Schlagwort-Archiv: Inklusion

Deutscher Behindertenrat veröffentlicht Forderungen an die neue Bundesregierung

Liebe Leserinnen und Leser,

an die Parteien, die derzeit Sondierungsgespräche zur Bildung einer neuen Bundesregierung führen, hat sich gestern der Deutsche Behindertenrat (DBR) mit einem Katalog von behindertenpolitischen Forderungen gewandt. Das Papier, an dem auch der DBSV mitgewirkt hat, gliedert sich in 14 Abschnitte und thematisiert alle Lebensbereiche – von Barrierefreiheit im öffentlichen und privaten Bereich, im Verkehr und der digitalen Welt über inklusive Bildung, berufliche Teilhabe und das Gesundheitswesen bis hin zum Steuerrecht.

Die im DBR vertretenen Organisationen erwarten, dass das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in dieser Legislaturperiode novelliert und in diesem Zuge die private Wirtschaft zu Barrierefreiheit verpflichtet wird. Barrierefreiheit muss auch auf europäischer Ebene vorangebracht werden. Entsprechend muss Deutschland auf die EU-Richtlinie zu barrierefreien Gütern und Dienstleistungen (European Accessibility Act) Einfluss nehmen.

Um die Zugänglichkeit im digitalen Bereich zu verbessern, ist die EU-Richtlinie zur Barrierefreiheit von Webseiten und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen im Sinne behinderter Menschen umzusetzen. Mit dem Ziel, blinde und sehbehinderte Menschen deutlich besser als bisher mit Literatur zu versorgen, ist der Vertrag von Marrakesch zu ratifizieren und in deutsches Recht zu überführen.

Auf Grundlage seiner “Sechs gemeinsamen Kernforderungen” fordert der DBR gesetzliche Änderungen am Bundesteilhabegesetz. Demnach müssen die Leistungen der Eingliederungshilfe einkommens- und vermögensunabhängig gewährt werden und es darf bei der Definition des leistungsberechtigten Personenkreises zu keinerlei Einschränkungen kommen.

Eine verbindliche Gesamtstrategie für Inklusion erwartet der DBR im Bildungsbereich. Zur Bekämpfung der hohen Arbeitslosigkeit bei Menschen mit Behinderungen ist die Beschäftigungspflicht konsequent durchzusetzen, unterstützt durch eine erhöhte Ausgleichsabgabe.

In der Gesundheitspolitik tritt der DBR dafür ein, dass die Leistungskataloge der gesetzlichen Krankenkassen ausgeweitet werden, etwa im Bereich von Sehhilfen, und Zuzahlungen und Eigenanteile abgeschafft werden. Für Arztpraxen soll Barrierefreiheit zu einer Zulassungsvoraussetzung werden.

Schließlich weist der DBR darauf hin, dass die Behindertenpauschbeträge bei der Einkommensteuer seit 1974 nicht wesentlich angepasst wurden, und mahnt eine Erhöhung an.

Das vollständige Forderungspapier des DBR steht im Internet bereit unter www.dbsv.org/aktuell/dbr-forderungen-jamaika-sondierungen.html

Förderfinder-App

Liebe Bloggemeinde,

wer fördert die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung?
REHADAT hat die erste App zur Suche nach Fördermöglichkeiten für die berufliche Teilhabe von (schwer)behinderten Menschen in Deutschland veröffentlicht. Arbeitgeber, Berater und Betroffene können nach bundesweiter Regelförderung oder nach Sonderförderprogrammen der Länder suchen – bis jetzt sind über 50 verschiedene Fördermöglichkeiten vorhanden.

Der Nutzer kann die Suche individuell gestalten und erfährt in der Detailansicht mehr über Zielgruppe, genaue Inhalte, Laufzeit und Umfang der Förderung. Außerdem bekommt er nützliche Links zu Ansprechpartnern oder direkt zum jeweiligen Programm. Ein umfangreiches Lexikon der beruflichen Teilhabe ergänzt die barrierefreie App.

Zum Hintergrund: Die berufliche Inklusion von Menschen mit Behinderung in den allgemeinen Arbeitsmarkt soll in Deutschland weiter erhöht werden. Deswegen wird die Ausbildung, Einstellung und Weiterbeschäftigung von behinderten, schwerbehinderten oder gleichgestellten Menschen gefördert. Es gibt Förderungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Form von finanziellen Zuschüssen, Darlehen und Prämien. Darüber hinaus erhalten Arbeitgeber und Arbeitnehmer umfangreiche kostenfreie Beratung oder Coachings durch Integrationsberater bei den Kammern, der Rehabilitationsträger, der Integrationsämter und Berater anderer Dienstleister.

Die kostenlose Förderfinder-App ist im Google Play Store und iTunes App Store erhältlich.

REHADAT ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und wird gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Kontakt für Rückfragen:
Andrea Kurtenacker
Telefon 02 21 – 49 81 848
Mailto: kurtenacker@iwkoeln.de

This is a free Zone

Liebe Bloggemeinde,

Am 1. Juli Wochenende traf sich das „Platz da!“-Team mit der Arbeitsgruppe der aktuellen Ausstellung „This is a free Zone“ in der NGBK Berlin. Gemeinsam erkundeten wir die Ausstellung und die Sehenden übten sich im Beschreiben der zahlreichen Videos.
Weiterlesen auf dem “Platzda Blog”

Projekt Jobbrücke Inklusion

Liebe Bloggemeinde,

mit dem Projekt „Jobbrücke Inklusion” verfolgt das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e. V. das Ziel, die berufliche Integration von Menschen mit Schwerbehinderung zu fördern und deren Grad der Partizipation am Allgemeinen Arbeitsmarkt zu erhöhen. Im Rahmen des Bürgerschaftlichen Engagements übernehmen ehrenamtliche PATINNEN und PATEN PATENSCHAFTEN für arbeitsuchende Menschen mit Schwerbehinderung. Im Kontext einer individuellen sowie prozess- und ressourcenorientierten Beratung und Begleitung greifen die PATINNEN und PATEN auf eigene Erfahrungen und Kompetenzen in den Bereichen Personalmarketing, Beratung und Coaching zurück.

Ziel ist eine Erweiterung der Kompetenzen der Arbeitsuchenden, um die Integration in den Arbeitsmarkt zu befördern. Ein Schwerpunkt des Projektes ist die Begleitung und Beratung schwerbehinderter Frauen.
Weiteres auf

http://jobbruecke.patenmodell.de/standorte/startseite-berlin/projekt-inklusion/

Verbesserung der Qualität taktiler Diagramme – Befragung

Liebe Bloggemeinde,

bitte beteiligt Euch an dieser Umfrage sodass wir irgendwann auch vieles ohne Hilfe selbstständig nutzen können.
Vielen Dank!

   Eure Silja

Hier die Info:
Die Technische Universität Dresden hat sich zum Ziel gesetzt, Inklusion zu fördern und insbesondere blinde und sehbehinderte Menschen mit assistiven Technologien zu unterstützen.
Man forscht dort auch im Bereich taktile Grafiken mit dem Ziel, die Erstellung und Qualität derselben maßgeblich zu verbessern.
Mit Ihrem Wissen und Ihren Erfahrungen können Sie dabei unterstützen.
Sie sind eingeladen an einer Studie teilzunehmen, in welcher es um Ihren Umgang und Ihre Erfahrungen mit taktilen Diagrammen geht – unabhängig davon, ob Sie viel oder wenige taktile Diagramme nutzen. Die Befragung richtet sich sowohl an sehbehinderte und blinde als auch sehende Ersteller und Nutzer/innen von taktilen Diagrammen.

Die Studie ist Teil des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderten Projektes Mosaik (Link zur Webseite des Projektes). Sie baut auf einer vorangegangenen Studie zur taktilen Grafikumsetzung auf, welche 2015 in der Fachzeitschrift “Horus” von Jens Bornschein und Denise Prescher vorgestellt wurde.
Im Rahmen des Forschungsprojektes ist eine Software zur automatisierten Erstellung von taktilen Diagrammen, sowohl für sehbehinderte, blinde als auch sehende Nutzer, geplant. Um diese Software entsprechend den Bedürfnissen der zukünftigen Nutzer entwickeln zu können, benötigen das Forscherteam Ihre Hilfe! Die Software wird zur freien Verfügung bereitgestellt werden, sodass jeder von den Ergebnissen dieser Befragung profitieren kann.

Sie erreichen die Umfrage unter folgendem Link:
https://bildungsportal.sachsen.de/survey/limesurvey/index.php/97439/lang-de
Sie benötigen etwa 30 bis 40 Minuten für die Beantwortung.

Ihre Antworten werden selbstverständlich anonym gespeichert, vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Die Ergebnisse werden ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke verwendet.

Sollten Sie Fragen bezüglich der Befragung oder auch des Forschungsprojektes haben, können Sie jederzeit Frau Christin Engel unter christin.engel@tu-dresden.de kontaktieren.
Die vollständigen Kontaktdaten sind:
Christin Engel
Wissenschaftliche Mitarbeiterin,
Technische Universität Dresden
Fakultät Informatik
Institut für Angewandte Informatik
Professur Mensch-Computer Interaktion
01062 Dresden

Kostenlose Hotline zur Pflegereform

Liebe Bloggemeinde,

der Inklusionsbotschafter Thomas Schalski engagiert sich als Sozialökonom, Rechtsbeistand für Sozialrecht, Dozent für Sozialrecht und als Autor für sozialrechtliche Themen und hat es dabei mit vielen pflegebedürftigen Menschen zu tun. Deshalb bietet er nun eine Hotline zur Pflegereform an.
Die Hotline-Nummer für eine unabhängige und kostenlose Beratung über die Änderungen in der Pflegeversicherung lautet 075 44 / 50 69 164.
Die Hotline ist erreichbar von Montag -Freitag in der Zeit von 10.00 -16.00 Uhr und wird in Zusammenarbeit mit dem Verein Bürger für Bürger von Thomas Schalski durchgeführt.

Knack den Code – spielerisch Blindenschrift lernen für Sehende

Liebe Leser,

die Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. (blista) macht zum Geburtstag von Louis Braille, dem Erfinder der Blindenschrift, auf ihr neues Lernheft aufmerksam. „Knack den Code“ bringt sehenden Kindern und Jugendlichen, Lehrern, Eltern und Großeltern die Blindenschrift auf unterhaltsame Weise näher. Die Broschüre zeigt auf 34 Seiten, dass es gar nicht schwer ist, die Braille-Schrift zu erlernen. Anschaulich führen Minirätsel und Aufgaben wie Bild-Wort-Puzzle oder Übungsgeschichten durch das Lernheft und ermöglichen es, schon nach kurzer Zeit erste Sätze zu lesen. Im Lösungsteil auf den hinteren Seiten der Broschüre können die eigenen Ergebnisse jeweils überprüft werden.
Eine neue blista-Broschüre für Inklusionsklassen mit blinden und hochgradig sehbehinderten Kindern und Jugendlichen

Die blista schreibt dazu:
„Mit der Broschüre ‚Knack den Code‘ wollen wir dazu beitragen, dass Inklusion in Schule und Bildung immer öfter und besser gelingt. Blinde und hochgradig sehbehinderte Kinder und Jugendliche sind auf diesen ,Code‘ angewiesen, aber auch für Sehende ist er spannend und schließt sie nicht aus“, erklärt blista-Direktor Claus Duncker. Auftrag und Anliegen der blista ist es, die Barrieren in den Köpfen abzubauen, das gegenseitige Verständnis zu fördern und das soziale Miteinander zu stärken.
Die Broschüre ‚Knack den Code‘ wurde daher in Zusammenarbeit mit einer sehenden Expertin entwickelt: Heidi Theiß-Klee unterrichtet seit vielen Jahren Punktschrift für sehende Eltern, Pädagogen und Lehrer. Denn wer Braille lesen und schreiben kann, ist besser in der Lage, einem Kind mit Sehbehinderung oder Blindheit bei den Schulaufgaben zu helfen und dessen Bildung bedarfsgerecht zu begleiten.

Wer Louis Brailles Erfindung darüber hinaus erkunden möchte, findet Interessantes: Der Code lässt sich nämlich transformieren, auf die Mathematik, die Musik, die Chemie und die Sprachen der meisten Länder unserer Erde. Die Broschüre enthält entsprechende Links zu Selbsthilfeverbänden, Informationsportalen und ein unterhaltsames YouTube-Video über den genialen Erfinder selbst

Die Broschüre „Knack den Code“ ist im Verlag der blista erschienen und kostet 4,95 Euro, Bestellungen richten sie per Mail an info@blista.de oder Telefon: 0 64 21 – 60 60

FES-Einladung: 5. Forum Inklusion am 11. Juni 2016

Liebe Bloggemeinde,

Einladung zum 5. Forum Inklusion, das gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Bildung, konzipiert wurde. Im Zentrum stehen die Sicht und der Umgang von Eltern mit Inklusion im Schulalltag.
Wir würden uns freuen, wenn sich besonders viele Mütter und Väter von unserer Einladung angesprochen fühlen. Wir möchten Sie im voraus bitten, uns Ihre Beispiele gelungener oder weniger gelungener Inklusion mitzuteilen, damit diese in die Debatten einfließen können.
Und wir würden gerne wissen, in welcher Funktion Sie zu uns kommen: als Mutter, Vater, Vertreter der Zivilgesellschaft oder aus einem verwandten Gremium, Lehrer_in?
In jedem Fall freuen wir uns über Ihre Rückmeldung unter forum.hk@fes.de. Das 5. Forum Inklusion findet in der Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 17 in 10785 Berlin statt. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir keine Anmeldebestätigung versenden.
Das Programm mit allen Informationen entnehmen Sie bitte dem Anhang. Gerne können Sie die Einladung an Interessierte weiterleiten. Am Tag der Veranstaltung bieten wir zudem eine Kinderbetreuung an. Sollten Sie diese in Anspruch nehmen wollen, geben Sie uns bitte Bescheid, mit wie vielen Kindern Sie zu uns kommen.

Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin e.V.
Hiroshimastr. 17
10785 Berlin
Tel.: 030/26935-7303
Fax: 030/26935-9240
Email: forum.hk@fes.de

Deutschlands Zukunft inklusiv gestalten

Liebe Leser,

hier die Mitteilung der Berliner-Behindertenzeitung.
Zum Europäischen Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung rufen wir gemeinsam zur Demonstration und anschließender Kundgebung unter folgendem Motto auf:
Deutschlands Zukunft inklusiv gestalten! Kein Kompromiss bei der Teilhabe. Damit protestieren wir gegen die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung und die Verweigerung der Teilhabe am Leben mitten in der Gesellschaft. Wir wollen unsere Forderungen gemeinsam an die Öffentlichkeit und die Politik herantragen.
13.00 – 13.30 Uhr: Kundgebung am Bundeskanzleramt
13.30 – 14.00 Uhr: Protestmarsch zum Brandenburger Tor
14.00 – 15.30 Uhr: Bühnenprogramm am Brandenburger Tor

Wir fordern:
Ein Bundesteilhabegesetz, das die volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe der Menschen mit Behinderungen in Deutschland sicher stellt. So wie es im Koalitionsvertrag versprochen wurde; Einen Kurswechsel in der Behindertenpolitik der Bundesregierung: Ein Paradigmenwechsel – weg von der Fürsorge, hin zu Selbstbestimmung und Würde – muss endlich umgesetzt werden; Abschaffung der Anrechnung von Einkommen und Vermögen bei der Eingliederungshilfe; Die unverzügliche und vollständige Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention; Politische Rahmenbedingungen für echte Inklusion: gemeinsames Leben, Lernen und Arbeiten von Menschen mit und ohne Behinderung von Beginn an.
Mittwoch, 4. Mai 2016:
Hintergrund: Zum 1. Januar 2017 soll das Bundesteilhabegesetz in Kraft treten. Wir treten dafür ein, das wir ein gutes Teilhabegesetz bekommen und das die Selbstbestimmung, Teilhabe und Inklusion behinderter Menschen im Sinne der UN-BRK in den Mittelpunkt gestellt werden.
Im Koalitionsvertrag – mit dem Namen „Deutschlands Zukunft Gestalten“ – wurde dies angekündigt. Als „Prioritäre Maßnahme“ wurde eine Entlastung der „Kommunen im Rahmen der Verabschiedung des Bundesteilhabegesetzes im Umfang von fünf Milliarden jährlich von der Eingliederungshilfe“ versprochen. Wir erinnern daher an das Versprechen von CDU, CSU und SPD.
Weitere Informationen, Hintergründe, Fakten und Ansprechpartner finden sich auf der brandneuen Internetseite unter: www.protesttag-behinderte.de

Inklusion – Mode oder Menschenrecht?

Liebe Interessentinnen und Interessenten an unserer Arbeit,

“Inklusion – Mode oder Menschenrecht?” ist der Titel einer Fachtagung, zu der Sie der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hessen sehr herzlich einlädt.

Bei der Fachtagung am 23. Februar 2016 in Frankfurt werden drei Lebensbereiche thematisiert, die zentral für eine gelingende Inklusion sind – Arbeit, Bildung und Freizeit. Nähere Informationen finden Sie in der Einladung im Anhang und auf unserer Homepage unter www.paritaet-hessen.org/inklusionstagung

Mit freundlichen Grüßen

Rita Schroll, Leiterin des Hessischen Koordinationsbüros für Frauen mit Behinderung
im PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband, Landesverband Hessen e. V.
Auf der Körnerwiese 5
60322 Frankfurt am Main
Tel.: 069-955 262 – 36
Fax: 069-955 262 38

E-Mail: hkfb@paritaet-hessen.org
www.paritaet-hessen.org