sache” gefragt.
5. Schauen Sie sich gegebenenfalls nach neuen beruflichen Perspektiven um! Wenn Sie Ihren bisherigen Job nicht mehr bewältigen können, sollten Sie wissen, welche Möglichkeiten es gibt. Spezielle Einrichtungen bieten zahlreiche Aus- und Fortbildungen an. Fragen Sie nicht “Was kann ich noch tun?”, fragen Sie “Was möchte ich tun?”. Blinde und sehbehinderte Menschen arbeiten in ganz unterschiedlichen Berufen.
Detaillierte Informationen zu Hilfen, Beispiele gelungener beruflicher Integration und vieles mehr bietet das “Netzwerk berufliche Teilhabe” auf seiner Internetseite (www.ihre-einstellung.de). Die drei größten deutschen Selbsthilfeorganisationen blinder und sehbehinderter Menschen stehen Ihnen beratend zur Seite:
. Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) www.dbsv.org
. Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS) www.dvbs-online.de
. PRO RETINA Deutschland www.pro-retina.de
Tag des weißen Stockes
Seit 44 Jahren findet jährlich am 15. Oktober der “Internationale Tag des weißen Stockes” der Vereinten Nationen statt, an dem blinde Menschen auf ihre Möglichkeiten und Probleme in der Gesellschaft aufmerksam machen. Der Gedenktag geht auf US-Präsident Lyndon B. Johnson zurück, der fünf Jahre zuvor, am 15. Oktober 1964, in einem symbolischen Akt weiße Langstöcke an blinde Menschen übergeben hatte. Seit dem Jahr 2002 ist der 15. Oktober in Deutschland zugleich der Abschlusstag der Woche des Sehens.
Nach deutschem Recht ist ein Mensch blind, wenn er auf dem besser sehenden Auge selbst mit Brille oder Kontaktlinsen nicht mehr als 2 Prozent von dem sieht, was ein Mensch mit normaler Sehkraft erkennt. Wenn man weniger als 5 Prozent sieht, gilt man als hochgradig sehbehindert. Auch viele hochgradig sehbehinderte Menschen sind auf den weißen Stock angewiesen.
Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober 2013
“Einblick gewinnen!” heißt das Thema der diesjährigen Woche des Sehens unter der Schirmherrschaft der Fernsehjournalistin Gundula Gause. Getragen wird die Aktionswoche von der Christoffel-Blindenmission, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Berufsverband der Augenärzte, dem Deutschen Komitee zur Verhütung von Blindheit, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf sowie der PRO RETINA Deutschland. Seit dem Jahr 2002 informiert die bundesweite Kampagne mit vielfältigen Aktionen über die Bedeutung guten Sehvermögens und klärt über die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie die Situation sehbehinderter und blinder Menschen in Deutschland und in den Entwicklungsländern auf. Unterstützt wird die Woche des Sehens von der Aktion Mensch und der Carl Zeiss Meditec AG.
Weitere Informationen finden Sie auf www.facebook.com/WochedesSehens oder www.woche-des-sehens.de.
Glasbilder Projektion
Am 15. und 16.10. am Zoo Aquarium wird ab 20 Uhr eine Projektion meiner Glasbilder im Rahmen der “Aktion Augenlicht” gezeigt. Die Bilder können vor Ort käuflich erworben werden. Der Erlös geht an die “Aktion Augenlicht”, damit verarmte, blinde, augenkranke und vom Krieg seelisch und körperlich traumatisierte Kinder eine bessere Zukunft haben.
Klick Sonar
Habt Ihr schon mal etwas von Klick-Sonar gehört? Dann wird Euch dieser Beitrag, den ich zu diesem Thema verfaßt habe, Euch darüber mehr Auskunft geben.
Klick-Sonar – Noch mehr Unabhängigkeit
Über Klick Sonar habe ich schon vor einigen Jahren gehört. Einmal las ich einen Beitrag im Spiegel Online und sah einen Bericht im Fernsehen, wo Daniel Kish über das Thema Klick Sonar ausführlich berichtete.
Den Spiegel Bericht las ich mit wachsendem Interesse. Einerseits machte es mich total neugierig darauf und andererseits konnte ich es mir überhaupt nicht vorstellen das dies ohne noch etwas sehen zu können allein Fahrrad in bergiger Umgebung zu fahren und ohne Begleitung in den Bergen wandern zu gehen …, annähernd funktioniert. Bis ich den Beitrag im Fernsehen sah. So konnte ich es mir zumindest einigermaßen vorstellen wie es mit dem Klick-Sonar von statten geht.
Als ich mich damit näher befasste, fiel mir wieder ein, wie es war, als ich zu erblinden drohte. Das hatte ich in den Jahren völlig verdrängt, daß ich mir ähnliche Möglichkeiten angeeignet hatte, die mir dabei helfen sollten, den Weg oder Dinge die sich auf dem Weg befinden, hörbar werden zu lassen. Z. B. Echos nutzen um sich zu orientieren oder durch Klacklaute der Absätze und durch Fingerschnipsen. Meiner Umgebung gefiel das aber gar nicht. Meinten das dies mich wie ein völlig behinderter Mensch wirken lässt. Als wenn Du ein bisschen, nicht normal im Kopf wärst. Es fehlte nur noch der Spruch:”Was sollen denn die Leute sagen”. Das wollte ich natürlich nicht, so wahrgenommen werden.
Ja und dann habe ich das sein gelassen und verdrängt. Es war ja auch eine andere Zeit in der ich herangewachsen bin und ich war ein Kind und Kinder hatten in dieser Zeit nichts zu sagen. Da wurde man noch schief angesehen, wenn man ein behindertes Kind hat oder war. Ja und wenn man als Gehandicapter ohne Begleitperson unterwegs war, ging das gar nicht, in den Augen Außenstehender. Die Vorstellung der Unselbstständigkeit war immens.
2011 las ich einen weiteren Bericht im Spiegel, wo Eltern von blinden Kindern berichteten, wie sie sich dafür eingesetzt haben, das Daniel Kish nach Deutschland kommt um dieses Verfahren näher vorzustellen.
Ich nahm Kontakt zu ihnen auf und erfuhr dabei, das sie inzwischen einen Verein gegründet haben. Sie suchten vergebens nach Trainern in Deutschland, die diese Technik vermitteln. Im Herbst 2011 gründeten die Eltern deshalb den Verein Anderes Sehen e.V., “aus reiner Notwendigkeit” heraus. Der Verein soll die Frühförderung blinder Kinder in Deutschland vorantreiben und Klick-Sonar bekannt machen.
Auf Ihrer Webseite erfuhr ich, das im Februar 2012 ein Treffen geplant ist, in dem Neulinge in dieses Gebiet eingeführt werden. Die Veranstaltung gab mir einen kleinen Einblick in diese Technik. Dennoch reichte es mir nicht aus, ich wusste nicht, wie ich das noch im Alltag auf natürliche Weise mit unterbringen konnte. Ohne das es für mich mehr Aufwand bedeutete.
Im Oktober 2012 kam Daniel Kish nach Berlin um in Workshops die Klick-Sonar-Technik detaillierter vorzustellen. Im Seminarraum der Sprachschule im Prenzlauer Berg saßen in etwa 25 Teilnehmer vor Daniel Kish. Es waren Größtenteils sehende Eltern von blinden Kindern, einige Erzieher, die sich fortbilden möchten und Guido und ich. Viele sind auch extra dafür aus anderen Bundesländern angereist gekommen.
„Diese Augen, die Sie sehen, sind aus Glas“, sagte er, „also ich sehe nichts“. Er dreht sich und läuft ein paar Schritte zur Seite und hebt ein Tablett hoch, das an der Wand lehnt. Er bittet die sehenden Anwesenden, ihre Augen zu schließen, es wird leise im Raum und macht Schschschhhhhh, dabei zieht er das Tablett langsam vor seinem Gesicht vorbei. Der Ton verändert sich. Mit dieser einfachen Übung zeigt er wie man prüfen kann, ob ein Objekt vor einem ist oder nicht. “Wie klingt das?”, fragt Kish. Die Sehenden stolpern über ihre Sprache, suchen nach Wörtern, denn: Wie beschreibt man ein Geräusch? Wie verändert sich das Schschschsch, wenn man ein Tablett vor das Gesicht hält? Wie klingt ein Baum, ein Pfahl, eine Treppe? „Jedes Ding hat einen Klang“, erklärt er weiter, „und jedem Klang wird eine Bedeutung gegeben“. Die sehende Gesellschaft habe eine ausgefeilte Sprache entwickelt, um visuelle Dinge zu beschreiben. Für Blinde ist es jedoch wichtig, eine Sprache zu entwickeln, die das beschreiben kann, was man hört. Im ersten Schritt geht es bei Klick-Sonar um die Wahrnehmung von Objekten, im zweiten erst um Identifikation.
Ein sehbeeinträchtigtes 11 jähriges Mädchen sagt: „Ich habe noch nie einen Ausgang selbstständig gefunden“. Bislang wurde sie immer geführt. Daniel reagiert sofort: “Das üben wir jetzt.” Sie gehen nach draußen auf das Gelände, auf dem mehrere Gebäude stehen, das Gelände, das sie noch nie vorher betreten hat. Beide haben einen Blindenstock in der Hand. Daniel stellt sich neben sie. „Klick mal und hör genau hin“, sagt er zu ihr. Sie schnalzt mit der Zunge. Sie dreht ihren Kopf zur einen Seite klick, dann dreht sie ihren Kopf zur anderen Seite klick. „Links von mir ist vermutlich eine Wand”, sagt sie, „rechts von mir scheint alles frei zu sein”. – „Korrekt“, sagt er. Sie schnalzt weiter und geht die Wand entlang, sie versucht dabei den gleichen Abstand zu halten. “Mache ich das gut?”, fragt sie in die Runde. „Oh ja“, raunen wir, die das beobachten. Sie tritt aus dem Schatten und spürt plötzlich die Wärme im Gesicht. „Hm, die Sonne“, sagt sie und bleibt einen Moment stehen. Sie geht weiter, hört die Ecke, findet die Tür und freut sich. „Ich hoffe, dass sich meine Zunge durch die vielen Klicks nicht abnutzt“ und lacht. Nach dieser anschaulichen Demonstration geht er mit uns noch weiter in die angrenzende Grünanlage der Sprachschule. Mit einfachen Übungen zeigt er uns, wie Klick-Sonar funktioniert.Wie man Entfernungen hört, wie man Größe und Dimensionen wahrnehmen kann, wie man Oberflächen unterscheidet. Fortgeschrittene Anwender, sagt er, können Baumarten aufgrund ihrer Oberflächenstruktur identifizieren, ihren Computer erklicken, ihre Kaffeetasse. Bis zu 200 Meter reicht die Technik. Ecken sind sehr einfach zu hören und wichtig, weil Nützliches meist in der Nähe ist. Türen, Ausgänge und Eingänge sind mit Klick-Sonar besser zu orten und somit wird man unabhängiger. Durch die detaillierten Ausführungen von Daniel Kish habe ich einen Weg wieder gefunden um Klick-Sonar im Altag zu integrieren. Ich bin davon Überzeugt, daß Klick-Sonar kombiniert mit einem weißen Langstock, eine gute Ergänzung ist. Auch finde ich, das diese Technik mehr Verwendung finden sollte und noch mehr Menschen darüber erfahren, um es Betroffenen weiter zu sagen. „Danke Daniel Kish, das Du mich daran geführt hast“. Daniel Kish sagt: „Blindheit sollte nur als eine Unbequemlichkeit verstanden werden“
Gruß
Silja
Ausstellung Glasbilder
Hallo miteinander,
am Samstag, den 12.10. wird ab 18 Uhr eine Ausstellung meiner Glasbilder im Rahmen der “Aktion Augenlicht” in der Villa Elisabeth, Invalidenstr. 3, 10115 Berlin gezeigt.
Die Bilder können vor Ort käuflich erworben werden. Der Erlös geht an die “Aktion Augenlicht”, damit verarmte, blinde, augenkranke und vom Krieg seelisch und körperlich traumatisierte Kinder eine bessere Zukunft haben.
Ich freue mich auf zahlreiche Besucher
Gruß
Silja
Lesung im Blindenverein
Liebe Leser meiner Webseite und des Blogs,
wie ich schon angekündigt hatte, gibt es morgen eine Lesung im Blindenverein, zu der ich Euch sehr gerne einladen möchte. Auch ich werde eine Kurzgeschichte von mir, “Der Kampf mit dem neuen Leben” für Euch vorlesen.
Ferner möchte ich Euch auf weitere Veranstaltungen aufmerksam machen: “Die Woche des Sehens“. Z. b. der Parfümworkshop”. Da kann man sein eigenes Parfüm herstellen. So eines, das Frau sich schon immer mit genau diesem Duft erträumt hat. Im letztem Jahr habe ich auch an einem Parfümworkshop teilgenommen. Hat echt Spaß und viel Laune gemacht. Das Parfüm, mein Parfüm ist wunderbar geworden. Dazu findet Ihr auf meiner Webseite einen Beitrag. Ich würde in diesem Jahr wieder eins keieren, doch es geht leider nicht, da ich in Neukölln einen Malworkshop leite, zu dem ich Euch auch herzlich einlade. Da könnt Ihr unter einer Schlafmaske ausprobieren wie es ist blind zu malen. Es ist echt eine tolle Erfahrung. Darüber gibt es auch einiges auf meiner Webseite zu lesen.
Hier noch ein Link, wo Ihr Euch des weiteren über die Angebote in “Der Woche des Sehens” informieren könnt: absv.de/besondere-veranstaltungen
Bis bald
Gruß
Silja
Ausstellug Body Bilder
Sie sind herzlich zur Eröffnung der Ausstellung Body “Bilder” eingeladen
Freitag 18. 10. 2013 um 19 Uhr
mit Hör-Klang Performance von Flora Könemann
Kunst- und Aktionsraum Schillerpalais e.V.
Schillerpromenade 4, 12049 Berlin-Neukölln
In der Ausstellung werden die Ergebnisse eines Workshops präsentiert, an dem blinde, sehbehinderte und sehende Menschen gemeinsam teilnahmen, um zwischen dem Seh- und dem Tastsinn zu vermitteln. Ausgangspunkt war die Überlegung, dass es zwischen dem Sichtbaren und dem Tastbaren etwas gibt, das beide Wahrnehmungsmodi verbindet, nämlich die Kontur, Umrisslinie oder Grenze einer Form. Diese Grenze liegt zwischen dem Zwei- und dem Dreidimensionalen und kann daher eine wichtige Rolle bei der Vermittlung spielen. Die Grenze schließt paradoxerweise nicht aus, sondern verbindet.
Das Hauptziel des Workshops war, als Gruppe und individuell “Bilder” zu produzieren, die von Blinden, Sehbehinderten und Sehenden wahrgenommen und somit Teil einer gemeinsamen Welt werden können. Diese Body Bilder bewahren im Gegensatz zu flachen Bildern etwas von der Körperlichkeit der dargestellten Gegenstände und können sich auf einem breiten Spektrum zwischen Abbildung und abstraktem Relief bewegen.
Die Body Bilder, die gezeigt werden, dürfen nicht nur, sondern müssen ertastet werden, da sie im Dunkeln ausgestellt sind. Dadurch soll auf eine alternative Wahrnehmungsweise in der bildenden Kunst aufmerksam gemacht werden.
So wie ein körperlicher Gegenstand einen Schatten auf eine Fläche wirft,
der nur sichtbar ist, kann er auch ein tastbares Abbild im Raum
hinterlassen – ein Body Bild.
TeilnehmerInnen am Workshop:
Minhye Chu, Ute Maria Glasz, Gustav Hellberg, Flora Könemann, Silja Korn,
Benno Laakmann, Susan Muhlack, Paloma Rändel, Ulrike von Saalfeld-Urbasek,
Hannah Senft und Dr. Hermann Urbasek
Konzept: Jovana Komnenić und Dirk Sorge
Ausstellung 19. 10. – 25. 10. 2013
Das Projekt wurde gefördert im Rahmen des Quartiersmanagements Schillerpromenade/Neukölln aus Mitteln der Europäischen Union, der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Berlin über das Programm Soziale Stadt.
Mit freundlicher Unterstützung des ABSV.
Mit und ohne Handicap reisen
Liebe Leser von Webseite und Blog,
hier stelle ich heute eine Webseite vor, die für den einen oder anderen interessant sein könnte. Auch für uns sehgeschädigte, die auch gerne allein verreisen wollen, ist es wichtig zu wissen wohin man sich da wenden kann um auch das zu finden, was man benötigt um sich gut aufgehoben zu fühlen.
Ich würde mich freuen, einen oder mehre kurze Beiträge zugesandt zu
bekommen, ob es sich bei diesen Reiseangeboten auch so verhält wie es dargestellt wird.
Vielen Dank schon mal!
Gruß
Silja
—- Reisen nach Großbritannien und noch viel mehr —-
Neben den britischen Inseln stehen nun auch Island und Malta im
Reiseprogramm 2014 von “Schottland für alle”. Auch die Themen einzelner
Reisen machen neugierig: Man kann sich zum Beispiel auf die Spuren von John
Lennon oder Robin Hood begeben oder sich “Whisky and more” widmen.
Alle Reisen stehen im Internet unter schottland-fuer-alle.com.
Auskunft per E-mail info@schottland-fuer-alle.de
oder telefonisch unter 0044 1863 766 010.
—- Aus dem atz-Infopool: Wohnberatung für Sehbehinderte und Blinde —-
Lesecafé
Liebe Leser von Blog und Webseite,
heute lade ich Euch ein mich und andere bei einem Lesecafé zu besuchen.
Dort werden Beiträge vorgetragen, die von uns 8 blinden Autorinnen verfaßt
wurden.
Ich lese eine meiner Kurzgeschichten “Der Kampf mit dem neuen Leben” vor.
Einige Kurzgeschichten kann man sich bei mir auf der Webseite anhören
und alle selbst lesen.
Es würde mich freuen den einen und anderen im Lesecafé begrüßen zu können.
Im Anschluss möchten wir all unsere Gäste recht herzlich einladen mit uns
ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen oder Erfahrungen auszutauschen!
Diese Lesung findet im Rahmen “Der Woche des Sehens” statt.
Lesecafé “Blickwinkel”
Geschichten aus unserem Leben
im ABSV, Auerbacher Straße 7, 14193 Berlin am 19.10.2013 um 17:00 Uhr
Gruß
Silja
Auf den zweiten Blick
Ein Film von Sheri Hagen
Am Donnerstag, den 03. Oktober 2013 um 20.15 Uhr im Kino. Babylon, Berlin Mitte.
Jeder sehnt sich nach Zweisamkeit und jede Liebe ist möglich – man muss sie nur finden und leben.
AUF DEN ZWEITEN BLICK ist ein Film über Kay und Falk, Benjamin und Elena, Till und Pan – drei sehbehinderte Paare im Großstadtmoloch Berlin – die sich begegnen, entdecken und zueinander hingezogen fühlen.
In jeder Minute sehen die Menschen Wunder – wie diese weißen Wolken. Wir wissen nicht, woher sie kommen und wohin sie wollen. Sie waren immer da und sie werden immer da sein. Sie geben uns das Gefühl der Beständigkeit und das ist schön. Her mit dem schönen Leben. Um den Gedanken der Inklusion umzusetzen wird der Film für sehende und nichtsehende Menschen mit offener Audiodiskreption gezeigt.
Ab 10. Oktober im Kino! Weitere Informationen unter www.aufdenzweitenblick.de
