Archiv für den Autor: Silja Korn

Audioquelle mit Sprachsignal finden

Liebe Bloggemeinde,

mein Name ist Ruben Lützenburger und ich studiere an der Hochschule Offenburg den Studiengang Elektrotechnik/Informationstechnik plus. Im Rahmen meiner Abschlussarbeit möchte ich ein externes Gerät entwickeln, welches an beliebigen Hifi-Verstärkern und Kompaktanlagen die Möglichkeit bereitstellt, die angewählte Audioquelle mit einem Sprachsignal anzukündigen. Den Anstoß zur Umsetzung dieses Projekts gab mir meine Tante, die blind ist. Aus dem Wunsch heraus, einen neuen Hifi-Verstärker anzuschaffen, wurde sie in ihrer Auswahl der intuitiv zu bedienenden Geräte sehr eingeschränkt, da aktuelle Verstärkerbaureihen hinsichtlich ihrer Bedienung hauptsächlich visuell
ausgerichtet sind. Ein mechanisches Feedback in Form von rastenden Drehreglern mit Endanschlag bei der Quellenwahl findet man so gut wie nicht mehr.

Im Rahmen meiner Abschlussarbeit suche ich freiwillige Teilnehmer, die sich dazu bereit erklären einen Fragebogen (Dauer ca. 10 Minuten) auszufüllen.

Mit Ihrer Teilnahme würden Sie mir sehr helfen, die Anforderungen an das zu entwickelnde Gerät zu präzisieren und wichtige Aspekte von potenziellen Nutzern einfließen zu lassen. Gerne maile ich Ihnen den Fragebogen. Hier
meine Kontaktdaten:
Ruben Lützenburger
mailto: RLuetzen@stud.hs-offenburg.de

Qualifizierung zur Taubblindenassistenz

Liebe Leserinnen und Leser,

Der nächste Kurs “Qualifizierung Taubblindenassistenz” der Diakonischen Akademie in Moritzburg bei Dresden beginnt im März 2016 und endet im November 2016. Bewerbungsschluss ist der 15.01.2016.
Die Qualifizierung umfasst insgesamt 33 Kurstage. Davon sind 18 Tage in Moritzburg, 8 Tage in Hamburg geplant und 7 Tage Praktikum.

Mehr Informationen: www.diakademie.de
Kontakt: Diakonische Akademie für Fort- und Weiterbildung e.V., Michael Zimmermann, Bahnhofstraße 9, 01468 Moritzburg
Telefon: 035207 / 84350
Fax: 035207 / 84360
E-Mail m.zimmermann@diakademie.de

Inklusion – Mode oder Menschenrecht?

Liebe Interessentinnen und Interessenten an unserer Arbeit,

“Inklusion – Mode oder Menschenrecht?” ist der Titel einer Fachtagung, zu der Sie der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hessen sehr herzlich einlädt.

Bei der Fachtagung am 23. Februar 2016 in Frankfurt werden drei Lebensbereiche thematisiert, die zentral für eine gelingende Inklusion sind – Arbeit, Bildung und Freizeit. Nähere Informationen finden Sie in der Einladung im Anhang und auf unserer Homepage unter www.paritaet-hessen.org/inklusionstagung

Mit freundlichen Grüßen

Rita Schroll, Leiterin des Hessischen Koordinationsbüros für Frauen mit Behinderung
im PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband, Landesverband Hessen e. V.
Auf der Körnerwiese 5
60322 Frankfurt am Main
Tel.: 069-955 262 – 36
Fax: 069-955 262 38

E-Mail: hkfb@paritaet-hessen.org
www.paritaet-hessen.org

Blista-Bildungsprogramm 2016

Liebe Leser,

In vielfältiger Form richten sich die Bildungsangebote an blinde und sehbehinderte Menschen jeden Alters, Fachkräfte und Experten, Eltern und Familien, Unternehmen, Verbände und Vereine. Wie gewohnt bietet die Blista ermäßigte Teilnahmebeiträge für Studierende und Auszubildende an. Alle Bildungsangebote finden Sie ausführlich im Internet unter
www.blista.de/bildung/fortbildung

Hier einige Highlights aus dem Programm:
Windows ohne Maus – 19.02.2016
Was ist neu an Office 2016? – 20.02.2016
Raus aus der Schule, rein in Ausbildung – Studium – Beruf! Rechtliche Themen rund um den Übergang – 20.02.2016
Praxis an der Carl-Strehl-Schule erleben – Hospitation im Unterricht mit blinden und sehbehinderten Schülern – 14.04.2016, 07.05.2016 oder 08.06.2016

Intensivkurs: Punktschrift für Anfänger – als Sehender die Blindenschrift erlernen – 15. und 16.04.2016
Styling, Beauty und Klamotten – Wochenende für Mädels! – 29.04. bis 01.05.2016
Schulische Inklusion – Hürden überwinden! – 20.05.2016
Mit 3D-Druck die Welt begreifbar machen – 17. und 18.06.2016 Assistenz?! Antworten auf rechtliche Fragen rund um Schulbegleiter, Vorlesekräfte, Arbeits- und Alltagsassistenzen – 18.06.2016
Punktschrift und DAISY im Handumdrehen – Digitale Texte konvertieren – 24. und 25.06.2016
Infos bei: Amélie Schneider und Melanie Runckel
Tel: 06421 606-0 Direktwahl: -303; Fax -234
mailto:fortbildung@blista.de
Internet: www.blista.de/bildung/fortbildung

Das Redaktionsteam können sie folgendermaßen erreichen
mailto:bbsb-inform@bbsb.org
Telefon Gustav Doubrava 09 11 – 33 45 44 Judith Faltl Telefon 0 89 – 68 52 58

Schlaf-Wach-Rhythmus mit Blindheit

Liebe Bloggemeinde,

Schätzungen zufolge leiden mehr als 50% aller Menschen mit Blindheit ohne Lichtwahrnehmung an Problemen mit dem Schlaf-Wach-Rhythmus. Sie sind oft tagsüber müde und nachts hellwach. Generell wird der Tagesrhythmus vieler Lebewesen durch das Tageslicht beeinflusst. Dieses muss aber über die Augen wahrgenommen werden.

Jeder Mensch hat eine innere Uhr, die von Experten zirkadianer Rhythmus genannt wird. Diese Uhr bestimmt, wann Menschen sich wach fühlen und wann sie müde werden. Sie läuft nicht exakt 24 Stunden, sondern etwas länger oder kürzer, bei den meisten Menschen nur um ein paar Minuten, bei einigen aber auch um einige Stunden. Wenn diese Uhr sich nicht an äußeren Umständen orientieren würde, hätten alle Menschen das Problem, dass sich Einschlafen und Aufwachen beständig verschieben und sich irgendwann nachts kein erholsamer Schlaf einstellen kann, der Körper diesen aber dann tagsüber einfordert.

Gesteuert wird der Schlaf durch das Hormon Melatonin. Wenn es sich im Körper bildet, werden wir müde. Tageslicht, das wir über die Augen wahrnehmen, führt aber zur Unterdrückung der Hormonausschüttung. Da das Hormon dann im Körper schnell abgebaut wird, werden wir wach. Dies passiert in der Regel morgens. Das Licht des Fernsehers oder von Handy- oder Computerbildschirmen hat eine ähnliche Wirkung, weswegen Experten von der Nutzung vor dem Schlafengehen abraten. Bei blinden Menschen, die kein Licht über das Auge mehr wahrnehmen, funktioniert dieser Mechanismus oft nicht und sie Leben nach ihrer inneren Uhr, die mit Tag und Nacht oft nicht übereinstimmt. Dass dies ein großes Problem für das Arbeits- und Sozialleben darstellt, ist offensichtlich.

Blinden Menschen, die sich über längere Zeit tagsüber oft müde fühlen und einschlafen, dafür aber nachts nicht ein- oder kaum durchschlafen können, ist ein Gespräch beim Arzt oder Schlafspezialisten angeraten. Anfangs ist es sinnvoll, ein Schlaftagebuch zu führen, um festzustellen, ob es sich wirklich um eine Störung des zirkadianen Rhythmus handelt oder vielleicht andere Ursachen vorliegen (unregelmäßige Zubettgehzeiten, schlechte Schlafhygiene, Ernährung, Stress, Depressionen etc.). Ist dies nicht der Fall, wird der Arzt den Verlauf des Melatoninspiegels in Blut und Urin über den Tag hinweg messen, um der Störung auf die Spur zu kommen und diese eindeutig zu diagnostizieren.

Eine Therapie gibt es bisher nicht. Ein Wirkstoff, der einigen Betroffenen helfen könnte, befindet sich derzeit im Zulassungsverfahren in Deutschland.
Quelle: American Sleep Association

Das neuerlich 2008 zugelassene Melatonin-Preparat “Circadin 2 mg” ist für einen ganz anderen Anwendungsbereich als die Schlafrhythmustherapie für vollblinde Personen geeignet. Es gilt als Psychopharmacum zur allgemeinen Aktivitätsdämpfung bei z.B. hyperaktiven oder ADHS-Patienten und ist wegen seiner Ausgestaltung als Retard-Präparat sogar kontraproduktiv und völlig ungeeignet zur Schlafrhythmus-Steuerung.

Auf dem deutschen Medikamentenmarkt existiert zur Zeit kein Medikament auf Melatoninbasis, das zur Schlafsteuerung geeignet ist. Im europäischen Ausland – z.B. in Österreich und den Niederlanden – wird das Hormon Melatonin jedoch nicht als Medikament sondern nur als “Nahrungsergänzung” eingestuft; folglich ist es kaum über deutsche Apotheken
beziehbar. Es kann jedoch leicht und rezeptfrei übers Internet oder im Fernabsatz beschafft werden.

Vermutlich hunderte vollblinder Deutscher nutzen diese im Ausland freiverkäuflichen Melatoninpräparate in Dosierungen von 2 bis 6 mg und nehmen jeweils eine vor dem Zubettgehen ein.

Dennoch ist ärztliche Betreuung solcher Melatonin-Selbsttherapien dringend anzuraten, da die Neben- und Kreuzwirkungen von in den Hormonhaushalt eingreifenden Pharmaca so schwer vorhersehbar sind, dass dies vor der Jahrhundertwende zum Abbruch der Zulassungen führte.

Hilfreich jedoch dürfte zukünftig in allen Veröffentlichungen über Melatoninpreparate sein, wenn ganz zentral und unübersehbar auf die Eigenschaft der verzögerten Wirkung – retard – hingewiesen wird, die solch ein Preparat zur Rhythmussteuerung völlig ungeeignet macht.

In Asien – z.B. in Studien der Uni-Bangkok – gilt Melatonin (keinesfalls in Retard-Form) als üblicher Bestandteil von Einschlaf-Medizinen. Es wird zur Selbst-Therapie bei Jetlag-Problemen empfohlen.

In der aktuellen Diskussion von ursächlichen Zusammenhängen von Diabetes 2 und Schlafstörungen geht man mittlerweile nicht nur denjenigen Schlafstörungen verursacht von Diabetes 2 nach, sondern man verfolgt auch den Verdacht, dass Schlafstörungen allgemein erhebliche Mit-Ursache bei der Entstehung von Diabetes 2 sein könnten. Folglich müssen wir als Interessenswalter blinder Diabetiker die Erforschung von evtl. sich selbst verstärkenden Regelkreisen dieser Art anregen!”

Blinde Autoren

Liebe Bloggemeinde,

BLAutor – ein Arbeitskreis blinder und sehbehinderter Autoren – besteht seit 25 Jahren. Jährlich treffen sich seine Mitglieder, um sich gegenseitig ihre Texte vorzustellen und darüber zu sprechen. Auch zur Jubiläumstagung vom 7. bis zum 10. März 2016 im Aura-Zentrum Bad Meinberg sind “Zaungäste” willkommen. Informationen gibt Arbeitskreissprecher Marc Mandel, E-Mail marc-mandel@blautor.de, Telefon: 06155 667435.

Programmzeitungen zum Hören

Liebe Bloggemeinde,

gibt es eine Fernsehzeitung für blinde Menschen? In Punktschrift gibt es sie leider nicht mehr, weshalb die Hörzeitungsanbieter immer häufiger nach Alternativen gefragt werden. Zwei Antworten: Alle zwei Wochen erscheint eine redaktionell aufbereitete und von Menschen gesprochene Daisy-CD mit dem Programm von 16 TV-Kanälen bei der Trierischen Tonpost (Bistum Trier), Tel.: 0651 / 7105-430, E-Mail: tonpost@bistum-trier.de, Internet: www.tonpost.de. Ein computergestütztes Auskunftssystem, das über Telefon Zugriff auf die Programme von 120 Fernseh- und 60 Radioprogrammen ermöglicht, bietet die Deutsche Zentralbücherei für Blinde an, Telefon: 0341 71 13-120, E-Mail: abo@dzb.de, Internet: www.dzb.de.

Orientierungstag für Studieninteressierte

Liebe Bloggemeinde,

Jährlich bietet das Studienzentrum für Sehgeschädigte des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) blinden und sehbehinderten Oberstufenschülern und Schulabsolventen aus ganz Deutschland eine Orientierungsveranstaltung an. Vom 2. bis 4. Mai 2016 können wieder Fragen zum Studium, zu fachlichen Anforderungen, studentischem Wohnen, Orientierung/Mobilität und vor allem zu spezifischen pädagogischen und technischen Unterstützungen im Studium diskutiert werden Detaillierte Informationen gibt es per E-mail (info@szs.kit.edu) oder per Telefon:: 0721/608-41937, Internet: www.szs.kit.edu.

BOB Schulung für Microsoft Outlook 2010

Liebe Bloggemeinde,

Bildung ohne Barrieren bietet vom 10. bis 16. April im Aura-Hotel Saulgrub
eine Schulung in Microsoft Outlook an.

Das Outlook-Seminar ist für Teilnehmer(innen) konzipiert, die Outlook für
die Verwaltung von E-Mails, Terminen, Arbeitsaufgaben und Kontakten im
Beruf, Ehrenamt oder Privat einsetzen möchten. Grundkenntnisse der
Windows-Oberfläche, Beherrschung der Tastatur und ein sicherer Umgang mit
der Braillezeile sind Voraussetzung und zwingend erforderlich für eine
erfolgreiche Teilnahme an diesem Seminar.

Diese Fortbildung wird vom Integrationsamt Karlsruhe für
schwerbehinderte/gleichgestellte berufstätige Personen anerkannt, die die
Inhalte für ihren Beruf benötigen und durch die Teilnahme an dieser
Veranstaltung ihre Eingliederung ins Erwerbsleben sichern und ihre
Wettbewerbsfähigkeit dadurch erhalten.

Der Teilnehmerbeitrag beträgt 1.090,00 Euro inkl. Unterkunft und VP.

Anmeldung Ab sofort und bis 11. März bei “Bildung Ohne Barrieren” (BOB) mit
dem Anmeldeformular, das angefordert werden kann und im Internet verfügbar
ist: http://www.bildung-ohne-barrieren.de/angebote/seminaranmeldung.html